Urlaub über Weihnachten

Kanaren überschreiten kritischen Wert: Corona-Reisewarnung droht – Ausgangssperren verhängt

Die Kanaren zählen zu den wenigen Gebieten Europas, für die keine Corona-Reisewarnung gilt. Das könnte sich aber bald ändern – zudem gelten nun Ausgangssperren.

Nachdem am 24. Oktober die Reisewarnung für die Kanarischen Inseln aufgehoben wurde, strömten viele Deutsche in sonnigere Gefilde. Am Flughafen in Düsseldorf bildeten sich gar lange Schlangen, um vor dem Coronavirus in sonnigere Gefilde zu flüchten*. Nun steht der Status als sicheres Reisegebiet aber auf der Kippe: Die Inseln verzeichnen schon seit einigen Tagen erhöhte Corona-Infektionszahlen. Nun wurde der Schwellenwert sogar überschritten.

Kanaren-Urlaub in Gefahr? Kritischer Corona-Wert überschritten – Reisewarnung droht

Die Kanarischen Inseln meldeten laut Teneriffa News zuletzt 202 neue Corona-Fälle an einem Tag. Damit steigt die kumulative Inzidenz – also die Zahl der Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen – auf einen Wert von 52,2. In Deutschland sind 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern der Grenzwert, ab dem Reisewarnungen ausgesprochen werden. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass dies sofort geschieht – in der Regel wird die Situation ein paar Tage beobachtet. Erst wenn keine Besserung der Inzidenz absehbar ist, ist eine Reisewarnung unvermeidbar. Bei Costa Nachrichten erfahren Sie, welche Reise-Regeln für Spanien insgesamt gelten*.

Hauptquelle der gestiegenen Inzidenz auf den Kanarischen Inseln sind die Neuinfektionszahlen auf Teneriffa. Hier liegt die Inzidenz aktuell bei 96,1, wie Teneriffa News berichtet. Um die Fallzahlen zu senken, gelten auf der spanischen Insel bereits seit dem 5. Dezember verschärfte Corona-Regeln. Diese äußern sich in Form von nächtlichen Ausgangssperren: Zwischen 23 und 6 Uhr dürfen die Menschen das Haus nicht mehr verlassen, zudem dürfen sich nur noch maximal vier Personen privat treffen. Der gemeinsame Besuch in Restaurants und Hotels ist ebenfalls vorerst auf vier Personen beschränkt. Auf den anderen Kanarischen Inseln sind derzeit noch acht Personen erlaubt.

Um die Ausbreitung des Coronavirus über die Ferien- und Weihnachtszeit einzudämmen, sollen zwischen dem 23. Dezember und 6. Januar zudem nächtliche Ausgangssperren zwischen 1 Uhr und 6 Uhr gelten – und zwar auf allen Inseln der Kanaren. Bei Familientreffen werden dann nur maximal sechs Personen erlaubt sein. Kinder bis sechs Jahren sind von der Regel ausgenommen.

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Kanaren erleichtern die Einreise für Touristen – auch Antigen-Tests erlaubt

Seit dem 14. November gelten verschärfte Einreise-Regeln für die Kanaren. Allerdings entpuppte sich die Lage mehr als verwirrend für Touristen: Nachdem zunächst sowohl PCR- als auch Antigen-Tests als Nachweis einer nicht vorhandenen Corona-Infektion erlaubt waren, hieß es ab dem 23. November jedoch, dass nur noch ein PCR-Test ausreichend sei.

Diese Regel sorgte umgehend für einen Einbruch bei den Buchungen – unter anderem bei der Hotelkette Rui, wie das Fachblatt fvw berichtete. „Wir hoffen, dass die spanische Regierung die Schnelltests wieder zulassen wird, um die Wintersaison, die noch einige Monate vor uns liegt, wieder aufnehmen zu können“, erklärte die Sprecherin der Riu-Kette, Yvonne Swiezawski, diesbezüglich.

Die PCR-Tests sind nämlich in der Regel teurer und Reisende müssen länger warten, bevor sie das Ergebnis erhalten. Die Antigen-Tests stellen hier eine schnellere Alternative dar. Das scheint nun auch der Präsident der Kanarischen Inseln Ángel Víctor Torres durchgesetzt zu haben: Laut Reise vor 9 hat er nun das entsprechende Dekret unterzeichnet, dass den Antigentest bei der Einreise wieder erlauben soll. Damit hat sich die Regionalregierung der Kanarischen Inseln gegenüber der spanischen Zentralregierung behauptet. Schon ab Donnerstag (10. Dezember) soll damit ein negativer Antigen-Test bei der Einreise genügen.

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Corona-Lage auf den Kanarischen Inseln: Aktuelle Regeln bei der Einreise

Derzeit ist Teneriffa mit 3.551 akuten Fällen von insgesamt 4.728 auf allen Inseln am stärksten vom Coronavirus betroffen, wie Teneriffa News berichtet. Weitere 1.047 aktive Fälle werden auf Gran Canaria verzeichnet. 70 sind es auf Lanzarote, 43 auf Fuerteventura, zehn auf La Gomera und sieben auf La Palma.

Bei der Einreise auf die Kanarischen Inseln ist ein negativer PCR- oder Antigen-Test vorzulegen. Die Durchführung des Tests darf laut Auswärtigem Amt nicht länger als 72 Stunden zurückliegen. Nach Möglichkeit soll er im Herkunftsland gemacht worden sein, doch es gibt auch Testmöglichkeiten in autorisierten Teststationen direkt im Anschluss an die Einreise. Die Kosten sind von der untersuchten Person zu tragen. Zudem hat man während des Aufenthalts in einem touristischen Beherbergungsbetrieb auf den Kanaren die Pflicht, die spanische Corona-App „Radar COVID“ zu aktivieren und diese frühestens 15 Tage nach der Rückkehr in die Heimat abzustellen. (fk) *Merkur.de und costanachrichten.com sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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