Spaziergänger entsetzt über jüngste Hinterlassenschaften in Prien

"Das war extrem" - Leere Flaschen, Scherben und Müll zeugen von "Saufgelage" im Eichental

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Im Eichental fand vor Kurzem ein extremes "Saufgelage" statt. 
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Prien am Chiemsee - Leere Bierflaschen, überfüllte Mülleimer, Abfall auf den Waldwegen - Prien ist vermutlich nicht die einzige Gemeinde in der Region, die mit den Folgen von "Saufgelagen" zurechtkommen muss. Dennoch: ein besonders gravierender Fall ereignete sich zuletzt im Eichental. 

Pfandflaschen im Wert von 25 Euro sammelten Spaziergänger im Eichental auf. 

Ein Priener Ehepaar wurde beim Spaziergang mit dem Hund im Eichental auf die Hinterlassenschaften eines "Saufgelages" aufmerksam. "Wir waren sehr entsetzt", schildert das Ehepaar der Redaktion die Situation des vergangenen Wochenendes: "Dass man häufiger in den Mülleimer des Eichentals leere Bier- oder Schnapsflaschen entdeckt, ist leider schon normal, aber das war extrem. Es ist natürlich verständlich, dass man die Parkanlage mit Freunden auch abends zu gemeinsamen Treffen nutzt - aber hierbei Scherben und den ganzen Müll zu hinterlassen ist für uns unverständlich."
Mithilfe von Passanten habe man die groben Verschmutzungen sogleich selbst beseitigt, wobei Pfandflaschen im Wert von 25 Euro abgegeben worden seien. Diese Menge lasse auf eine "sehr große Gruppe" Feiernder schließen.

Nachdem sie die Informationen und Beweisbilder der Verwaltung der Marktgemeinde Prien geschickt hatten, wurden deren Mitarbeiter unverzüglich aktiv: Die Hinterlassenschaften seien inzwischen voll und ganz entfernt worden, die Mülleimer geleert, bestätigt eine Mitarbeiterin der Verwaltung auf Nachfrage von rosenheim24.de. 

Negativ-Werbung für Tourismus-Region Chiemsee?

Martina Lehmann von der "Prien Marketing GmbH" bedauert solche Vorfälle, wie sie im Gespräch erklärt: "Prien ist in der Region sicherlich nicht die einzige Gemeinde, die sich hin und wieder mit solchen Fällen herumschlagen muss. Leider ist es in unserer Gesellschaft so, dass die Leute ihren Müll einfach liegen lassen in der Natur - auch für uns ist das sehr ärgerlich und die Beseitigung der Überreste der Feiern mit einem finanziellen Aufwand verbunden." 

Dass es der Touristik-Region rund um den Chiemsee schaden könne, das glaubt Lehmann hingegen nicht - zumal Fälle mit extremen Ausmaßen wie der letzte "nicht die Regel" seien. 

Des Weiteren seien viele Wanderer, Radler und Spaziergänger bereits wachsam, würden Verschmutzungen der Standorte zuverlässig melden oder auch selbst beseitigen. "Es funktioniert gut, dass die Leute sobald ihnen etwas auffällt, uns das auch mitteilen. Generell dürfen die Bürger Fotos und Informationen immer gerne an das Bürgerbüro der Gemeinde oder direkt an uns herantragen, damit wir uns auch gleich um die Beseitigung kümmern können", betont Lehmann. Das Eichental liegt im Priener Gemeindebereich und werde dementsprechend auch mit gereinigt. Den Fotos zufolge habe das aktuelle "Saufgelage" wohl an der "Trimm-Dich-Treppe" stattgefunden, wie Lehmann vermutet. 

Eine Chance, die Verursacher ausfindig zu machen, existiere Lehmann zufolge jedoch kaum. Man könne zwar Anzeigen gegen Unbekannt bei der Polizei stellen, "häufig aber verlaufen diese im Sand - auch im aktuellen Fall haben wir keine Spur, wer für das Ganze verantwortlich sein könnte." 

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mb

Quelle: rosenheim24.de

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