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DAX beschleunigt Abwärtsbewegung

Der DAX setzt derzeit angesichts des Dramas um Griechenland und der schwer kalkulierbaren Risiken seinen Negativtrend vor. Wie sollen Anleger reagieren?

Privatkundenberater Reinhard Ries

An den Aktienmärkten wird das Klima zunehmend rauer. Seitdem Mitte April der anhaltende Aufwärtstrend gekippt ist, zeigt die Chartkurve abwärts. Der DAX hat zuletzt seine Negativentwicklung fortgesetzt und ist unter die 200-Tage-Linie von 11.170 Punkten gerutscht. Diese Linie markierte das erste Konsolidierungstief von Anfang Mai und hatte dem Markt seitdem eine charttechnische Unterstützung geliefert.

Erklärungen für die Kursverluste bei fast allen heimischen Werten gibt es einige. Der wichtigste Grund für die Schwäche des heimischen Aktienmarktes dürfte das sich immer mehr zuspitzende Drama um Griechenland sein. Zum Ende der Vorwoche ist die griechische Regierung dem Internationalen Währungsfonds (IWF) eine eigentlich fällige Kreditrückzahlung in Höhe von 300 Millionen Euro schuldig geblieben. Ermöglicht wurde dies durch eine Sonderregelung, die es Griechenland ermöglicht, alle in einem Monat fälligen Rückzahlungen zum Monatsende zusammenfassen. Allerdings mit der Folge, dass Griechenland Ende Juni 1,6 Milliarden Euro zurückzahlen muss – eine Summe, die Griechenland aller Voraussicht nach nicht allein aufbringen kann.

Nach wie vor lehnt die griechische Regierung aber die Bedingungen der Kreditgeber unverändert ab, so dass die Uhr für einen Zahlungsausfall Griechenlands und damit wohl auch ein Ausscheiden aus der Eurozone (Grexit) vernehmlich tickt. Da die mit einem Ausscheiden Griechenlands verbundenen wirtschaftlichen und politischen Risiken schwer kalkulierbar sind, hat der DAX zuletzt seine Kursverluste fortgesetzt.

Eine weitere Belastung stellt die EWU-Schuldenkrise dar, auch wenn sie zuletzt etwas aus dem Fokus der Finanzmärkte geraten ist. Zwar lag das Haushaltsdefizit der Währungsunion im vergangenen Jahr mit 2,4 Prozent zum zweiten Mal in Folge unter der Maastricht-Grenze von 3,0 Prozent, aber leider nur im Durchschnittswert. Während Deutschland und einige kleine Länder deutlich unter der Maastricht-Grenze liegen, weisen Zypern, Spanien, Slowenien, Portugal, Irland, Frankreich und Griechenland zum Teil deutliche höhere Defizite aus. Aber auch die Betrachtung der Gesamtverschuldung im Euroraum gibt keinen Anlass zur Entwarnung. Im Gegenteil – für den gesamten Euroraum hat sich die Quote von 90,9 Prozent auf 91,9 Prozent erhöht und ist damit weit vom Maastricht-Zielwert von 60 Prozent entfernt.

Trotz der derzeit wenig erfreulichen Entwicklung hält die DZ Bank grundsätzlich an ihrem positiven DAX-Szenario mit einen Kursziel von 12.500 Punkten zum Jahresende fest. Auf kurze Sicht sind dagegen weitere Kurskorrekturen wahrscheinlicher als eine schnelle Erholung.

Da Anlage-Alternativen nach wie vor nicht in Sicht sind, bieten sich Direktanlagen oder Anlagen in Fonds mit dividendenstarken Titeln an. Durch eine Anspar-Optimierung, das heißt eine schrittweise Umschichtung von Zinsanlagen in Aktien- bzw. Fondsanlagen, kann das Kursrisiko zusätzlich reduziert werden.

Reinhard Ries

Privatkundenbetreuer

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