Tipps & Prognosen der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

Konsumfreude auf hohem Niveau

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Privatkundenbetreuer Johann Sailer

Im ersten Halbjahr 2015 sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland preisbereinigt so stark angestiegen, wie seit 15 Jahren nicht mehr. Mit einem Plus von zwei Prozent legte der private Konsum in den ersten sechs Monaten dieses Jahres doppelt so stark zu wie im Jahr 2014.

Nie zuvor gaben die privaten Haushalte in Deutschland mehr für ihren Konsum aus als heute. Doch was waren die Gründe und wie sehen die Perspektiven für das kommende Jahr aus?

Die positive Stimmung basierte vor allem auf der guten Einkommenssituation. Bei einem nominalen Lohnanstieg von 3,2 Prozent bleibt den deutschen Haushalten nach Abzug der Inflationsrate ein Kaufkraftzuwachs von 2,7 Prozent. So stark sind die Reallöhne seit mehr als sieben Jahren nicht mehr gestiegen. Diese Einkommensentwicklung wird zudem durch eine gute Beschäftigungslage gestützt.

Daneben lassen die derzeit sehr niedrigen Zinsen eine Geldanlage unattraktiv erscheinen und stärken so zusätzlich die Konsumneigung.

Einzelhandel profitiert von Unterhaltungselektronik und Computern

Privatkundenbetreuer Johann Sailer

Für den Einzelhandel ist der kräftige Anstieg des privaten Konsums eine gute Nachricht. Besonders profitieren konnte der Handel mit Unterhaltungselektronik und Computern. Auch für Möbel wurde wieder mehr Geld ausgegeben. Nach einem guten Jahr 2015 dürfte sich die Lage im Einzelhandel nicht zuletzt durch die hohe Zuwanderung von Migranten und Flüchtlingen ähnlich positiv entwickeln, auch wenn dieser Effekt sich derzeit kaum genauer abschätzen lässt.

Attraktive Ausschüttungen bei Aktien und Aktienfonds

Für Geldanleger gilt unverändert, dass Aktien und Aktienfonds im Vergleich zu anderen Anlagen attraktive Ausschüttungen bieten. An den Aktienmärkten stand die Vorwoche im Zeichen einer stetigen Erholungsbewegung, die den DAX zeitweise fast wieder auf die Marke von 10.200 Punkten hievte. Haupttreiber für den DAX und andere Börsenbarometer war die Hoffnung, dass die US-Notenbank (FED) ihre Zinswende nach hinten schieben könnte. Auch eine mögliche Ausweitung der Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) verstärkte zusätzlich die Markteinschätzung, dass die vom billigen Geld getriebene Aktienparty vielleicht doch weitergehen könne.

Allerdings ist der für August gemeldete deutsche Exporteinbruch um 5,2 Prozent ein nicht zu übersehendes Warnsignal. Das Aktienresearch der DZ Bank rechnet daher nicht mehr mit einer Jahresendrallye, sondern sieht den DAX zum Jahresende bei 9.800 Punkten. Daran gemessen haben Aktienkäufe derzeit keine Eile. Bei neuen Rückschlägen raten die Analysten aber weiterhin zum Kauf, denn auf längere Sicht haben positive Argumente vor allem für europäische Aktien ihrer Meinung nach Bestand, zumal einen Abkehr der EZB von ihrer Niedrigzinspolitik und damit ein Anstieg des Zinsniveaus in Deutschland in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist.

Johann Sailer

Privatkundenbetreuer

Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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