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Neue Wege in der Kapitalanlage erforderlich

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Viele klassische Wege der Kapitalanlage funktionieren nicht mehr. Aktien und Immobilien sind mehr denn je unverzichtbare Renditebausteine. Attraktive Anlagechancen finden sich bei europäischen Aktien.

Nach einem starken Jahresbeginn haben die Kursschwankungen an den Kapitalmärkten im Zuge der Griechenlandkrise zuletzt deutlich zugenommen - und zwar nicht nur bei Aktien. Der Kurs der zehnjährigen Bundesanleihe schwankte zuletzt fast so stark wie der DAX. Auch für das zweite Halbjahr wird mit einem schwankungsanfälligen Umfeld gerechnet. Nachdem der Grexit in letzter Sekunde abgewendet werden konnte, sorgen nun die Kapitalmarktturbulenzen in China und die bevorstehende Zinswende in den USA für Verunsicherung.

Optimistischer Ausblick ins zweite Halbjahr

Die Fundamentaldaten sind deutlich besser als die durch Griechenland zuletzt getrübte Stimmung vermuten lässt. Ein wesentlicher Grund für den Optimismus ist der Zustand der Weltwirtschaft, die sich – trotz diverser Störfeuer – weiter auf Wachstumskurs befindet. So wird in den USA ein durch den Konsum getragenes Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent erwartet. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihren Andeutungen Taten folgen lässt und die Zinsen ab September regelmäßig – wenn auch in kleinen Schritten – erhöht.

Privatkundenbetreuerin Harika Schuhbeck

In der Eurozone wird mit einem Wachstum von 1,4 Prozent gerechnet. Erstmals seit Langem ziehen die Investitionen in der Eurozone wieder an. Anders als in den USA ist hier nicht allein der Konsum für das Wachstum verantwortlich. Auswirkungen der Kapitalmarktturbulenzen in China auf die weltweite Volkswirtschaft sind zwar möglich, die Ansteckungsgefahren sollten sich allerdings in Grenzen halten.

Vom Niedrigzins- zum Niedrigrenditeumfeld

An den Rentenmärkten ist mit einer moderaten Fortsetzung des Trends zu höheren Renditen zu rechnen. Die Inflationsraten in der Eurozone werden im zweiten Halbjahr abermals leicht steigen, die Deflationssorgen dürften damit vom Tisch sein. Außerdem können höhere Zinsen in den USA auch hierzulande die Renditen nach oben ziehen. Dennoch ist, zumindest in der Eurozone, kein Ende des Niedrigzinsumfelds in Sicht. Rentenanleger stecken weiter in einem Dilemma und müssen sich neu orientieren. Es kommt verstärkt darauf an, abseits bekannter Wege nach Alternativen Ausschau zu halten. An der Internationalisierung der Rentenanlage führt kein Weg mehr vorbei. Regionale Zinsunterschiede sind auch nach Wechselkurssicherung vielfach noch attraktiv.

Aktien mehr denn je unverzichtbare Renditebausteine

Attraktive Anlagechancen finden sich bei europäischen Aktien. Bei den Gewinnen der europäischen Unternehmen werden positive Überraschungen erwartet. Die vergangene Berichtssaison war schon ein Schritt in die richtige Richtung. Im zweiten Halbjahr werden wir feststellen, dass die Analysten die Effekte des schwachen Euro in ihren Schätzungen noch nicht vollständig berücksichtigt haben. Es wird in der Eurozone mit einem zweistelligen Gewinnwachstum gerechnet. Die Kursentwicklung wird zwar holpriger sein als noch zu Beginn des Jahres, doch nach der durch die Griechenlandkrise ausgelösten, überfälligen Korrektur lohnt sich ein Einstieg wieder. Die Griechenlandkrise war für die Anleger ein guter Grund, Gewinne mitzunehmen. Insgesamt führt der Weg am Aktienmarkt, insbesondere in der Eurozone, nach oben.

Allgemein wird künftig mit geringeren Renditen gerechnet, nicht nur bei Rentenpapieren. Die Zinsen sind nicht nur wegen der expansiven Notenbankpolitik niedrig – das hat auch strukturelle Gründe. Dabei spielen auch Aspekte wie die demografische Entwicklung, das Auslaufen des Rohstoffbooms und geopolitische Krisen eine Rolle. Da der Wachstumspfad in der Welt nach der Finanzmarktkrise flacher geworden ist, wird weiterhin viel mehr gespart als investiert. Dies begründet den längerfristigen Trend zu niedrigeren Renditen. Viele klassische Wege der Kapitalanlage funktionieren unter diesen Rahmenbedingungen nicht mehr. Anleger müssen sich daher nach neuen Wegen zu mehr Rendite umschauen. Es gibt weiter Chancen an den Kapitalmärkten, aber die Zeit der einfachen Lösungen ist vorbei. Der Schlüssel zum Anlageerfolg liegt künftig in der Bereitschaft, die Anlagen breiter zu streuen und dabei überschaubare Risiken einzugehen.

Harika Schuhbeck

Privatkundenbetreuerin

Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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