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Trendwende bei den Immobilienzinsen?

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Nach der langjährigen Niedrigzinsphase mussten Kreditnehmer erstmals seit langer Zeit einer Steigerung der Zinsen bei Baukrediten ins Auge sehen. Doch muss man deswegen bereits um eine Zinswende bangen?

Baufinanzierungsspezialist Florian Seehuber

Seit längerer Zeit leben wir in einer Niedrigzinsphase, von der Kreditnehmer, vor allem Bauherren, profitieren. Jetzt mussten Kreditnehmer erstmals seit langem sehen, dass Zinsen für Baukredite auch wieder steigen können. Um mehr als ein Viertelprozent sind die Sätze für Immobilienfinanzierungen mit zehnjähriger Laufzeit seit Ende April im Durchschnitt angestiegen. Viele Bauwillige, aber auch Bauherren, deren Festzinsvereinbarung in den nächsten Monaten und Jahren ausläuft, fragen sich, ob das schon eine Zinswende ist und ob sie sich gegen steigende Zinsen absichern müssen.

Pauschal lässt sich diese Frage sicher nicht beantworten. Vieles deutet aber darauf hin, dass der kleine Ausschlag nach oben noch keine Trendwende bei den Bauzinsen einläutet. Dazu müsste die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Kurs der lockeren Geldpolitik dramatisch ändern. Im Gegenteil: Das gigantische Anleihe-Kaufprogramm soll in den nächsten Wochen noch verstärkt werden, um die nachfrageschwachen Sommermonate auszugleichen und so die gesamte Aktion zu stützen. Auch wenn sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum im ersten Quartal 2015 mit einer Zuwachsrate von 0,4 Prozent weiter gefestigt hat, kann von einem Heißlaufen der Konjunktur noch keine Rede sein. Dies wäre aber eine wesentliche Voraussetzung, die die EZB veranlassen würde, das Wachstum mit höheren Zinsen zu bremsen. Davon sind wir aber aktuell noch weit entfernt. Auch sind die Renditen der Bundesanleihen nach ihrem Sprung von 0,1 Prozent auf mehr als 0,75 Prozent wieder um mehr als 15 Basispunkte zurückgefallen.

Unser Fazit: Es wird aller Voraussicht nach auch in naher Zukunft noch günstiges Baugeld geben. Allerdings kann es in den nächsten Monaten an den Zinsmärkten etwas turbulenter zugehen, als wir es von der jüngsten Vergangenheit gewohnt sind.

Unser Tipp: Wer aktuell zu den immer noch historisch niedrigen Zinsen finanziert, sollte einen höheren Tilgungsanteil einrechnen. Damit kommt es auch nach Ablauf der Festzinsvereinbarung bei dann eventuell höherem Zinsniveau nicht zu bösen Überraschungen.

Florian Seehuber

Baufinanzierungsspezialist

Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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