Fitness-Tipp: Volkskrankheit Magnesiummangel

Fünf Gründe für eine ausreichende Magnesiumzufuhr 

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Rosenheim - Magnesiummangel ist neben dem Defizit an Vitamin D der zweithäufigste Mangel der ersten Welt. Dabei ist der Mineralstoff für uns Menschen essentiell und muss täglich zugeführt werden, da unser Körper Magnesium leider nicht selbst herstellen kann. 

Wir erklären Ihnen heute, warum eine ausreichende Magnesiumzufuhr so wichtig und sogar lebensnotwendig ist, welche Mangelerscheinungen ein Magnesiumdefizit mit sich bringt und wann es Sinn macht, das Spurenelement zusätzlich zu Ihrer Nahrung zu substituieren.


Magnesium als Helferlein in unserem Organismus

Stoffwechselaktivität und Stabilität der Zellen:

Magnesium findet sich in jeder Zelle, jedem Gewebe und jedem Organ unseres Körpers wieder. Das Mineral ist damit ein richtiger Allrounder unseres Lebens, ohne den ein Überleben überhaupt nicht möglich wäre – geschweige denn ein aufrechter Stand. Denn Magnesium ist z.B. Bestandteil von Zellmembranen und Membranpumpen, in denen es der Stabilität von Membranen und Eiweißen dient. Daher der erste Bonus des Magnesiums: Stoffwechselaktivität und Stabilität der Zellen.


Ohne Magnesium keine Bewegung: 

Auch jegliche Form der Bewegung und Aktivität könnte ohne das Mineral nicht stattfinden. Unsere Zellen brauchen Magnesium zur Freisetzung bestimmter Hormone und Botenstoffe, wodurch es mitverantwortlich ist für die Erregungsleitung an Nerven- und Muskelzellen. In den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen, ist Magnesium ebenfalls auffindbar. Hier ist es als Bestandteil des hoch energetischen Mg-ATP (Magnesium-Adenosintriphosphat) bei der Energiegewinnung beteiligt und somit notwendig für eine vitale Muskelfunktion. Bonus 2: Aktivität und Bewegung!

Entspannung: 

Und wo wir schon bei der Muskelfunktion sind: Magnesium kann nicht nur Anspannung, sondern auch Entspannung! Denn das Mineral wirkt als natürlicher Gegenspieler von Calcium und hemmt somit den Einstrom von Calcium in die Muskelzellen. Über verschiedenste Hemmungsprozesse wird so die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven reduziert und der Energieverbrauch sowie der Gefäßtonus werden gesenkt. Magnesium kann so helfen, auch den Blutdruck zu senken und die Schlafqualität zu verbessern. Nutzen Nummer 3 also: Entspannung!

Herzgesundheit: 

Von einer ausreichenden Magnesium Zufuhr profitiert auch unser Herz. Nicht nur die Verringerung des Blutdrucks (s.o.) trägt zur Gesundheit unseres kardialen Systems bei, auch eine reduzierte arterielle Steifigkeit kann durch Magnesium unterstützt werden. An dieser Stelle ist jedoch zu erwähnen, dass Magnesium keinesfalls als Ersatz für Herzmedikamente zu sehen ist! Aber, Vorteil Nummer 4: Magnesium kann positiv Einfluss auf unsere Herzgesundheit nehmen (vor allem präventiv).

Zuckerstoffwechsel: 

Auch bezüglich des Zuckerstoffwechsels gibt es Studien, die einen Einfluss von Magnesium auf die Insulinsensitivität und somit den Blutzuckerspiegel belegen. Insulin hat in unserem Körper die Aufgabe, den aus der Nahrung gewonnenen Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt. Den Studien zufolge wird genau dieser Glukosemetabolismus durch Magnesium unterstützt. Bonus Nummer 5: Magnesium kann helfen, die Insulinsensitivität zu steigern und somit den Blutzuckerspiegel zu senken. Dieser Effekt zeigte sich jedoch hauptsächlich bei Diabetes Patienten oder Probanden, die bereits einen gestörten Zuckerstoffwechsel aufwiesen. Bei normoglykämischen Personen (Personen mit Blutzuckerwerten innerhalb der Norm) war der Einfluss von Magnesium auf die Insulinaktivität nicht signifikant.

Wie Sie einen Magnesiummangel erkennen können

Wie bereits erwähnt, ist Magnesium neben Vitamin D die zweithäufigste Mangelware unseres Körpers. Und wie so oft, gibt es auch bei Magnesiummangel nicht nur ein Anzeichen, das darauf hinweist, dass unser Körper nach dem Mineral verlangt.

Wissenswertes rund um den Stoffwechsel finden Sie auch unter original-bootcamp.com.

Die Top 5 der Symptome Muskelkrämpfe und Verspannungen 

Das wohl bekannteste Anzeichen für zu wenig Magnesium sind häufig auftretende Verspannungen und Muskelkrämpfe. Überwiegt Calcium deutlich gegenüber Magnesium, können oben geschilderte Hemmungsprozesse (Entspannung) nur vermindert stattfinden und unsere Muskeln und Nerven befinden sich verstärkt in einem Erregungszustand. Was wir sicher alle kennen, ist das lästige Zucken eines Augenlides, das uns auf der Arbeit ablenkt und uns dazu bringt, einen Finger auf’s Auge zu drücken. Dieses Lidzucken könnte durch Magnesiummangel bedingt sein.

Ständige Müdigkeit und verminderte Belastungsfähigkeit 

Ohne Magnesium können keine energetischen Prozesse stattfinden. Bei einem Mangel des Minerals steht unseren Zellen zu wenig Kraftstoff (Mg-ATP) zur Verfügung, uns fehlt schlichtweg die Energie. Physische und psychische Müdigkeit sind die Folge, wir fühlen uns schlapp und antriebslos.

Übermäßiges Kälteempfinden 

Die beschriebene Müdigkeit ist ein typisches Symptom für einen Magnesiummangel. Gleichzeitig drosselt der Körper bei Müdigkeit den Stoffwechsel (da er sich auf die - so denkt er - bevorstehende Schlafphase einstellt), die Körpertemperatur sinkt. In diesem Stadium nehmen wir äußere Kälte viel intensiver wahr und uns wird dadurch schneller kalt.

Gereiztheit und Stressempfindlichkeit 

In unseren Nervenbahnen dämpft Magnesium eine übermäßige Erregung. Stehen wir nun unter Stress, verliert unser Körper Magnesium. Durch die erhöhte Adrenalinausschüttung in Stresssituationen erhöhen sich Muskeltonus und Blutdruck. Das Blut wird schneller durch unseren Körper gepumpt, wir sind konzentrierter und handlungsfähiger, aber auch gereizter – wir fühlen uns so richtig schön gestresst und sind schnell genervt. Zusätzlich wird das Stresshormon Glukokortikoid ausgeschüttet, was die Zellen anregt, Magnesium zunehmend durch Calcium auszutauschen. Was dann passiert, haben Sie oben schon gelesen: die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven wird gesteigert. Doch wo geht das Magnesium nun verloren? Das durch Calcium ausgetauschte Magnesium gelangt in die Blutbahn und wird von der Niere mit dem Urin ausgeschieden. Das Ganze kann übrigens auch zu Schlafstörungen und Kopfschmerzen, bis hin zu Migräneattacken führen.

Brüchige Knochen 

Was viele nicht wissen (nicht ganz unverständlich, schließlich hat uns die Fruchtzwerge-Werbung mit ihrem Slogan „Vitamin D und Calcium für gesunde Knochen“ jahrelang nicht die ganze Wahrheit erzählt): Nicht nur Calcium ist wichtig für den Erhalt gesunder Knochen, sondern auch Magnesium! In der Tat sind unsere Knochen sogar unser größter Magnesiumspeicher, sie enthalten rund 60% des Gesamtanteils Magnesium (39% in Organen und Muskeln, 1 % im Blut). Unser Skelett fungiert quasi als Vorratskammer: Führen wir dem Körper zu wenig Magnesium zu, setzt er Magnesium aus den Knochen frei. Hält dies zu lange an, wird die Knochenmatrix Stück für Stück poröser.

Ist die Magnesiumzufuhr über eine ausgewogene Ernährung ausreichend?

Egal in welche Apotheke oder in welchen Drogeriemarkt man geht, überall lachen einem glückliche Menschen auf Magnesiumpackungen zu, die einem das Bild vermitteln: Gesund bist du nur mit unserem Produkt! Sogar in Supermärkten auf dem Weg zur Kasse finden wir ein Regal mit mindestens zwei verschiedenen Versionen des Minerals. Die Idee, Magnesium substituieren zu müssen, kommt daher, dass uns kein Nahrungsmittel auf einen Schlag mit genügend Magnesium versorgen kann. Anders als unsere Vitaminspeicher, welche relativ einfach durch bestimmte Nahrungsmittel gefüllt werden können (z.B. Obst), findet man in der Natur keine Nahrungsquelle, die wirklich reich an Magnesium ist. Während eine gute Vitamin Quelle mit einem Mal bis zu 40% unseres Tagesbedarfs decken, deckt eine gute Magnesiumquelle lediglich 15-20% unseres Tagesbedarfs ab. Hinzu kommt, dass die meisten von uns solche guten Magnesiumquellen zu wenig konsumieren - die wenigsten würden auf die Idee kommen, 100g Chia Samen oder sechs Bananen zu essen (zumal die empfohlene Tagesmenge an Chia Samen auf 25g beschränkt ist und 6 Bananen unserem Körper auch viel zu viel Zucker zuführen würden).

Die empfohlene Tagesdosis Magniesum 

Empfohlen wird eine tägliche Aufnahme von 300-450mg Magnesium. Und wie immer in Supplement-Entscheidungen gilt auch hier: so natürlich wie möglich! Jedoch wird es immer mal die Situation geben, in der man es nicht schafft, genug von dem Spurenelement zu sich zu nehmen. Bevor Sie jedoch blind ins Supplement Regal greifen, sollten Sie sich sicher sein, dass Sie auch wirklich ein Defizit zu beseitigen haben. Hier kann Ihnen ein Besuch beim Arzt helfen. Durch eine einfache Blutabnahme stellt der Arzt fest, ob eine Unterversorgung vorliegt. Falls Sie dafür nicht zum Arzt gehen möchten, können Sie natürlich auch einfach selbst prüfen, ob die Nahrungsmittel, die Sie so an einem normalen Tag konsumieren, für Sie ausreichende Magnesiumquellen darstellen. Hier hilft euch ein Blick auf die Nährstofftabelle. Aber: Auf den Packungen wird Magnesium meist nicht aufgeführt, hier muss also das Internet für die weitere Recherche her.

So durchblicken Sie das große Angebot an Magnesiumpräparaten 

Magnesium-L-Threonat, Magnesiumoxid, Magnesiumchlorid, Magnesiumcitrat, Magnesiumsulfat, Magnesiumaspartat. Im Handel finden Sie ein riesengroßes Angebot an verschiedensten Präparaten und die gerade genannten stellen dabei nur einige Beispiele dar. Doch welches ist das Beste? Wichtig zu wissen ist: Bei Einnahme dieser Supplemente wirkt auf uns nicht nur das Magnesium, sondern auch die Wirkung des Substrates, an das das Magnesium gebunden ist. Generell kann man jedoch sagen: Mit jeder Form von Magnesium kann ein Eisenmangel behoben werden, der Unterschied liegt hauptsächlich in der Bioverfügbarkeit (wie gut Ihr Organismus das enthaltene Magnesium aufnehmen kann). Egal für welches Präparat Sie sich entscheiden: Achten auf die Konzentration und Menge! Auch wenn eine Hypermagnesiämie (Magnesiumüberschuss im Blut) über den oralen Weg im Regelfall nicht eintritt - das Überangebot wird auf großem und kleinem Wege ausgeschieden - kann eine Überdosierung vor allem bei Personen mit Nierenschwächen zu Problemen führen.

Klartext Magnesiumpräparate: Ja oder nein? 

Abschließend ist zu sagen, dass es in einigen Situationen sinnvoll sein kann, Magnesium in Form von Präparaten zusätzlich zur täglichen Ernährung aufzunehmen. Vor allem dann, wenn bereits ein starker Mangel auszugleichen ist oder eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung nicht gelingt. Da Natürlichkeit am Ende aber immer die beste Wahl ist, kommen nach den 5 Gründen für eine ausreichende Magnesiumzufuhr und den Top 5 Mangelerscheinungen hier die 5 Helden der Magnesiumquellen:

1. 100g Weizenkleie: 590mg Magnesium 

2. 100g Kürbiskerne: 400mg Magnesium 

3. 100g Sonnenblumenkerne: 395mg Magnesium 

4. 100g Sesam: 347mg Magnesium 

5. 100g Leinsamen: 350mg Magnesium 

6. 100g Soja: 280mg Magnesium 

7. 100g Haselnüsse: 260mg Magnesium 

8. 100g Erdnüsse: 168mg Magnesium 

9. 100g Magnesiumreiches Minaralwasser: 120-200mg Magnesium 

10. 100g Spinat: 79mg Magnesium

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Original Bootcamp

Quelle: rosenheim24.de

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