Fitness-Tipp: Sind grüne Smoothies gesund?

Nur ein kurzer Trend oder ein nachhaltiger Gesundheitsbooster?

So gesund sind grüne Smoothies tatsächlich.
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Voll im Trend: Grüne Smoothies gelten als echte Gesundheits-Getränke. Aber sind sie wirklich so gut, wie wir denken?

Rosenheim - Grüne Smoothies liegen voll im Trend. Die Gemüse-Frucht-Cocktails sollen echte Vitalstoffbomben sein. Trotzdem gilt es, einiges zu beachten, damit Sie nicht in die "Kalorienfalle" tappen. Was genau, lesen Sie hier: 

Bereits die Comichelden unserer Jugend haben es uns vorgemacht: Wann immer Gefahr drohte, rührte der langbärtige Druide Miraculix seinen aus grünen Blättern und Kräutern bestehenden Zaubertrank an, um sein unnachgiebiges gallisches Dorf im Kampf gegen die Römer mit magischen Kräften zu versorgen. Auch Popeye der Seemann griff auf die bewährte Dose Spinat zurück, um seine Bizepse wachsen zu lassen.


Doch trotz der lobenswerten Vorreiterrolle unserer fiktiven Kindheitshelden kam der Mensch erst vor wenigen Jahren auf die glorreiche Idee, grüne Blätter und grünes Gemüse in flüssiger Form auch im Alltag zu sich zu nehmen. S omit wurde das Ganze alltagstauglich und salonfähig.

Hierbei geht es allerdings weniger um die reine Muskelkraft, als viel mehr um die Gesundheit an sich, die die kleinen grünen Helfer fördern sollen. In den letzten Jahren erlebt der Obst- und Gemüsecocktail einen unvergleichbaren Hype in der Fitness- und Gesundheitsszene. Wir nehmen das Ganze für Sie hier einmal genauer unter die Lupe.


Was genau sind „grüne Smoothies“ eigentlich genau?

Ein Smoothie hat eine weiche, sämige Konsistenz, ist ein Mix aus viel Obst und Gemüse und hat deshalb viele gute Vitamine und Vitalstoffe. So oder so ähnlich überliefern Modezeitschriften und Lifestyle-Shows die Geschichte des sagenumwobenen grünen Smoothies. In allen gängigen Büchern und auf allen relevanten Internetseiten wird meist ein 50/50- oder 60/40-Mix vorgeschlagen. Folgende Zutaten werden zur Herstellung benötigt:

  • Frisches Obst (meist Äpfel, Birnen, Bananen, Orangen, Kiwis)
  • Vorwiegend grünes Gemüse und Kräuter (meist Spinat, Feldsalat, Wildkräuter, Karottengrün, Avocado)
  • Optional: Gewürze (Zimt, Curry, Chili), Ingwer, Vanilleschoten, Bitterschokolade, Proteinpulver
  • Einen Mixer (am Besten mit einer Leistung von mindestens 25.000 Umdrehungen)

Um die grünen Smoothies auch sättigend zu machen, kann man zum Beispiel Proteine und Fette dazugeben, die eine längere Verweildauer im Magen- /Darmtrakt haben und unseren Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen lassen. Hier empfiehlt es sich beispielsweise mit etwas Proteinpulver (zum Beispiel aus Hanf) oder Avocado als Zusatz zu arbeiten. 

Außerdem gehören die Vitamine A, D, E und K zu den fettlöslichen Vitaminen, die Fett als Transportmedium im Körper benötigen. Durch eine möglichst hohe Umdrehungs- oder PS-Zahl des Mixermotors werden die Zellwände am effektivsten durchbrochen und in ihre natürlichste Form - ähnlich denen der menschlichen Zellen - zersetzt.

Außerdem können damit auch problemlos Nüsse oder Beeren ohne Rückstände zerkleinert werden, was zu einem deutlich angenehmeren Trinkgefühl führt. Denn bei Mixern mit geringer Dreh- und Klingenanzahl im Behälter entsteht häufig ein faseriger und nicht wirklich „smoother“ Mix.

Der Zellstoff muss durchbrochen werden, um Vitalstoffe freizusetzen

Wir haben uns angewöhnt, alles zu kochen, was wir nicht besonders gut vertragen. Beim ersten Hinsehen macht das durchaus Sinn, der Zellschutz der Pflanzen wird schließlich aufgebrochen und es führt zu einer besseren Verträglichkeit und weniger Aufblähen. Zum Beispiel beim Verzehr von diversen Kohlsorten.

Da wir jedoch durch Erhitzen jenseits der 42-Grad-Marke eine Menge der wertvollen Vitalstoffe (Vitamine und Spurenelemente) kaputt machen, versuchen wir andere Wege zu finden, um an das geschützte und gesunde Innenleben heranzukommen. 

Auch durch die Nutzung von Essig und Öl oder unseres Kaumechanismus können im Darm nur ein Bruchteil der Vitalstoffe aufgenommen werden. Deshalb nutzen wir als Helfer einen Mixer, der als „Zellwandbrecher“ zum Einsatz kommt.

Wer nur ein bis zweimal die Woche einen grünen Smoothie mischt und sich bei den Basic-Zutaten, wie Spinat und Feldsalat bedient, kann auch weiterhin seinen alten Küchenmixer nutzen. Kommt es jedoch zu einer täglichen Nutzung, auch mit hartfaserigen Zutaten wie Nüssen oder Beeren, ist ein Hochleistungsmixer mit 28.000-36.000 Umdrehungen pro Minute zu empfehlen.

Darum sollten Sie grüne Smoothies trinken

Reicht nicht der tägliche Genuss eines Apfels, einer Banane und einem kleinen Salat als Beilage am Abend? Laut WHO (World Health Organisation) genügt das leider nicht, sie spricht von fünf Portionen Obst und Gemüse, die ein durchschnittlicher Erdenbürger täglich konsumieren sollte. 

Mehr Informationen rund um die grünen Smoothies finden Sie unter original-bootcamp.com.

Wenn man bedenkt, dass wir vor vielen Millionen Jahren von den Primaten abstammten und unser Genmaterial immer noch zu 98 Prozent übereinstimmt, ähnelt unsere Ernährungsweise nicht mehr wirklich deren ursprünglichem Essverhalten. Fertiggerichte auf Basis von nährstoffarmen und verarbeiteten Lebensmitteln wie Nudeln, Reis und Brot sowie Süßigkeiten in allen Variationen haben natürliche, unverarbeitete Lebensmittel, wie Gemüse und Obst lange verdrängt.

Dafür sind sie aus den Ernährungsplänen des Menschen nicht mehr wegzudenken. Weil dies aber teilweise aufwendig in der Zubereitung ist, greifen viele lieber zur Schokoschnitte oder zum gezuckerten Fruchtjogurt als Zwischenmahlzeit.

Grüne Smoothies als Motivator mehr Gemüse und Obst zu essen

Der geringe zeitliche Aufwand ist wahrscheinlich der Grund, warum sich grüne Smoothies im Moment einer solchen Beliebtheit erfreuen. Man kann in kürzester Zeit und ohne großen Aufwand eine Menge Gemüse trinken oder überall in einer handlichen Flasche mit hinnehmen. 

Erst alles zu kochen oder als Rohkost zu schnippeln dauert zum Einen länger, zum Anderen vertragen viele Menschen Rohkost nicht gut und klagen über Verdauungsprobleme oder Völlegefühl. 

Wer also Probleme hat, auf die von der WHO empfohlenen fünf Portionen am Tag zu kommen, kann sich gerne als Motivation und sinnvolle Nahrungsergänzung über grüne Smoothies hermachen.

Vorsicht vor den Kalorien-Bomben aus den Supermärkten

Wenn wir uns die gängigen Smoothies aus den Supermärkten doch mal genauer anschauen, wird sehr schnell klar, dass hier größtenteils Obst verarbeitet wird und nur sehr wenig grünes Gemüse. Zudem sind diese meist mit gepressten Fruchtsäften gemischt, was die Kalorienmenge stark nach oben treibt. 

Der hohe Fruchtzuckeranteil (= Fructose) führt zu einem sehr schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Heißhungerattacken können dann nur schwer kontrolliert werden, da der Fruchtzucker sofort ins Blut gehen kann. Deshalb sollte man lieber einmal etwas mehr Geld für einen guten Mixer investieren, als im Supermarkt schlechte Qualität zu überhöhten Preisen einzukaufen.

Obst und Gemüse als Präventionsform für chronische Erkrankungen

Jahrzehntelange Untersuchungen zeigen klar die Vorteile auf, die der Verzehr von Obst und Gemüse mit sich bringt, wenn es um akute und chronische Erkrankungen geht. Eine Studie von Emiko Maeda der Portland State University aus dem Jahr 2013 untersuchte vier Wochen lang die Effekte des täglichen Trinkens eines grünen Smoothies auf den Blutdruck und die gesundheitsrelevante Lebensqualität. 

Es konnten zwar keine signifikanten Auswirkungen auf den Blutdruck festgestellt werden, jedoch auf den Bauchumfang, was gerade im Kampf gegen Übergewicht und Diabetes helfen könnte. Kritisch hinterfragen sollte man jedoch, ob es an den grünen Smoothies an sich lag oder einfach nur an dem Mehr an Obst und Gemüse, im Vergleich zum früheren Essverhalten, was die Teilnehmer in den vier Wochen zu sich nahmen. 

Außerdem weiß man nicht, ob die flüssige Form den Unterschied macht, oder ob der Verzehr an sich schon positive Auswirkungen gehabt hätte. Generell kann man allerdings sagen: Wer viel Obst und Gemüse isst, lebt gesünder.

Chlorophyll = Blattgrün = Sonnenenergie

Und wieder geht es zurück in die Kindheit, dieses Mal aber eher zu den Antihelden, unseren Lehrern. Blattgrün und Chlorophyll sind einige der ersten Worte, die wir im Sachkunde- oder Biologieunterricht in der Schule mit auf den Weg bekommen haben. Etwa, wenn es darum ging, Blätter zu sammeln, einzukleben, und wir uns dann wunderten, warum aus Grün urplötzlich Braun wurde.

Chlorophylle sind natürliche Farbstoffe, die vom Organismus gebildet werden und Fotosynthese betreiben. Mit Hilfe der Sonnenstrahlen wandeln sie Kohlenstoffdioxid und Wasser in Nährstoffe um. Wir tanken damit also Sonnenenergie. 

Gerade bei geringem Vitamin-D-Spiegel können sie eine wichtige Stütze im Kampf gegen Winterdepressionen sein, wenn man nicht gerade die wenigen Sonnenstrahlen auffängt, die uns die kalte Jahreszeit liefert. Es ähnelt zudem in starker Weise dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin, der zur Atmung notwendig ist.

Chlorophyll ist nur einer von vielen interessanten Mikronährstoffen, die grüne Pflanzen in sich tragen.

So gesund sind grüne Smoothies wirklich

Sind grüne Smoothies tatsächlich immer gesund?
 © Original Bootcamp
Sind grüne Smoothies tatsächlich immer gesund?
 © Original Bootcamp
Sind grüne Smoothies tatsächlich immer gesund?
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Sind grüne Smoothies tatsächlich immer gesund?
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Sind grüne Smoothies tatsächlich immer gesund?
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Sind grüne Smoothies tatsächlich immer gesund?
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Wann ist der Verzehr von grünen Smoothies nur eingeschränkt zu empfehlen und bedenklich?

Grünes Gemüse ist extrem reich an Vitamin K1, welches eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung spielt. Es ist an der Herstellung von Eiweißen beteiligt, die als Gerinnungsfaktoren dafür sorgen, dass Blutungen gestoppt werden. Durch die Verabreichung von Blutgerinnungshemmern, wie Marcumar und Falithrom, wird verhindert, dass die Gerinnungsfaktoren von ihrer inaktiven Vorstufe in ihre aktive Form umgewandelt werden und so das Risiko für ein Blutgerinnsel gesenkt. 

Durch eine extrem Vitamin K-reiche Ernährung, das übrigens auch in Quark, Schweinefleisch und Hühnchenfleisch in hohem Maße vorkommt, kann die Wirkung der Vitamin K-Antagonisten jedoch herabgesetzt werden. Was zu einem deutlich höheren Risiko vor allem für Menschen mit erhöhtem Thromboserisiko führen kann. Gleichzeitig hilft es aber bei Artherioklerose und Plaque, weshalb man auch nicht gänzlich darauf verzichten sollte.

Deshalb der Tipp (vor allem für Menschen, die Gerinnungshemmer einnehmen müssen): Sprechen Sie mit Ihrem Internisten Ihre Blutwerte durch und fragen Sie gezielt, ob bei Ihnen eine erhöhte Einnahme von Vitamin K eine Gefahr darstellt.

Was sollte man beachten?

  • Kein stärkehaltiges Gemüse (Wurzeln, Karotten, Rote Beete) mit Früchten mischen, da diese langkettig sind und der Verdauungsvorgang der Früchte aufgehalten wird, so kann es verstärkt zu Blähungen kommen.
  • Immer zu frischem und ungespritztem Obst und Gemüse greifen.
  • Nicht zu viele verschiedene Obstsorten gleichzeitig, da diese unterschiedlich lange Verweildauern im Magen haben.
  • Kein extrem faseriges Gemüse, wenn Sie keinen Hochleistungsmixer haben.
  • Langsam trinken und erst im Mund ein wenig spielen, damit Speichel und seine wichtigen Verdauungsenzyme dazukommen.

Rezepte:

Für Einsteiger: 

  • 1 Banane
  • 1 Apfel
  • 1 Hand voll Blattspinat
  • 1 Löffel Baobab Pulver
  • Mit gut ½ Liter Wasser auffüllen 

Für Fortgeschrittene: 

(Vorsicht, nicht wundern, wird leicht bräunlich durch die Himbeeren) 

  • 1 Hand voll Himbeeren
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 2 Hände voll Feldsalat
  • 1 Löffel Baobab Pulver
  • Mit ca ½ Liter Wasser auffüllen 

Für Profis:

  • 1 Banane
  • 1 Hand voll Grünkohl
  • 1 Hand voll Wirsingblätter
  • 1 Stückchen Chilischote 

Guten Appetit!!

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Quelle: rosenheim24.de

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