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Meinung

Bayern löst sich von der Inzidenz: Ein Schritt Richtung Normalität

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis

Das war fällig: Auch Bayern wagt nun einen weiteren Schritt in Richtung Corona-Normalität. Reinkommen soll künftig, wer geimpft, genesen oder getestet ist – ganz egal, wie hoch die Sieben-Tage-Inzidenz ist.

Das heißt: Auch hohe Inzidenzen lösen keine automatischen „Notbremsen“ mehr aus. Als Sicherheitsnetz soll nur noch ein neu zu fassender Indikator dienen, der Alarm schlägt, wenn den Kliniken die Überfüllung droht. Im Notfall könnten dann Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Kraft treten, die sich dann auch nicht mehr freitesten können.

Ist das schon der bayerische „Freedom Day“? Nicht ganz. Auf Tests und Masken will Bayern vorerst nicht verzichten, und das Konzept baut darauf, dass möglichst viele Menschen sich zur Impfung entschließen. Aber schon der Abschied vom Angstbarometer Sieben-Tage-Inzidenz sollte dazu beitragen, die zu oft von Panik getriebene Debatte zu versachlichen.

Wenn Covid zum Kinderschnupfen mutiert

Wenn das Virus nicht mehr in den vulnerablen Gruppen grassiert, sondern überwiegend unter Kindern und jungen Menschen, denen das Virus wenig anhaben kann, wenn Covid also zum Kinderschnupfen mutiert, dann ist die Sieben-Tage-Inzidenz kein geeignetes Kriterium zur Beurteilung des Pandemiegeschehens mehr.

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Das gilt umso mehr, als Studien ergeben haben, dass unter vermeintlichen Long-Covid-Symptomen Kinder, die die Erkrankung gar nicht durchlaufen haben, statistisch ebenso häufig leiden wie tatsächlich erkrankte Jugendliche. Nicht jeder Erschöpfungszustand bei Kindern ist gleich „Long Covid“. Manche versuchen der Gesellschaft mit dem Warnruf „Long Covid“ ja schon wieder neue Angst einzujagen und neue Maßnahmen zu begründen. Lassen wir uns davon bie nicht verrückt machen.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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