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„Viele Marken werden nicht überleben“

Bier: Erdinger-Brauerei erwartet drastische Preiserhöhung - Branche vor „radikalem Umbruch“?

Bier ist zu billig. Das meinen eine bekannte Brauerei und ein Verband. Hintergrund sind gestiegene Kosten. Steht die Branche vor einem radikalen Umbruch?

Kassel - Der Vertriebschef der Brauerei Erdinger Weißbräu hält Bier für zu billig. Das Getränk müsse teurer werden, sagte Josef Westermeier dem Nachrichtenportal t-online. Grund für die notwendige Preiserhöhung seien die explodierenden Energiekosten. „Theoretisch könnte ein Kasten Weißbier drei bis vier Euro teurer werden. Wann genau, ist offen“, sagte Westermeier. Letztlich entscheide der Handel, ob die Kunden tiefer in die Tasche greifen müssten.

Erdinger Weißbräu
SitzErdingen
Gründung1886
Gesamtabsatz 20201,5 Millionen Hektoliter

Die Preise für Bier seien in den vergangenen Jahren weniger gestiegen als für andere Produkte. „Schuhe, Autos und so weiter sind heutzutage aber viel teurer. Nur Lebensmittel und Bier kosten nahezu das Gleiche, sie sind viel zu günstig“, sagte Westermeier. „Wenn der Handel und die Kunden nicht verstehen, dass Bier auch etwas wert ist, wird es einen radikalen Umbruch in der Branche geben. Am Ende werde viele Biermarken nicht überleben“, sagte Westermeier. Schon die Corona-Krise hatte bei Brauereien in der Region Kassel für massive Einbrüche gesorgt.

Das Bierbrauen verbrauche viel Energie. Die gestiegenen Kosten seien „grausam, sie habe sich verdreifacht“. Bei einer Gaskrise im Zuge des Ukraine-Konflikts müsste das Familienunternehmen abwägen, was es noch produzieren könne - und was nicht. „Fassbier wäre am wenigsten gefährdet, das ist am wenigsten energieintensiv. Überspitzt ausgedrückt: Wir bräuchten eine Weißbier-Triage, eine Priorisierung bei den Absatzwegen“, sagte Westermeier. Die Brauereien müssten entscheiden, welcher Kunde wie viel Bier erhält - zum Vorteil für die treuesten Kunden.

Bier: Eine Brauerei erwartet eine massive Preiserhöhung (Symbolfoto).

Bier-Preis: Verband sieht Überleben der Branche gefährdet

Auch der Verband Privater Brauereien fordert ein Umdenken. „Der aktuelle Preis spiegelt den wahren Wert des Bieres bei Weitem nicht wider“, sagte Verbandsgeschäftsführer Roland Demleitner gegenüber t-online. „Der Bierpreis ist seit Jahren viel zu niedrig. Das muss sich ändern, um ein dauerhaftes Überleben der Branche zu sichern“.

Daher rechnet auch Demleitner mit steigenden Preisen. „Der Strompreis ist um bis zu 200 Prozent gestiegen, Verpackungen um 100 Prozent, bei Malz gibt es immer neue Rekordpreise“. Zwar akzeptierten Kunden bisweilen höhere Bierpreise. Denn viele Brauereien seien mit der Region verwurzelt. Es komme aber auf die Region und das Marktsegment an, wie lange die Situation durchgehalten werden könne. Er appellierte besonders an den Handel, künftig auf Sonderangebote zu verzichten. „Billiges Bier soll Kunden in die Supermärkte locken. Der Preis, den wir eigentlich erzielen müssten, ist so kaum durchsetzbar“, meint der Verbandsfunktionär. (Jan-Frederik Wendt)

Rubriklistenbild: © Bernd Weissbrod/dpa

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