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DHL auch betroffen

Deutsche Post: Große Änderung bei Zustellung von Paketen und Briefen

Postbote mit Paket vor Fahrzeug der Deutschen Post
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Die Deutsche Post will in Zukunft offenbar Briefe und Pakete gemeinsam an Adressaten zustellen.

Die Deutsche Post plant Änderungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen. Diese sollen künftig gemeinsam an Adressaten zugestellt werden. Auch die DHL ist davon betroffen.

Die Deutsche Post will in Zukunft offenbar Briefe und Pakete gemeinsam an Adressaten zustellen. Bisher lief beides hauptsächlich getrennt, doch Kunden und Kundinnen schreiben immer seltener Briefe. Deshalb erscheint es aus Sicht des Bonner Konzerns notwendig, beide Zustellungswege zusammenzulegen.

Ab dem Jahr 2025 sollen mindestens 75 Prozent der Pakete und Briefe in Deutschland zusammen zugestellt werden. Das berichtet die Welt am Sonntag unter Berufung auf den „Planungsleitfaden Zustellnetz der Zukunft“ der Post. Vor allem in Stadtrandgebieten soll künftig die Auslieferung von Briefen zu Fuß oder mit dem Fahrrad wegfallen.

Die sogenannte Verbundzustellung, bei der Briefe und Pakete gemeinsam an den Adressaten ausgeliefert werden, wurde von der Deutschen Post ab dem Jahre 2018 in Deutschland schrittweise eingeführt. Bis dahin war das Ausliefern von Paketen reine Aufgabe der DHL.

Während insbesondere Stadtrandgebiete langsam an die Verbundzustellung angebunden wurden, erfolgte die Auslieferung in Städten weiterhin hauptsächlich durch zwei unterschiedliche Zusteller.

Mehr Pakete und weniger Briefe – geplante Verbundzustellung ist unumgänglich

Dem Bericht der Welt am Sonntag zufolge würden heutzutage etwa die Hälfte der rund 120.000 Postzusteller in Deutschland bereits in der Verbundzustellung arbeiten. Der Rest verteile sich auf getrennt arbeitende DHL-Paketboten und Briefträger.

Grund für die schrittweise Zusammenlegung von Paket- und Briefsendungen sei das veränderte Nutzungsverhalten der Post-Kunden in Deutschland. Während 2010 rein rechnerisch noch 20 Briefe auf eine Paketsendung kamen, würden es im Jahr 2030 nur noch drei Briefe pro Paket sein.

Beschäftigte der Deutschen Post sorgen sich um Nachteile

Der Online-Handel ist in den vergangenen Jahren – vor allem in Zeiten von Corona – ordentlich gewachsen. Infolge hat der Versand von Paketen in Deutschland rasant zugenommen. Briefe hingegen schreibt heutzutage kaum noch jemand. Deshalb erscheint es aus Sicht der Deutschen Post wirtschaftlich notwendig, beide Zustellungswege auf Dauer zusammenzulegen.

Ungeachtet der wirtschaftlichen Vorteile für die Deutsche Post bringt die weitere Verbundzustellung jedoch nicht nur Vorteile. Vor allem für die Arbeitnehmer des Konzerns birgt die Umstellung auf eine Zusammenlegung der Arbeit massive Nachteile.

Deutsche Post: Personalabbau durch Änderung bei der Zustellung

So würde etwa die körperliche Belastung durch die zusätzliche Zustellung von Paketen deutlich ansteigen. Aber auch die „Sicherung von Vollzeitarbeitsplätzen in der Briefzustellung“ sei laut dem Schreiben der Post schwierig. Die Zukunftsängste der Beschäftigten seien deshalb groß.

„Natürlich führe das zu Einsparpotenzial“, sagt die Vorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV, Christina Dahlhaus. Arbeitsverdichtung, wie sie im Falle der Ausweitung der Verbundzustellung geplant sei, hätten bei der Post bisher immer zu Personalabbau geführt.

Die Deutsche Post hingegen bestreitet einen Personalabbau. Durch die Verbundausweitung würde sich die Anzahl der Beschäftigten nicht stark verändern, sagte ein Konzern-Sprecher der Welt am Sonntag.

Verbundzustellung machte Probleme beim Start

Insgesamt habe die Post in Deutschland 52.000 Briefzustellbezirke, wobei in 32.000 dieser Bezirke aktuell im Verbund zugestellt werde, berichtet die Kommunikationsgewerkschaft DPV in ihrem Magazin. In den übrigen 25.000 Gebieten liefern Beschäftigte aktuell entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Post aus. Sie sind zum Teil mit E-Bikes ausgestattet.

Für Kunden und Kundinnen soll die Verbundzustellung keine Nachteile bringen. In Bayern kam es bei ihrer gebietsweisen Einführung im Jahr 2018 jedoch zu Problemen bei der Zustellung von Briefen und Paketen. Wie nordbayern.de berichtete, sollen Briefkästen tagelang leer gewesen sein. Zusteller hätten sich erst an das neue System gewöhnen müssen, sodass sie ihre Tagesfuhre nicht schafften.

ID/red

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