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„Haben höchste Alarmstufe ausgelöst“

Erdbeben-Katastrophe in Türkei und Syrien: Mindestens 138 Tote und 500 Verletzte

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Streaming-Dienste

Bald Werbung bei Netflix? Streaming-Dienst kündigt neues Abo-Modell an

Nach kürzlich angekündigten Preiserhöhungen könnte es bei Streaminganbieter Netflix auch bald Werbung geben – wenn auch nur optional.

Los Gatos – Entspannt die Lieblingsserie schauen, ohne nervige Werbeunterbrechungen – für die meisten Kunden von Streaminganbietern ist das kein Problem. Bei Netflix könnte sich das schon bald ändern: Der Streaming-Riese plant jetzt, Werbung zu schalten. Der Grund: Schlechte Quartalszahlen.

Im ersten Quartal machte Netflix Abo-Verluste: Statt den angestrebten 2,5 Millionen neuen Abonnenten, kamen nur 500.000 neue dazu. Weil der Streaminganbieter wegen des Ukraine-Konflikts das Russland-Geschäft einstellte, gingen zusätzlich 700.000 Abos verloren. Kann Werbung da helfen?

Laut Netflix-Chef Reed Hastings schon: Bei günstigeren Abos könnten Werbe-Clips zwischengeschaltet werden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Das gab es bei Netflix noch nie, schließlich hätte Hastings bislang davon nichts gehalten. Für ihn sei die Einfachheit eines Abos immer noch das beste, aber: „Ich bin noch mehr ein Fan davon, den Verbrauchern eine Wahl zu bieten“, zitiert die dpa.

Umsatzeinbrüche bei Netflix: Erst kündigte der Streaming-Riese Preiserhöhungen an, jetzt soll auch noch Werbung dazu kommen.

Nach Umsatzeinbrüchen könnte es bald Werbung bei Netflix geben – das gefällt einigen Kunden nicht

Im Prinzip bleibt die Wahl auch bestehen: Wer keine Werbung auf Netflix sehen will, muss nur mehr zahlen – ein werbefreies Abo wird es weiterhin geben. In den sozialen Medien stößt das angepeilte Modell trotzdem auf Unverständnis. So schreibt ein Twitter-User zum Beispiel: Netflix verliert Kunden. Netflix will deshalb Werbung einführen. Sie wollen also noch mehr Kunden verlieren?“ Ein anderer schreibt: „Netflix und Werbung bedeutet das Ende von Netflix!“

Trotz allem würde man bei Netflix würde ein Abo-Modell mit Werbung nicht mehr grundsätzlich ablehnen. Wann das aber realisiert werden könne, sei noch nicht genau absehbar – etwa ein bis zwei Jahre könne es laut Hastings noch dauern. Das sind aber nicht die einzigen Pläne, die Netflix noch hat.

Werbung bei Netflix: Chef Reed Hastings ist eigentlich kein Fan von Werbung bei seiner Streaming-Plattform. (Archivfoto)

Viele Kunden teilen ihre Login-Daten mit Freunden oder Familienmitgliedern - zum Missfallen von Netflix. Laut dpa würden dies mehr als 100 Millionen Haushalte tun. Wer von wo aus auf die Streaming-Plattform zugreife, könne Netflix anhand der IP-Adressen feststellen. Zwar soll es weiterhin möglich sein, sein Abo zu teilen, jedoch gegen einen Aufpreis. Bis das realisiert werden könne, würde es aber noch etwa ein Jahr dauern. Erst kürzlich hat Netflix angekündigt, die Abopreise generell zu erhöhen: Vorerst traf das Kunden in den USA, Kanada, Großbritannien und Irland. Auch in Deutschland könnte das bald treffen, die aktuellen Abopreise daher im Überblick:

  • Netflix-Basis-Abo für 7,99 Euro im Monat: Auf einem Gerät kann Netflix genutzt werden, HD und Ultra-HD sind nicht verfügbar.
  • Netflix-Standard-Abo für 12,99 Euro im Monat: Zwei Geräte können gleichzeitig genutzt werden, HD ist verfügbar.
  • Netflix-Premium-Abo für 17,99 Euro im Monat: Auf vier Geräten kann gleichzeitig Netflix genutzt werden, HD und Ultra-HD sind verfügbar.
  • Es gibt keinen kostenlosen Probemonat mehr. (Quelle: netflix.com)

Preiserhöhung und Werbung bei Netflix geplant: Teil der Deutschen würden werbeunterstütztes Abo nutzen

Doch es gibt auch Menschen, die einem Netflix-Abo mit Werbung nicht abgeneigt sind. Laut dem Ergebnis einer Studie des AdTech-Unternehmens Trade Desk würden 25 Prozent der Deutschen ein günstigeres Streaming-Abo mit Werbung nutzen. In Großbritannien wäre das für 40 Prozent denkbar.

Noch vor etwa zwei Jahren steigerte Netflix seine Abozahlen: Als großer Gewinner der Corona-Pandemie gewann Netflix 37 Millionen neue Kunden im Jahr 2020 dazu. Doch nicht nur der Ukraine-Konflikt war für Netflix ein Problem, der Streaming-Anbieter hat in den vergangenen Jahren reichlich Konkurrenz bekommen. Disney, Amazon, Warners HBO Max und Apple bieten ebenfalls eine Streaming-Plattform an – vor allem Disney+ hat einige bekannte Filmreihen und Serien wie Star Wars und Marvel zu bieten. Die Auswahl ist mittlerweile also sehr groß, Netflix, Disney+ und Co bieten verschiedene Inhalte und Abos an. (Natascha Terjung)

Rubriklistenbild: © Stanislav Kogiku/Imago

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