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Internationale Beziehungen

Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

Von Nußdorf am Inn auf den Heuberg 

Ein familienfreundlicher Gipfel hoch über dem Inntal 

Eine unscheinbare Erhebung und dennoch viel besucht: Der 1.338 Meter hohe Heuberg-Gipfel.
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Eine unscheinbare Erhebung und dennoch viel besucht: Der 1.338 Meter hohe Heuberg-Gipfel.

Nußdorf am Inn – Jeden Freitag lest Ihr hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Wanderparkplatz Gammernwald auf den Heuberg. 

Der Heuberg: Ein mehrgipfliges Bergmassiv, das sich einerseits hoch über dem Inntal erhebt, andererseits dessen Beginn markiert. Außerdem ist es zusammen mit dem Kranzhorn die westliche Begrenzung der Chiemgauer Alpen. Wer ein gutes Auge hat, kann den Heuberg an schönen Tagen bereits von München aus erkennen, umgekehrt ist ein Blick in Richtung der Isarmetropole und ins Alpenvorland möglich. Das ist nur einer von vielen Gründen, warum der Heuberg ein lohnenswertes Ziel ist. Kommt mit auf den familienfreundlichen Tausender!  

Von Nußdorf am Inn auf den Heuberg

Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Über die Straße und die Brücke... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...erreichen wir den Wegweiser, welcher uns zweieinhalb Stunden Marsch prognostiziert. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Ein wenig geht es rechterhand des Steinbachs. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Rechts oder geradeaus ist egal... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...Hauptsache, wir gelangen an die Holzbrücke. Diese aber nicht überqueren... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...sondern über die Treppen die ersten Höhenmeter machen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Hier links abbiegen... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...dort rechts... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...und wir tauchen in den Bergwald ein. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Wir folgen dem Wegweiser nach links. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Hervorragend instandgehaltener Weg! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Weiter durch den Wald... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...bis wir an diese Straße gelangen. Hier links abbiegen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Eine Dreiviertelstunde nach Beginn unserer Tour erreichen wir die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Nun wird es steiler. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Wir folgen dem Straßenverlauf... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...unentwegt... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...bis mit der Kindlwand (1.228 Meter) der erste Gipfel des Heuberg-Massivs näherkommt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Zu dieser könnten wir nach rechts abbiegen. Allerdings ist die Kindlwand auch der schwierigste aller Gipfel. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Paar Kurven noch... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...und die Daffnerwald-Almen auf knapp über 1.000 Metern sind erreicht. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Die zwei höchsten Gipfel des Heubergstocks: Der Kitzstein (1.399 Meter) links und die schroffe Wasserwand (1.367 Meter) rechts. Der Heuberg selbst versteckt sich im Wald dazwischen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Vor der Lagler Hütte biegen wir rechts ab... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...und wechseln auf den Steig. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Mitte April 2022 ist der Krokus fast verblüht... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...je nach Witterung kann er aber noch prächtig blühen (Foto aus dem Jahr 2019).  © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Auf geht‘s zum letzten Steilanstieg... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...der vor Beginn des Waldes immer stärker mäandriert. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Obacht, Wurzeln! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Ein letztes Mal links abbiegen... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...und wir marschieren auf den Gipfel zu. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Berg Heil! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Von dort hat man einen tollen Blick zum Mangfallgebirge rüber und zum Inn hinunter... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
...sowie auf den Hausberg Kufsteins, den Pendling (1.563 Meter), dahinter die Kitzbüheler Alpen und noch weiter dahinter die Zillertaler Alpen, mit ihrer höchsten Erhebung, dem Hochfeiler (3.509 Meter, rechts) © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Etwas weiter links ist das Kranzhorn (1.366 Meter) zu sehen, dahinter die östlichen Zillertaler Alpen mit der gezackten Reichenspitzgruppe (3.303 Meter, rechts vom Horn), sowie links davon die „weltalte Majestät“, der Großvenediger (3.567 Meter), die hinter den Ausläufern des Zahmen Kaisers hervorspitzt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Gammernwald, der mitten in Nußdorf am Inn liegt.
Ein Blick nach Norden zeigt die Wasserwand (1.367 Meter) und Teile des Chiemsees. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick

Berg/Gipfel: Heuberg, 1.338 Meter, Chiemgauer Alpen 

Höhenmeter der Wanderung: Circa 900 Höhenmeter 

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Gammernwald, 83131 Nußdorf, kostenlos 

Gehzeit: Circa zwei bis zweidreiviertel Stunden 

Schwierigkeit: einfach 

Einkehrmöglichkeiten: Ristorante La Bottega (Pizzeria), Bäckerei Café Leitner (beide unweit des Ausgangspunkts), mehrere Gastronomiebetriebe im Bereich der Daffnerwald-Almen, 1.060 Meter 

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Festes Schuhwerk, gegebenenfalls Stöcke, ein wenig Trittsicherheit und Orientierungsvermögen 

Wann sollte man aufpassen? Die Westseite des Gipfels fällt ziemlich steil gen Inntal ab, Absturzgefahr! 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 5/5 Punkte: Wenig schwierig, verhältnismäßig kurz und knackig. Eine hervorragende Tour für Einsteiger! 

Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Betrachtet man die sanfte Kuppe des Heubergs allein, gibt es kaum einen familienfreundlicheren Berg in den Chiemgauer Alpen. Empfehlung geht raus. 

Für Hunde geeignet? 5/5: Auch Hundebesitzer kommen beim Marsch auf den Heuberg auf ihre Kosten, zieht sich der größte Teil des Weges durch den Wald. Dennoch sollte an ausreichend Wasser gedacht werden. 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 3/5 Punkte: Dadurch, dass die beiden höheren Gipfel des Heubergs, Kitzstein und Wasserwand, die Sicht einschränken, ist der Ausblick vom Heuberg nicht ganz so toll. Dennoch sind Teile des Chiemsees, der Chiemgauer Alpen, des Kaisers, der Hohen Tauern, Zillertaler Alpen und des Mangfallgebirges zu sehen.   

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Ein Berg für alle: Durch seine Kürze und seine geringe Schwierigkeit ist der Heuberg ein Berg, der Jung wie Alt empfohlen werden kann. 

Aussicht: Auch wenn die Aussicht nicht ganz so toll ist wie auf den beiden höheren, aber schwierigeren Nachbargipfeln, ist der Heuberg ein toller Aussichtsberg, von wo aus beispielsweise Wendelstein, Großvenediger und Hochfeiler betrachtet werden können. Absolutes Highlight ist allerdings der Tiefblick auf das Inntal, das 900 Meter weiter unten liegt. 

Krokusblüte im Frühling: Besonders im Frühling zwischen Mitte März und Mitte April ist der Heuberg ein absolutes Highlight für den Blumenfreund. Ab der Daffnerwaldalm erstrecken sich fußballfeldergroße Krokuswiesen und lassen das Terrain in weiß-violett erstrahlen. 

Für wen die Tour nix ist  

Durch seine leichte Erreichbarkeit ist der Heuberg ein Berg, der stark frequentiert ist. Zu keiner Zeit ist man deswegen alleine am Gipfel. Wer die Einsamkeit sucht, wird sie dort vergeblich finden. 

Und Gas! 

Wir starten unsere Tour am Wanderparkplatz Gammernwald, der sich mitten im Ort befindet. Von dort aus überqueren wir zuerst eine Straße, dann die Brücke über den Steinbach. Nur einen Katzensprung entfernt liegt eine Bäckerei, an der wir Proviant anlegen können, sofern wir das noch nicht getan haben. Unser Weg geht ein wenig rechterhand vom Steinbach in Richtung Heuberg, noch ist er fast ebenerdig. Dies ändert sich allerdings nach gut zehn Minuten, wenn wir eine Holzbrücke erreichen: Ab jetzt werden Höhenmeter gemacht! Weiterhin rechts vom Steinbach haltend geht es über die ersten Treppen nach oben. Nach diesen Treppen schlängeln wir uns noch kurz durchs Wohngebiet, dann tauchen wir in den Bergwald ein. Auch in diesem gibt es wieder die eine oder andere Treppe zu überwinden, alles in allem ist der Weg allerdings hervorragend instandgehalten! Doch nicht nur die Beschaffenheit des Weges macht den Aufstieg angenehm, eine sehr gute Beschilderung macht ein Verlaufen quasi unmöglich.  

Ein spätbarockes Kleinod: Die 1720 errichtete Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung.

Ein weiteres Schmankerl auf unserer Tour ist die im Jahre 1720 errichtete Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, die wir eine gute Dreiviertelstunde nach Beginn erreichen. Neben dem spätbarocken Kleinod befinden sich außerdem eine Heilquelle, die 1643 vom Pilger Michael Schöpfl entdeckt wurde und eine Einsiedelei, die heuer ihr 300-jähriges Bestehen feiert. Ein Besuch nach der Tour ist also definitiv eine Option. Ab der Kirche geht es steiler auf einer Straße bergauf, die mal mehr, mal weniger befestigt ist. Wer alpine Action sucht, wird also vom kommenden Part enttäuscht sein. Immer dem Straßenverlauf folgend geht es die folgende Stunde recht monoton durch den Wald. Haben wir diese Etappe gemeistert, lichtet sich knapp über 1.000 Metern Seehöhe der Wald und schon sind die Daffnerwald-Almen mit ihren Einkehrmöglichkeiten erreicht. Ein kühles Getränk zur Erfrischung von Körper und Geist, jetzt oder erst später? Eine durchaus berechtigte Frage, die man sich stellen darf.  

Ein Highlight zwischen Mitte März und Mitte April: Fußballfeldergroße Krokuswiesen oberhalb der Daffnerwald-Almen.

Unsere Schlussetappe führt uns auf alle Fälle vor der Lagler Hütte mit ihrem überaus schmackhaften hausgemachten Apfelkuchen rechts hinauf: Eine gute Dreiviertelstunde bis zum Gipfel wird’s noch sein. Aus der Straße ist mittlerweile ein Steig geworden, der zwischen Mitte März und Mitte April durch unzählige blühende Krokusse gesäumt wird. Eine kleine Kuppe wird überwunden, dann geht es steil in Richtung Wald. Der Steig beginnt, immer mehr zu mäandrieren, doch ein Verlaufen ist trotzdem schwer, da sich der Gipfel genau zwischen dem bewaldeten Kitzstein links und der schroffen Wasserwand rechts befindet. Wir tauchen kurz in den Wald ab und müssen ein bisschen Obacht geben, dass wir nicht über die Wurzeln fallen. Dann finden wir uns allerdings schnell wieder an einer Abzweigung, von wo aus wir auch auf die Wasserwand gehen könnten. Da diese aber Kletterfertigkeiten im I. Schwierigkeitsgrad nach UIAA aufweist, ist diese nicht für jeden geeignet. Daher halten wir uns links und nach einem letzten kleinen Aufstieg auf die Kuppe des Heuberg-Gipfels sind wir oben angelangt. Berg Heil! 

Abstieg wie Aufstieg. 

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