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Von Hintergschwendt auf die Gedererwand 

Ein abenteuerlicher Gipfel im Reich der Kampenwand 

Die Gedererwand von der Aufstiegsroute zur Steinlingalm.
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Die Gedererwand von der Aufstiegsroute zur Steinlingalm.

Aschau im Chiemgau – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Wanderparkplatz Hintergschwendt auf die Gedererwand. 

Zweifelsohne gehört die Kampenwand mit ihrem gezackten Gipfelaufbau zu den markantesten und meistbesuchten Bergen in der Region. Zahlreiche Spitzen ragen am Hauptkamm über die 1.600-Meter-Marke hinaus. Doch auch darum herum gibt es einige Gipfel, die einen Besuch wert sind. Einer davon ist die Gedererwand, die höchstens aus Richtung Rottau als schroffer und unnahbarer Felsklotz erkennbar ist. Ein abenteuerlicher Gipfel, der am besten (und kürzesten) vom Wanderparkplatz Hintergschwendt zu erreichen ist. 

Vom Wanderparkplatz Hintergschwendt auf die Gedererwand

Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Rechts geht‘s aufe! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Nur mäßig steil starten wir. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Hier biegen wir links ab. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Nun steilt es an. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Hier biegen wir nach rechts ab! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Alleine sind wir fast zu keinem Zeitpunkt unserer Tour. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Hier links... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...und hier rechts. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Der Weg verjüngt sich zum Steig. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Das Gelände wird schrofiger... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...und abschüssiger. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Auch die Hände müssen unter Umständen zu Hilfe genommen werden. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Wir schlagen den Weg nach links ein. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Ois woat auf di! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Der Herbst kehrt ein. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Ein paar Schrofen noch... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...bis wir das Weidegebiet der Steinlingalm erreicht haben. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Ein kleines Foto- und Zigarettenpäuschen... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...ehe es links weitergeht.. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Wir tauchen in den Wald ein... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...und es wird wieder steiler... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...und schrofiger. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Es folgt ein Zwischenabstieg. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Hoit, da is a Spoit! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Es geht weiter runter... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...bis sich schließlich die ganze Tiefe des Spalts offenbart: Schätzungsweise zwischen 30 und 40 Meter! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Wir kommen dem Gipfel näher. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Erst einmal geht‘s aber wieder hinauf. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Rückblick auf einen der zahlreichen spektakulären Nordabstürze der Gedererwand. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Und wieder geht‘s hinauf... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...einem weiteren Vorgipfel entgegen. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Noch circa 15 bis 20 Minuten! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Es flacht ab... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...und steilt wieder an. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Auch Totholz wie dieses muss überklettert werden. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Gleich ist‘s geschafft! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Und oben samma! © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Ein Blick hinunter ins Nebelmeer... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...und hinüber zu Friedenrath (1.432 Meter, links) und Hochplatte (1.587 Meter). © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Dieser Vorberg wirkt wie ein Nunatak. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Hinter dem Friedenrath spitzt das Sonntagshorn (1.961 Meter) hervor. © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
Ein Blick hinüber zu Sulten (1.486 Meter)... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...zur Kampenwand (1.669 Meter)... © Simon Schmalzgruber
Unser Start ist der Wanderparkplatz Hintergschwendt, an dem es schon in der Früh ziemlich zugehen kann.
...sowie zu Hochfelln (1.674 Meter) und Hochgern (1.748 Meter). © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick 

Berg/Gipfel: Gedererwand, 1.398 Meter, Chiemgauer Alpen 

Höhenmeter der Wanderung: Circa 600 Höhenmeter 

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Hintergschwendt/Aigen, 83229 Aschau, Tagesticket 5 Euro 

Gehzeit: Circa zwei bis zweieinhalb Stunden 

Schwierigkeit: mittelschwer bis schwer 

Einkehrmöglichkeiten: Steinlingalm, 1.437 Meter (circa 30 Minuten von der Aufstiegsroute) 

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Festes Schuhwerk, gegebenenfalls Stöcke, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Orientierungsvermögen 

Wann sollte man aufpassen? Neben der mittleren Passage, die Trittsicherheit erfordert, ist auch der Schlussanstieg nicht ohne! Nicht nur die steil abfallenden Nordwände fordern die Aufmerksamkeit des Bergfreunds, sondern auch die nicht immer auf den ersten Blick erkennbaren Markierungen, alte Wegspuren und andere Hindernisse wie Totholz machen die Tour auf die Gedererwand zu einer ernsten Alpinwanderung. 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 3/5 Punkte: Die Schlussetappe hat es durchaus in sich. Deswegen würde ich persönlich nicht jedem Anfänger die Gedererwand empfehlen.

Für Familien mit Kindern geeignet? 3/5: Es waren auch Familien mit ihren Kindern anwesend. Allerdings gilt auch hier angesichts der bestehenden alpinen Herausforderung, dass ich den Gipfel höchstens Familien mit Erfahrung im Gebirge empfehlen möchte. 

Für Hunde geeignet? 4/5: Sofern neben Herrchen auch Hundchen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringt, ist die Tour für beide eine tolle Unternehmung! 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 3/5 Punkte: Dadurch, dass die nahe Kampenwand den Blick nach Süden einschränkt, ist der Ausblick nicht so toll wie von ganz oben. Bei guter Sicht (und keinem Nebelmeer) ergeben sich allerdings schöne Ausblicke auf den Chiemsee, das Alpenvorland und sogar zum Bayerischen Wald, sofern es die Fernsicht zulässt. 

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt  

Alpines Abenteuer: Was für den Anfänger noch schwierig ist, ist für den halbwegs versierten Bergfreund ein Genuss: Neben einem Auf und Ab, das auch hin und wieder die Hände erfordert, sind die schroffen Gesteinsformationen an und im Berg eine Schau und machen die Bergfahrt zu einem Abenteuer. 

Als Feierabendtour machbar: Nur zwei Stunden dauert der Aufstieg für den halbwegs fitten Bergfreund, sodass die Gedererwand zumindest im Frühling und im Sommer auch nach Feierabend angegangen werden kann. 

Alles andere als allein: Durch seine leichte Erreichbarkeit sowohl vom Wanderparkplatz als auch von der Bergstation der Kampenwand erfreut sich die Gedererwand regen Besuchs, weshalb der Gipfel von vielen Menschen außerhalb des Chiemgaus besucht wird. Eine tolle Gelegenheit, Menschen aus anderen Kulturkreisen kennenzulernen.

Für wen die Tour nix ist  

Wer die Parkgebühren am Parkplatz unten sowie den Menschenauflauf oben scheut, sollte von der Tour absehen. 

Los! 

Wir starten unsere Tour auf dem großen Parkplatz Hintergschwendt, auf dem es schon frühmorgens ziemlich zugehen kann. Dort müssen wir erst einmal den Automaten mit viel Kleingeld füttern, um einem Strafzettel zu entgehen. Ist dies getan, kann es endlich losgehen. Zuerst geht es auf der Forststraße nur mäßig steil nach oben. Eine knappe Viertelstunde nach Beginn unserer Tour gelangen wir an eine Kreuzung. Hier biegen wir nach links ab. Eine weitere Viertelstunde später gelangen wir an eine weitere Kreuzung, an der wir nach rechts abbiegen. Wir folgen der Forststraße, die nun etwas steiler wird. Eine knappe Stunde nach Beginn unserer Tour verjüngt sich die Forststraße zu einem Steig. Ab hier ist Trittsicherheit gefragt, denn das Gelände ist etwas abschüssig. Eine Viertelstunde später gelangen wir an eine weitere Kreuzung, an der sich der Weg auf die Kampenwand in zwei Aufstiegsrouten teilt. Da wir heute allerdings die Gedererwand anvisieren, ist der linke Weg die kürzere und somit bessere Alternative. 

Totholz wie dieses ist nur eines von vielen Barrieren des Aufstiegs.

Es wird nun zunehmend schrofiger und steiler, ehe wir das Gebiet der Steinlingalm erreichen. Dort meistern wir den Übertritt und kurz darauf folgen wir dem Wegweiser in Richtung Gedererwand. Auch wenn der Gipfel schon in Sichtweite ist, eine Dreiviertelstunde bis Stunde sollten wir schon noch einplanen! Es folgt ein Auf und Ab durch den Wald, das immer wieder unsere Aufmerksamkeit fordert. Besonders an der steilen Nordkante können Fehltritte tödlich enden! Nachdem wir wieder etwas Abstand zu den Steilabstürzen gewonnen haben, müssen wir weiterhin aufpassen, da einerseits die Markierung zum Teil schlecht lesbar ist und andererseits Unwetterschäden wie umgestürzte Bäume die Wegfindung zusätzlich erschweren. Eine gute Dreiviertelstunde, nachdem wir dem Wegweiser folgten, befinden wir uns endlich auf dem latschenbewachsenen und schrofigen finalen Gipfelanstieg. Ein paar Mal noch die Hände zu Hilfe nehmen und wir sind oben. Berg Heil!

Abstieg wie Aufstieg, oder wir kehren noch in der Steinlingalm ein und steigen letztlich über die Liftstüberl-Route (linkerhand des Sultens) ab. 

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