Last-Minute-Treffer besiegelt Aßlinger Niederlage

Sowohl die Gastgeber als auch die Sinnemann-Elf vom Büchsenberg verschwendeten keine Zeit mit lästigem Abtasten; bereits die ersten Minuten ging es rauf und runter. Nach nur vier Minuten war es Staudacher, der nur knapp verzog, nachdem Aßlings Abwehr nicht vehement genug klären konnte. Im Gegenzug waren die drei Angreifer der Gäste um Sturmführer Alex Wolf stehts gefährlich und lauerten auf ihre Chance. Zunächst mussten sie aber noch zusehen, wie Mühlbauer und Thost den Ball trotz aussichtsreicher Positionen nicht an Tobias Rieser im TSV-Gehäuse vorbeibrachten. Nach 39 Minuten war es aber dann soweit und es schepperte im Kasten des Underdogs aus Schechen: Nach einer Ecke von links auf den langen Pfosten legte Palmhöfer per Kopf auf Pröschel ab, der per sattem Spannstoß ins linke Toreck für den ersten Torjubel an diesem Tag sorgte. Und nur wenige Augenblicke später schien es endgültig so, als ob sich das Blatt zugunsten der Büchsenbergler wenden sollte, denn in Minute 42 entschied der Rosenheimer Unparteiische auf Strafstoß, nachdem Dominik Boujnah der Ball bei einem Klärungsversuch an den Unterarm gesprungen war. Max Ranke tratt an, um den Gastgeber noch vor der Pause den Gnadenstoß vom Elfmeterpunkt zu versetzen, scheiterte aber am glänzend parierenden Youngster im Tor des SVS, Josef Baumann.

 

Nach dem Seitenwechsel agierte die Wolf-Truppe etwas drückender, konnte sich aber zunächst keine zwingenden Torgelegenheiten erspielen. So war es nach einer knappen Stunde Spielzeit eine Standardsituation, die den SVS zurück auf Kurs brachte: eine Mühlbauer-Ecke von rechts fand in Staudacher einen dankbaren Abnehmer, der zum Ausgleich ins linke obere Toreck einnicken konnte. Durch den Ausgleichstreffer beflügelt, konnten die Schechner nun zunehmend Zug zum Tor entwickeln, konnten jedoch nicht verhindern, dass der TSV über seine schnellen Angreifer durch Konter brandgefährlich war und blieb. So hätte beispielsweise Wolf nur wenige Minuten vor dem Ausgleichstreffer für die Vorentscheidung sorgen können, als er nach einem Steilpass per Direktschuss den Baumann-Kasten nur hauchzart verfehlte. Mit zunehmender Dauer entwickelte sich ein wirklich rassiges, kampfbetontes Spiel, in dem keine der beiden Mannschaften einen Meter an Boden zu verschenken hatte. Als der eingewechselte Zeller zunächst mit einem Heber aus spitzem Winkel (67.) scheiterte, und kurze Zeit später einen Elfmeter für seine Mannen herausholte, schien nun der SVS obenauf in Fortunas Glücksrad. Jedoch nahm sich Rieser im Aßlinger Tor Baumann zum Vorbild und parierte den von Tobias Lechner getretenen Elfmeter bravurös (74.).

Das Spiel stand zu diesem Zeitpunkt auf des Messers Schneide und hätte zu jedem Zeitpunkt durch eine einzige Aktion zu Gunsten eines der beiden Teams entschieden werden können. Dies gelang letztendlich den Gastgebern, die durch das Joker-Tor von Bachl den Sieg in letzter Minute perfekt machten und somit etwas Luft zwischen sich und die Verfolger im Abstiegskampf gewinnen konnten. Für die Sinnemann-Truppe war es dagegen die erste Niederlage nach vier ungeschlagenen Partien.

Quelle: rosenheim24.de

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