SV Kirchanschöring - SSV Jahn Regensburg

Last-Minute-Sieg im Schneetreiben: Kirchanschöring holt Dreier gegen Jahn-Reserve

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Großer Jubel beim SV Kirchanschöring nach dem Sieg gegen die Reserve des SSV Jahn Regensburg.

Kirchanschöring - Ein Fußball-Nachmittag mit Höhen und Tiefen bei Schneetreiben und Regen erlebten 433 Zuschauer in der Bayernliga Süd. Am Ende gewannen zehn Gelb-Schwarze vom SV Kirchanschöring gegen zehn Kicker aus der Kaderschmiede des Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg mit 2:1 (0:1).

Yavuz Ak, der zusammen mit SVK-Coach Seppi Weiß zur aktiven Zeit in Burghausen kickte (Aks Nachname bedeutet übrigens auch „Weiß“, was damals bei den Trainern der zwei Weißs für Verwirrung gesorgt haben soll) fand die Vorstellung des Jahn in der Anfangsphase „nicht ordnungsgemäß“, ein Nachteil war auch, dass bisher in Regensburg nie auf einem Rasenplatz trainiert werden konnte. Außerdem kritisierte er die Chancenverwertung seiner Elf.


Für SVK-Trainer Weiß war es „schwer“, bei diesem Spielverlauf, gegen so eine Mannschaft. Er hatte den Eindruck, sein Team habe zwischenzeitlich in Unterzahl nicht mehr daran geglaubt, „dass wir was holen können“. Zur Pause rüttelte er die Mannschaft wach „noch ist nichts verloren, wir brauchen nur einen Türöffner“. Den hätte dann Albert Deiters Kopfball an den Pfosten angedeutet, „da haben wir gemerkt, wir können das Spiel auf unsere Seite drehen“.

Janietz muss nach nur knapp 20 Minuten gehen

Vor Spielbeginn regnete, schneite und graupelte es, trotzdem wäre auf dem tiefen Platz dem SVK fast ein perfekter Start gelungen. Tobias Janietz bediente Albert Deiter, der war schon am Keeper aus der Zweitliga-Elf Kevin Kunz vorbei, schoss aus der Drehung aufs Tor, doch ein Jahn-Spieler kratzte die Kugel von der Linie (2. Minute). Der Knackpunkt in der ersten Hälfte war die gelb-rote Karte für Janietz, der, zuvor pingelig verwarnt (15.), sich im Fallen abstützte, den Ball an die Hand bekam und von Regionalliga-Schiedsrichter Andreas Hartl vom Feld geschickt wurde (23.).


Danach ging die Jahn-Schmiede sogar in Führung: Pavel Panafidin, in seiner Jugendzeit beim 1. FC Nürnberg und dem FC Augsburg aktiv, stand nach einem Pass in die Gasse frei vor SVK-Keeper Stefan Schönberger, schoss an den rechten Pfosten und von dort taumelte das Leder, trotz grätschender SVK-Beine, zum 1:0 ins Netz (27.). Cihangir Özlokman zielte im Gewusel noch am SVK-Kasten vorbei (28.), Josef Urbans Schuss aus der zweiten Reihe (42.) juckte Kunz im Regensburger Kasten nur mit einer Handbewegung.

Nach dem Pausentee sollte sich das Blatt aber wenden: Manuel Omelanowsky jagte mit dem Leder durchs Mittelfeld, Tom Baack, ebenfalls verwarnt, foulte und wieder zückte Schiedsrichter Hartl die Ampelkarte, nun hieß es zehn gegen zehn (50.). Deiters Kopfball an den linken Pfosten, nach einem Omelanowsky-Freistoß, weckte dann die Tribüne auf (55.). Gästecoach Ak freute sich über diese Minuten „da war das Publikum da“, was für seine jungen Spieler „gut“ und eine Erfahrung an „Gegenmaß“ wäre. Da habe er sich für den SVK gefreut „endlich waren alle wach“.

Schild trifft kurz vor Schluss zum Sieg

Doch nach einer Ecke von rechts war Ak Freude dahin, da schoss Tobias Schild auf den Regensburger Kasten und irgendein Bein der Jahn-Schmiede lenkte das Geschoss zur erneuten Ecke (58.). Nun brannte es im Sekunden-Takt im Strafraum der Oberpfälzer, Torwart Kunz holte einen Schuss von Christoph Dinkelbach aus dem Eck (59.), musste dann aber hinter sich greifen: Ecke von rechts durch Omelanowsky und Maximilian Reiter donnerte den Ball knallhart zum 1:1 Ausgleich ins Netz (61.).

Die Jahn-U21 hätte nochmals in Führung gehen können, Schönberger war bereits überspielt, aber der nächste Pass landete im Abseits (78.). Der viel umjubelte 2:1 Sieg-Treffer des SVK (87.) fiel nach einem langen Ball von Anton Peter auf Schild, der düpierte einen Gegenspieler, legte quer auf Reiter, dessen Schuss wurde geblockt, „Schmitzti (Luca Schmitzberger) legte wieder zurück auf Schildei und der haute den Ball links unten ins lange Eck“, freute sich nicht nur der SVK-Allrounder Florian Hofmann.

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Michael Wengler

Quelle: rosenheim24.de



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