Fataler Abwehrfehler beschert Rosenheim die erste Pleite

Drei Spieltage, sieben Punkte: Die Statistik der Rosenheimer vor dem Spieltag gegen Vilzing konnte sich durchaus sehen lassen. Dementsprechend begeistert war auch Trainer Patrik Peltram von seiner Mannschaft: "Insgesamt hatten wir bis jetzt nur gute Kontrahenten, deswegen können wir mit den sieben Punkten aktuell absolut zufrieden sein."

Mit der DJK Vilzing kam am Samstag jedoch ein Team ins Jahnstadion, welches im bisherigen Saisonverlauf ebenso ungeschlagen wie Rosenheim war. Allerdings konnte die Mannschaft von Ulli Karmann bis jetzt nur fünf Zähler holen, da die Truppe in drei Partien zweimal Remis gespielt hatte.

Rosenheim spielbestimmend

Gleich von Beginn an sah das eher mäßig besuchte Jahnstadion selbstsichere 60er. Das Team von Patrik Peltram suchte sofort den Weg nach vorne. Bereits in der dritten Minute wurde es zum ersten Mal brenzlig vor dem Tor von Gästekeeper Michael Riederer. Doch der Lupfer von Korbinian Linner ging knapp über das Tor.

In der Folge drängte die Heimmannschaft weiter auf das 1:0. Erst scheiterte Raphael Obermair mit einem Schuss an der eigenen Treffsicherheit. Die größte Chance der Rosenheimer fing allerdings die Torlatte der Vilzinger ab, nachdem Linor Shabani einen Freistoß direkt über die Mauer an den Querbalken zirkelte.

Vilzing wacht auf

Beschränkte sich die DJK bis zur 27. Minute auf schlecht zu Ende gespielte Konter, versuchte es Tobias Kordick auch mal mit einem Schuss aus der zweiten Reihe. Der Ball flog jedoch weit über den bis dahin arbeitslosen Ersatzkeeper Andreas Dumpler. Im Anschluss konterte Rosenheim: Raphael Obermairs Schuss wurde aber abgeblockt, bevor er gefährlich werden konnte.

Doch Rosenheim hatte gegen Ende der ersten Halbzeit den Anfangsschwung verloren. Dadurch ermöglichten sich plötzlich Räume für die Gäste. So kam die DJK vor dem Pausentee noch zu ihrer besten Chance - den strammen Schuss von Markus Dietl in der 39. Minute konnte Tormann Dumpler allerdings parieren.

Spiel auf Augenhöhe

Vilzing machte in der zweiten Halbzeit genau da weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. Mit guten Passspiel in die Spitze erarbeitete sich das Team von Ulli Karmann kleinere Chancen, die jedoch nicht gefährlich genug auf das Roseheimer Tor kamen. 1860 verlor besonders in der Vorwärtsbewegung ungewohnt viele Bälle - das gefiel Patrik Peltram sicherlich gar nicht.

In der 56. Minute allerdings dann doch mal die Chance für Rosenheim. Den Schuss vom eingewechselten Johannes Zottl konnte Michael Riederer jedoch mit einem starken Reflex abwehren. Auf der anderen Seite wurde es dafür in der 63. Minute richtig gefährlich. Doch Markus Dietls Schuss ging knapp rechts am Kasten vorbei.

Fataler Abwehrfehler

In der 68. Minute wurde das passive Spiel der Rosenheimer in der zweiten Halbzeit aber letztendlich bestraft. Einen katastrophalen Abwehrfehler von Markus Wallner, der den Ball kurz nach dem Sechzehner quer spielte, nutzte Michael Hamberger eiskalt aus. Sein Schuss von der rechten Seite rollte unhaltbar für Andreas Dumpler in die linke Torecke.

Doch Rosenheim holte noch einmal Schwung und hatte in der 76. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Johannes Zottl lief nach einem schönen Pass aus dem Mittelfeld frei auf Tormann Riederer zu. Doch anstatt abzuschließen, legte er auf den eingewechselten Patrick Kainz ab, der unter Bedrängnis den Ball aus sechs Metern neben den Kasten setzte.

Bis zum Ende schaffte es das Team von Patrik Peltram nicht mehr, routinierte Vilzinger aus dem Konzept zu bringen. Ein Unentschieden wäre aber aufgrund der starken Rosenheimer Anfangsphase gerecht gewesen.

Quelle: rosenheim24.de

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