TSV Bogen - SV Kirchanschöring 2:4

4:2! Anschöring kann es auch ohne Star an der Linie!

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Die Gelb-Schwarzen vom SV Kirchanschöring gerieten in der ersten Stunde der Partie beim TSV Bogen mächtig unter Druck - und verließen am Ende doch als strahlende Sieger den Platz.

Bogen - Einen ganz wichtigen Auswärtsdreier feierte der SV Kirchanschöring im ersten Match nach der Mölzl-Ära in der Bayernliga Süd. Beim 4:2 Erfolg in Bogen drehten die Gelb-Schwarzen zum Einstand von Dominik Hausner als Chef an der Seitenlinie mit einer Portion Glück sowie einer tollen Willens- und Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit sogar einen zweimaligen Rückstand.

Dabei gingen die Hausherren schon nach wenigen Minuten nach einer Unachtsamkeit in der SVK-Abwehr mit 1:0 durch Michael Scheßl in Führung. In der 13. Minute die nächste Großchance für den TSV Bogen: Jurica Marcinkovic bediente Stefan Meyer - und der knallte das Leder über das SVK-Gehäuse.

Die Gelb-Schwarzen finden nicht ins Spiel

Während Zuschauer und Heimelf einen Foulelfmeter forderten, pfiff der Schiedsrichter kurz darauf auf der Gegenseite ein Handspiel eines Abwehrspielers im Bogener Straufraum. Anschörings Torjäger Manuel Omelanowsky ließ sich die Chance nicht nehmen - und verwandelte den fälligen Elfmeter unter lautstarken Protesten zum 1:1 Ausgleich (18.).

Service:

Sieben Minuten später bekam dann auch die Heimelf ihren Elfmeter - ebenso zweifelhaft. Bogens Marco Jordan versenkte die Kugel vom Punkt zum 2:1 (25.). Kirchanschöring also erneut im Rückstand. Und sehr nervös wirkend - das war gar keine gute erste Hälfte der Gelb-Schwarzen. Wie im Heimspiel gegen Landsberg wirkten sie phasenweise verunsichert. Eine Auswirkung der Trainer-Rochade? Kurz vor der Pause hätten die Niederbayern die Führung sogar erhöhen müssen - als Tobias Richter nach einem Konter frei vor Lukas Hoyer am SVK-Goalie scheiterte.

Bogen weiter mit Großchancen - Doppel-Rot hilft Anschöring

In Halbzeit Zwei zunächst machte sich zunächst Kirchanschöring durch Max Vogl (49.) bemerkbar - bei der Heimelf war erneut der agile Scheßl gefährlich (63.), vier Minuten später donnerte Marcinkovic das Leder aus spitzem Winkel von links per Freistoß am rechten SVK-Kreuzeck vorbei. In Summe hatten die Gäste hier richtig viel Glück, dass sie nicht bereits hoch und aussichtslos zurück lagen.

Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst erzielte Omelanowsky den 2:2 Ausgleich für den SVK (70.). Drei Minuten später flog Bogens Walter Müller mit Gelb-Rot vom Feld. Nach nur drei weiteren Zeigerumdrehungen, welche die Gastgeber in Unterzahl waren, folgte der nächste Platzverweis - Bogens Bastian Albrecht musste nach einer Tätlichkeit, die der Linienrichter anzeigte, ebenfalls vom Feld (76.).

SVK nutzt das Glück mit Geschick!

Die Gelb-Schwarzen nutzten diesen Vorteil eiskalt und mit viel Willenskraft: Zuerst erzielte Max Vogl die umjubelte 3:2 Führung für die Gäste (83.)! Einen solchen enthusiastischen Torjubel hatten die treuen Kirchanschöringer Begleiter lange nicht gesehen - eine wahrhafte Spielertraube bildete sich nach Vogels Schuss ins Bogener Herz an der rechten Eckfahne.

Die Hausherren waren geschockt - rafften sich dennoch auf und probierten es, mit wütenden Angriffen. Als ihr Torwart Maximilian Putz einen solchen einleiten wollte, trat er dabei mit dem Ball in der Hand über die Strafraumgrenze. Anschöring wieder gewitzt und cool: Der Schiedsrichter pfiff Freistoß. Und noch bevor die Bogener Proteste verstummten oder eine Mauer gebildet wurde, schnappte sich Bernd Eimannsberger das Leder, sprintete zum Tatort - und schoss das Leder an den verdutzten Niederbayern vorbei ins Netz (87.)! Alle Proteste, der Ball hätte nicht geruht, nützten nichts. 4:2 für Kirchanschöring!

Kirchanschöringer feiern den wichtigen Auswärtsdreier

Es hatte lange alles andere als danach ausgesehen - am Ende triumphierten hier die Gäste: Eine ausgelassen ihren Auswärtssieg feierende SVK-Mannschaft hüpfte nach dem Schlusspfiff singend auf dem Spielfeld um Dominik Hausner und genoss den Sieg in diesem eminent wichtigen Spiel. Der nach der turbulenten vergangenen Woche gehörig Auftrieb geben dürfte.

Den können die Kirchanschöringer auch brauchen - denn mit Tabellenführer Unterföhring (H), Heimstetten (H), dem Zweiten Pullach (A) und dem TSV 1865 Dachau (H) warten in den restlichen Spielen im April nur noch echte Bretter! Oder anders gesehen: Highlights, die sich dieses Team verdient hat!

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Michael Wengler

Quelle: rosenheim24.de

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