Manuel Jung muss in die Klinik

Kirchanschöring mit Erfolg in Freilassing

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Freilassings 18-jähriger Neuzugang Simon Schlosser(blau) hinterließ einen guten Eindruck - hier ist er im Zweikampf mit Kirchanschörings Mike Opara.

Freilassing - Vor etwa 200 Zuschauern am Freilassinger Badylon konnten die Eisenbahner 70 Minuten gut mithalten mit den eine Liga höher kickenden Kirchanschöringern - die letztendliche Deutlichkeit des Ergebnisses spiegelt also nur teilweise den Spielverlauf wieder. Phasenweise war der ESV Freilassing auf Augenhöhe mit dem Bayernligisten, musste eigentlich zwei Tore schießen - vergab die wenigen Möglichkeiten jedoch leichtfertig. Überschattet wurde das Spiel durch die Verletzung von Manuel Jung Anfang der zweiten Halbzeit - der Anschöringer Angreifer musste mit dem Rettungswagen nach Salzburg in die Klinik gebracht werden.

Der SV Kirchanschöring agierte schon in den ersten Minuten sehr druckvoll und temporeich. Allen voran machte Yasin Gürcan mächtig Dampf auf der rechten Seite. Nach etwa zehn Minuten hatten sich die Eisenbahner dann einigermaßen auf Spiel und Gegner eingestellt und wurden mutiger.

ESV kann Gürcan nicht bremsen - Leit vergibt für Freilassing

In der 13. Spielminute tauchte Freilassings Daniel Leitz das erste Mal vorne auf. Mit einem Sprint zog der schnelle Angreifer an seinem Bewacher vorbei und zog aus gut 25 Metern ab - doch dabei versprang ihm der Ball ein wenig und die Chance war dahin.

Ab der 20. Minute war dann so richtig Tempo im Spiel weil auch der ESV immer sicherer wurde. Doch den starken Kirchanschöringer Gürcan bekamen die Eisenbahner weiterhin nur selten in den Griff: In der 20. und 22. Spielminute traf der Flügelspieler erst das Außennetz - und zwang nur zwei Minuten später von der gleichen Position Stefan Schönberger im Kasten der Freilassinger zur einer Glanztat.

Anschöring macht das Spiel - Vogl lässt Hundertprozentige liegen

Auf der anderen Seite probierten es die Freilassinger mit Gewalt, doch die Fernschüsse der Mayer-Brüder verfehlten das Ziel knapp. Beide Mannschaften spielten zum Teil mit offenem Visier - wobei der Bayernligist mehr Spielanteile und auch die besseren Möglichkeiten hatte.

Service:

In der 36. Minute vergab der SVK eine hundertprozentige Chance zur Führung: Wieder war es Gürcan, der sich auf der rechten Seite fast bis zur Grundlinie durchtankte und den Ball von auf den langen Pfosten flankte. Dort kam Maximilian Vogl angerauscht - schoss jedoch aus nur fünf Metern am leeren Tor vorbei.

Fast die Führung für den ESV - dann schlägt Gürcan zu

Fast im Gegenzug eine ähnlich brisante Situation auf der anderen Seite: Die Eisenbahner spielten einen langen Ball aus dem Mittelfeld auf den startenden Robert Schiller, Anschörings Torwart Lukas Hoyer kam weit aus seinem Kasten raus - doch Schiller war schneller am Ball und spitzelte diesen am Keeper vorbei. Dabei wurde er allerdings etwas nach außen abgedrängt - und musste sich den Ball erst wieder zurecht legen. So konnte sein Abschluss im letzten Moment von Kirchanschörings Albert Eder geblockt werden.

Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ist es dann soweit - der Favorit ging in Front: Diesmal ging es über die linke Seite, wo sich Manuel Jung bis tief in den Sechzehner durchkämpfen konnte. Von dort brachte er den Ball in den Rückraum - wo der auffälligste SVK-Akteur Gürcan wundersamer Weise ganz frei stand und zur Führung der Gäste einschob.

Die Eisenbahner Muhammed Ergüden, Michael Mayer und Marco Weishäupl nehmen SVK-Akteur Tobias Schild in die Mangel.

Eder erhöht per Kopf - Eisenbahner nicht zwingend genug

Die zweite Halbzeit war noch keine zwei Minuten alt, als Kirchanschöring auf 0:2 stellte: Nach einem Eckstoß war Albert Eder mit dem Kopf erfolgreich.

Die Eisenbahner versuchten zwar wieder mitzuspielen - doch dies klappte nicht mehr so gut, wie noch in der ersten Hälfte. Es gab zwar Möglichkeiten durch den eingewechselten ESV-Kapitän Albert Deiter, doch zwingend war das nicht.

Jung muss ins Salzburger Spital - Leitz allein vor Hoyer

In der 52. Minute dann der Schockmoment für den SVK: Manuel Jung verletzte sich in einem Zweikampf mit Freilassings Denis Krojer am Fuß. Er musste logischerweise ausgewechselt - und später sogar mit einem Rettungswagen ins Salzburger Unfallkrankenhaus gebracht werden. Stand jetzt ist zumindest nichts gebrochen - wie lange der Offensivakteur ausfällt, ist noch unklar.

Etwa fünf Minuten darauf hatte Daniel Leitz den Anschlusstreffer auf den Fuß: Beim Spielaufbau des SVK ging Leitz mit Tempo dazwischen und konnte einen Querpass abfangen. Der Angreifer nahm sofort richtig Fahrt auf, sprintete am nächsten Verteidiger vorbei und ging alleine auf und davon. Bei seinem Schuss versprang ihm aber erneut die Kugel - und der Ball ging über das SVK-Tor.

Glasl mit dem 3:0 für Kirchanschöring

In der 69. Spielminute machten die Kirchanschöringer dann den Deckel drauf: Der eingewechselte Maximilian Glasl nahm aus etwa 25 Metern maß - und versenkte den Ball zum 0:3 im rechten Toreck. Danach war bei den Freilassinger nach der intensiven ersten Trainingswoche die Luft raus.

Am Ende spielte fast nur noch Kirchanschöring. Jedoch gelang auch dem Bayernligisten bis auf eine Möglichkeit nichts mehr Zwingendes - obwohl die wenigen Entlastungsangriffe der Eisenbahner der unter Dauerdruck stehenden Hintermannschaft der Grenzstädter keine wirkliche Entlastung brachten. So blieb es am Ende beim 0:3.

„Es war ein guter Test mit einigen sehr guten Momenten und einigen nicht so guten Momenten - aber wir wissen jetzt, woran wir arbeiten müssen.“, attestierte der neue ESV-Coach Sepp Aschauer nach der Partie.

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Pressemitteilung ESV Freilassing 

Quelle: rosenheim24.de

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