TSV Tittmoning - SV Kirchanschöring 2:8

Kirchanschöring ohne Probleme gegen Kreisklassisten

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Tittmoning - Kostner gegen Kostner hieß es beim „Vater-Sohn-Duell“, auf der Trainer-Bank, beim Testspiel der Bayernliga-Fußballer des SV Kirchanschöring flussabwärts der Salzach beim TSV Tittmoning. Am Fuße der Burg fungiert nämlich Kostners Sohn Kevin als Spielertrainer.

Der „SVK-Kostner“, musste wie bei der Niederlage im Totopokal-Qualifikationsspiel beim Landesligisten SV Erlbach, auf zahlreiche Spieler verzichten, trotzdem legte seine Mannschaft von Beginn an los: Tobias Schild traf aus sieben Metern nur den Pfosten (1. Minute), nach einem Eckball von Florian Hofmann köpfte der Neuzugang vom ESV Freilassing, Albert Deiter, zur 1:0 Führung für die Gäste ein (6.).

Aber auch der TSV hatte seine Möglichkeiten, Diaa Mhasen konnte das Leder nicht im Gästekasten unterbringen (22.). Auf SVK-Seite traf Hofmann nur die Latte, ehe „Toni“ Peter, mit einem Schuss aus 20 Metern das 2:0 (30) folgen ließ. Der nächste SVK-Angriff über Josef Urban, Deiter und Peter endete erfolglos, auf Tittmoninger Seite war es wieder Mhasen, aber Niklas Lamminger im SVK-Kasten war zur Stelle (35.).

Das 3:0 für die Gäste fiel nach einem schönen Pass in die Tiefe von Peter, Max Sturm verwandelte eiskalt (38.). Der Tittmoninger kamen durch Mhasen nach einem Torwart-Fehler zum 1:3 (39.). Das 4:1 für Anschöring war wieder Deiter vorbehalten, der nach einem schönen Pass von Peter einschieben konnte (45.). Halbzeit zwei endete wie Halbzeit eins – am Ende gewann der Gast vom SVK mit 2:8 durch weiter Tore von Deiter (1:5/55.), Peter (1:6/66.), Adrian Schäfer (2:6/71.), Deiter (2:7/75.) und Bruno Kovac (2:8/82.)

Nach Spielende äußerten sich die Kostners zum Verlauf des Testspiels. Für Vater Michael war es „ein guter Test“, allerdings habe seine Mannschaft im letzten Drittel viele „ungenaue Pässe“ gespielt. In dieser Phase der Vorbereitung wäre der körperliche Zustand bei den Spielern „ein bisschen weit unten“. Die Tittmoninger hätten sich „gewehrt“. Er sah ein „offenes und faires Spiel“, „für beide eine gute Trainingseinheit“.

Für Sohn Kevin auf TSV-Seite haben „die vielen Jungen im Defensiv-Bereich heute einiges gelernt“. Das „war eine gute Laufeinheit, in der wir gut gestanden sind“. Seine Mannschaft hätte es „nach vorne probiert“, was „nicht immer funktioniert“ habe. Aber er sah „gute Aktionen“, so der neue TSV-Spielertrainer, „wir haben uns nicht versteckt“. Kevin wünscht seinem Vater und dem SVK „viel Glück für die Saison“ und hofft, „dass das auf Gegenseitigkeit beruht“.

Vater Michael entgegnete „ich bin Tittmoning schon lange verbunden“, unter anderem über den ehemaligen TSV-Coach Harry Gruber. Zudem spiele noch sein zweiter Sohn auch in Tittmoning. „Ich bin gern hier“, sagte der DFB-Pokalsieger von 1988 und fügte hinzu, seine erste Trainer-Station als Spielertrainer, habe er bereut: „Nie wieder“. Spieler-Trainer zu sein hieße, „du musst selber trainieren, über den anderen stehen und darfst dir keine Fehler erlauben“. Da wäre man „angreifbar“. Für seinen Sohn sehe er das in Tittmoning anders, da sehe er „Kameradschaft“, er könne Kevin nur „viel Glück“ wünschen. Tittmoning solle sich in der Kreisklasse „etablieren“ und vielleicht in den nächsten „zwei, drei Jahren wieder aufsteigen!“.

Michael Wengler

Quelle: rosenheim24.de

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