Amerang wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg

Auch das sechste Spiel in Folge verlor der SV Amerang, mit 0:2 zog man gegen die Gäste aus Ampfing den Kürzeren. Zudem muss der SVA vermutlich ein paar Wochen auf Sturmführer Florian Stöcklhuber verzichten, der sich einen saudummen Platzverweise einhandelte.

Das Spiel begann aber recht positiv für die Hausherren, die sofort mit dem Anpfiff im Spiel waren und den favorisierten Gästen Paroli bieten konnten. Auch die ersten nennenswerten Offensivaktionen verbuchten die Gastgeber. Ein 20-Meter Schuss von Tobias Voit nahm Torwart Thomas Süßmaier sicher auf, kurze Zeit später konnte Andi Kasparetti per Kopf eine Flanke auf den freistehenden Fabian Rußwurm weiterleiten, der völlig ungedeckt vorm Tor jedoch knapp im Abseits stand.

Dann in der elften Spielminute wurde es zum ersten Mal vor dem SVA-Tor annähernd gefährlich, Kapitän Matthias Huber setzt sich über die linke Angriffsseite der Gäste durch, sein Abschluss auf das lange Eck geht aber deutlich am Kasten vorbei. In den nächsten knapp 20 Minuten neutralisierten sich beide Teams gegenseitig, dem technisch versierten Spiel der Ampfinger setzten die Gastgeber hohe Laufbereitschaft und Engagement entgegen.

Erst nach knapp einer halben Stunde kam wieder Torgefahr auf. Ein langer Freistoß von Florian Grulke aus dem Mittelfeld kann TW Süßmaier kurz vor Stöcklhuber zunächst aufnehmen, er ließ den Ball jedoch wieder fallen und nimmt diesen aber im zweiten Versuch Zentimeter vor dem einschussbereiten SVA-Angreifer wieder auf. Nachdem ein paar Zeigerumdrehungen später eine scharfe Hereingabe von Benedikt Hönninger durch Freund und Feind im Ameranger Strafraum hindurchgeht, kann im Gegenzug Fabian Rußwurm per Drehschuss aus 16m die nächste Chance für die Ameranger verzeichnen, der jedoch deutlich am TSV-Gehäuse vorbei schrammt.

In der 38. Spielminute wird dann vermutlich das Spiel entscheiden: der äußerst aktive und bewegliche SVA-Angreifer Flo Stöcklhuber lässt sich nach mehreren provokanten körperlichen und verbalen Aktionen einiger TSV-Akteure, die hinter dem Rücken des Schiedsrichtergespanns stattfanden, zu einer unüberlegten und vollkommen unnötigen Tätlichkeit hinreißen, indem er, ohne dass der Ball in der Nähe war, auf seinen Gegenspieler zurennt und diesen umstößt. Damit hat er seinem Team einen Bärendienst erwiesen, denn nicht nur, dass er ein paar Spiele fehlen wird, aus dieser Aktion entstand auch der Führungstreffer der Gäste. Die Elf um Kapitän Christian Voit ist noch durch den Platzverweis geschockt, das nutzt Benjamin Birner aus und setzt ein Geschoß aus 18 Metern ab, das unhaltbar im Kasten von Christian Rechl einschlägt.

Aber kurz vor dem Halbzeitpfiff fast noch der Ausgleich für die dezimierte Heimelf, ein Freistoß von Florian Grulke wird lang und länger und wird gerade noch vor dem Überschreiten der Torlinie von einem TSV-Abwehrbein geklärt.

Wieder Mal muss der SVA mit einem unnötigen Rückstand in die Kabine gehen und das auch noch in Unterzahl. Die Gastgeber sind dem Favoriten aus Ampfing durchaus bislang ebenbürtig, mussten aber bisher erneut mal wieder Lehrgeld zahlen.

Wer nun in Halbzeit Zwei mit einem Sturmlauf der Gäste rechnete, wurde enttäuscht. Die zahlenmäßige Überlegenheit konnten die „Schweppermänner“ nicht großartig für eigene Offensivaktionen nutzen. Die Ausnahme war ein 22-Meter-Freistoß von Benjamin Birner, der nur knapp am SVA-Kasten vorbeiging (66.).

Die Ameranger wehrten sich tapfer und hielten mit großer Moral dagegen, konnten aber nur noch bei Standards gefährlich werden. So in der 68. Minute, als der überragende reaktivierte Routinier Alex Oberbauer nach einer Ecke am zweiten Pfosten per Kopf ablegt, aber Johannes Lindner daraufhin aus 18m zu hoch zielt. Nun agierten die Hausherren trotz der Dezimierung offensiver und stellten in der Abwehr um, das wiederum ergab Konterchancen der Gäste. Eine davon hätte in der 72. Minute die Entscheidung bringen müssen, der pfeilschnelle Christian Richter setzt sich auf dem rechten Flügel durch und schiebt auf den freistehenden und einschussbereiten Onur Kaya rüber, der jedoch ein paar Meter vor dem Tor ausrutscht und den Ball dadurch nicht verwerten kann.

Sechs Minuten Später dann eine unschöne Szene, Benedikt Hönninger verletzt sich bei einem eigenen Foul so schwer, dass er mit einer Trage vom Feld getragen werden muss – gute Besserung!

Als der SVA kurz vor Schluss nochmal alles nach vorne warf, versetzte Torwart Christian Rechl mit einem riesen Bock seiner Elf den Todesstoß. Ein Zusammenspiel außerhalb des Strafraums mit einem eigenen Mitspieler kann der ansonsten technisch versierte Goali per Fuß nicht kontrollieren, Torjäger Onur Kaya nimmt die Kugel auf und schiebt aus ca. 15m in das verwaiste SVA-Gehäuse zum 0:2 Endstand ein.

In der Nachspielzeit fast noch das 0:3, Kaya erhält ein Zuspiel von der rechten Angriffsseite der Gäste und muss eigentlich nur noch aus kurzer Distanz den Fuß hinhalten, der herbeigeeilte Alex Oberbauer verhindert in letzter Sekunde per Pressschlag aber den sicher geglaubten zweiten Treffer des Gäste-Goalgetters, der ansonsten aber ziemlich abgemeldet war. (sr)

Nun wird es für den Aufsteiger immer schwerer, wieder Kontakt zum Mittelfeld herzustellen. Wer aber in fünf Partien in Folge kein Tor erzielt, braucht sich nicht wundern, wenn er nicht punktet. In allen Begegnungen zuletzt stimmten Einsatz, Engagement und Moral, aber die Kaltschnäuzigkeit im Angriff des SVA fehlt einfach. Nun kommt es am Feiertag zum Aufeinandertreffen der beiden Tabellenschlusslichter beim Sportbund Rosenheim. Der Verlierer dieses Spiel hat ganz schlechte Karten wenns um den Verbleib in der Bezirksliga geht.

 

Quelle: rosenheim24.de

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