SV-DJK Kolbermoor - TSV 1880 Wasserburg 2:4

Löwen treffen doppelt in Nachspielzeit - Kolbermoor geschlagen!

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Cesare Ratti am Ball, während Davide Guerrieri von vorne heranläuft.

Kolbermoor - Am Samstag, den 14. Oktober, empfing der SV-DJK Kolbermoor den TSV Wasserburg und es war eine heisse Partie, die bis zum Ende sehr offen war und beide Mannschaften auf Augenhöhe spielten. Jedoch mussten die Gastgeber kurz vorm Schlusspfiff auf einen Mann auf dem Feld verzichten und wurden trotz erzieltem Ausgleich in der Nachspielzeit noch überrollt.

Nach der Spieleröffnung durch Schiedsrichter Michael Hochrinner um Punkt 15 Uhr, ging es recht zügig los. Es dauerte nicht lange, da legte Kolbermoor in Form von Nadil Buljubasic mit 1:0 vor (6.). Dem ging ein schöner Spielzug voraus, bei dem Almin Hankic fünf Meter vor dem Tor mustergültig freigespielt wurde und schließlich noch auf den freistehenden Torschützen ablegte. Die nächsten Minuten boten die Rot-Blauen den Löwen noch deutlich die Stirn, bis es schließlich zu einer Freistoß-Situation vor dem Kasten der Hausherren kam. 

Dominik Haas per Freistoß erfolgreich

Service:

Der Freistoß führte in diesem Fall in der 23. Minute zum Ausgleich durch Dominik Haas, der später zum Mann des Spiels für die Wasserburger werden sollte. Mit dem 1:1 Stand ging es zum Pausentee, während die Gastgeber unverändert aus ihr zurückkehrten, änderten die Wasserburger auf einer Position die Aufstellung. 

Bis dahin war es eindeutig ein Spiel auf Augenhöhe, beide Mannschaften schenkten sich nichts und blieben stets am Drücker, die Zweikämpfe wurden auch stets fair ausgetragen, so dass der Schiedsrichter bislang noch nicht gezwungen war seine Karten zu zücken. 

Stefan Mück sieht glatt Rot

Jedoch sollte den Gästen der bessere Start in die zweite Halbzeit vergönnt sein, da ein Torschuss von Dominik Haas schließlich über einen Abpraller am Innenpfosten zum Torerfolg führte, womit es 1:2 stand (55.). Die Rot-Blauen steckten jedoch nicht auf, sondern suchten ihrerseits stets den Weg zum Tor, bis es kurz vor Schluss zu einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung kam. 

Stefan Mück musste bereits nach seinem ersten abgepfiffenen Foul die Rote Karte sehen, wo wohl auch eine gelbe mehr als ausreichend wäre (84.). Ab da an spielte der SV DJK mit Unterzahl, bewies aber kurz darauf seine hervorragende Moral und erzielte durch Almin Hankic noch den Ausgleich (88.). 

Wasserburg in der Nachspielzeit doppelt erfolgreich

Damit wäre schon das Tagessoll für die Hausherren erfüllt gewesen, wenn es nicht noch in der Nachspielzeit doppelt im Kasten geklingelt hätte. Beim ersten Gegentor wurde eine drei gegen eins Situation auf Seiten der Verteidiger deutlich unterschätzt, was Torschütze Christoph Scheitzeneder gnadenlos ausnutzte – 2:3 (90.+1). Den Schlussstrich durfte schließlich Wasserburgs Kapitän Dominik Haas zum 2:4 setzen (90.+3). 

Coach Nenad Grizelj konnte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, schließlich "war es ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem beide Mannschaften sich nichts schenkten, vor allem haben wir uns nicht versteckt. Dazu kommt, dass wir trotz Unterzahl gegen Ende hin mit dem Ausgleich einmal mehr unsere Moral unterstrichen haben."

"Ein Punkt wäre verdient gewesen"

Grizelj weiter: "Einen Punkt hätten wir heute durchaus verdient gehabt, doch die Wasserburger erwischten das glücklichere Ende. Wir gehen jedoch dank unserer guten kämpferischen Leistung erhobenen Hauptes vom Platz und stehen jetzt gegen Ottobrunn zum Beginn der Rückrunde nächstes Wochenende einmal mehr unter enormem Zugzwang."

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Christian Schäfer

Quelle: rosenheim24.de

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