SV-DJK Kolbermoor - VFL Waldkraiburg 2:4

Waldkraiburg trotz doppelter Unterzahl gegen Kolbermoor erfolgreich

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Zwei Männer vom VfL Waldkraiburg wurden vom Platz gestellt, trotzdem gelang es dem SV DJK Kolbermoor nicht, daheim zu punkten.

Kolbermoor - In einer hart umkämpften Partie der Bezirksliga Ost gewannen die Fußballer des VfL Waldkraiburg am Freitagabend vor 100 Zuschauern glücklich, aber verdient, mit 4:2 (1:1) gegen den SV Kolbermoor.

Am Freitag empfing der SV-DJK Kolbermoor den VfL Waldkraiburg und es war wie erwartet eine Partie wie aus der Wundertüte, denn mit dem Ergebnis hat so an sich keiner gerechnet. Wieder einmal machten sich die Industriestädter das Leben unnötig selbst durch eine rote und eine gelb-rote Karte schwer.

Sieben Jahre lag der letzte Auswärtssieg des VfL beim SV Kolbermoor zurück. Trainer Tom Steiger und seine Mannschaft gingen deshalb hochmotiviert in die Begegnung. Bereits nach zehn Minuten hatten die Gäste das erste Mal Grund zum Jubeln. Birol Karatepe verwandelte einen Freistoß aus 25 Metern per Aufsetzer zum 1:0 für den VfL. Torwart Mateij Bozic, der für den gesperrten Keeper Mihajlo Markovic im Kasten stand, war machtlos. 

Kolbermoor durch den Gegentreffer wachgeküsst

Service:

Durch den Gegentreffer schienen die Hausherren aufgewacht zu sein. Nur drei Minuten nach dem 0:1 hat der VfL Glück als Mert Lata, der nach seiner Verletzungspause in die Startelf zurückgekehrt war, einen Schuss von Almin Hankic auf der Linie klären konnte. In der 18. Minute jubelten die Kolbermoorer Fans über den vermeintlichen Ausgleich, doch Torschütze Anel Salihbasic stand knapp im Abseits. In der 22. Minute war es dann doch soweit: Die VfL-Abwehr konnte ein Zuspiel von Egehan Caner nicht klären und Hankic hatte keine Mühe zum 1:1 einzuschieben.

Ab da wurden dann die Zweikämpfe beider Mannschaften härter und energischer. Beide Mannschaften versuchten immer wieder den Ball möglichst schnell über das Mittelfeld zu bringen, doch bis zum Pausentee sollte keine weitere Chance herausspringen. Der gut leitende Schiedsrichter Anes Hadziabdic (Miesbach) versuchte früh mit gelben Karten für Ruhe zu sorgen. 

Bis zur Pause war Kolbermoor die spielbestimmende Mannschaft, ohne jedoch zu klaren Torchancen zu kommen. Im zweiten Durchgang erwischte der VfL den besseren Start. Zunächst könnte Torwart Bozic einen Schuss von Razvan Rivis zur Ecke fausten (50.). Nur vier Minuten später war er machtlos als Henry Oguti eine Kopfballverlängerung von Karatepe im Strafraum annehmen und zur erneuten Führung der Gäste verwandeln konnte. Nicht lange danach sollte Oguti durch ein Gerangel mit Spieler Anton Peters und anschließender Diskussion eine zweite Gelbe Karte kassieren, somit musste er mit Gelb-Rot den Platz verlassen.

Rote Karte für den 1:3-Torschützen

Durch zwei Wechsel versuchte Coach Nenad Grizelj die Mannschaft zu beleben und mehr Druck auf den Gegner aufzubauen, zumal diese jetzt in der Unterzahl waren. Doch es waren einmal mehr die Gäste die jubeln durften, ihnen gelang es, den Ball in den Rücken der Defensive zu befördern, wo ein Missverständnis zwischen Defensive und Torhüter dafür sorgte, dass Berat Uzun den Ball ins Tor zum 1:3 (70.) knallte. Kurioserweise sollte ihn wenig später ein ähnliches Schicksal ereilen wie seinen Mannschaftskollegen Oguti zuvor, nach einem heftigen Foul wurde er direkt mit Rot vom Platz gestellt.

Jetzt wurde es nochmal eng für die Industriestädter. Mit zwei Mann weniger kassierte Torwart Tobias Neumann durch einen abgefälschten Schuss des ebenfalls eingewechselten Nadil Buljubasic den Anschlusstreffer zum 2:3 (84.). Der SV DJK warf nun noch einmal alles nach Vorne um zum Ausgleich zu kommen, doch der VfL-Abwehrriegel hielt stand. 

Resümee des Schiedsrichters: Elf Gelbe, eine Rote, eine Gelb-Rote

In der Nachspielzeit erlöste der nächste Joker die Gäste. Manuel Stadlmayr, der nach langer Verletzungspause wieder zum Kader gehörte und in der 90. Minute für Rivis ins Spiel kam, köpfte in der Nachspielzeit zum 2:4-Endstand. Doch nicht nur die Gäste aus Waldkraiburg waren erleichtert. Auch Schiedsrichter Hadziabdic, der mit insgesamt elf gelben Karten, einmal Rot und einmal Gelb-Rot, alle Hände voll zu tun hatte, war froh als er das ruppige Spiel endlich beenden durfte. Mit diesem "historischen" Sieg setz der VfL seine Serie von nunmehr vier Spielen ohne Niederlage fort. In der Tabelle der Bezirksliga Ost zog man am SV Kolbermoor vorbei und belegt nun einen Platz im Mittelfeld.   

Für Kolbermoors Trainer Nenad Grizelj lag die erneute Niederlage insbesondere an der misslungenen Abstimmung zwischen Defensive und Torhüter, die zum 1:2 für Waldkraiburg führte. „Das war ganz eindeutig einer der Knackpunkte der Partie. Der entscheidende Knackpunkt aber war, dass wir, als wir in Überzahl waren, es nachließen den Ball rollen zu lassen. Stattdessen wollte ein jeder es selbst richten, was sich im Nachgang als die falsche Entscheidung erwies. In solchen Situationen muss man einfach abgeklärter handeln.“

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Pressemitteilungen VfL Waldkraiburg/SV-DJK Kolbermoor

Quelle: rosenheim24.de

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