Arbeitssieg für den SVL

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Irgendwie war es von Anfang an klar, dass die Partie bei der DJK Weildorf nichts für Fußballästheten werden wird. Zauberfußball mit viel Spielkunst, da war man definitiv Fehl am Platz. Aber das erwartet man ja nicht wirklich vom Klassenkampf in der Kreisklasse. Die DJK Weildorf stand von Beginn an sehr tief und machte es den Gästen von der Salzach schwer. Dem SV Laufen gelang dennoch eine ansehnliche Anfangsphase in der David Cienskowski durch mit viel Glück die Führung erzielen hätte können.   Der Hausherr profitierte in dieser Phase dennoch von einigen Fehlern der Gäste und konnte so durchaus den ein oder anderen Vorstoß vortragen. Die heimische Truppe konnte mit Kompaktheit in der Defensive überzeugen und eine Mauer um die eigene Gefahrenzone errichten. Anspielstationen für den Laufener Spielaufbau waren durch diese Taktik oftmals Fehlanzeige. Durch einen Abspielfehler in der DJK-Defensive kam der SV Laufen zur ersten erwähnenswerten Torchance in der 32. Minute. Helmuth Putzhammer bekam das Leder auf den Fuß und gab kurz auf David Cienskowski weiter. Cienskowski wurde allerdings vor dem Torabschluss entscheidend gestört.   Im Gegenzug erschien der Hausherr gefährlich vor dem Gehäuse des Torhüters Rudi Reimann. Nach Vorlage von Johannes Koch stach Martin Niederstraßer in den Strafraum hinein. Sein Schuss ging aber am Tor vorbei. Wiederum wenige Augenblicke später der SVL vor dem Gehäuse. Nach Eckball von Helmuth Putzhammer bekam Michael Kirschner das Leder an den Kopf, konnte dieses nur über die Latte legen. Eine alte Fußballweisheit besagt, dass die Anwesenheit von gegnerischen Mannschaften das Fußballspiel stört. Dies war in der Folge deutlich zu erkennen. Keinem Team gelang wirklich Zwingendes.   In der 45. Minute entschied Schiedsrichter Rothe (Anger) entgegen anderslautender Meinung auf den Zuschauerrängen auf Freistoß für die DJK Weildorf. Sehr viele sahen im DJK-Strafraum ein Handspiel von einem heimischen Abwehrspieler, Rothe entschied auf Offensivfoul des Laufener Spielführers Florian Hollinger. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (49.) fand Laufens Torjäger David Cienskowski noch immer nicht das Abschlussglück. Nach einer mustergültigen Hereingabe von Daniel Mayer versuchte Cienskowski im Gestochere das Leder im Kasten unterzubringen, scheiterte allerdings an der vielbeinigen Verteidigung.   Die ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs erarbeitete sich der Gast zusätzliche Ballsicherheit und überlegenen Ballbesitz, konnte allerdings offensiv noch keine Durchschlagskraft erzwingen. In der 62. Minute hätte Gerhard Nafe die Führung erzielen können. Nach einem weiten Pass aus der eigenen Hälfte sprintete Gerhard Nafe von rechtsaußen aussichtsreich in den Strafraum hinein, verzog dann seinen Schuss um einige Meter. Auch die DJK Weildorf konnte sich wieder Torchancen erarbeiten.   Nach Abschlag von Torwart Bernhard Hell versuchte sich Josef Waldhutter mit einem Lupfer. Dieser flog zwar über Torwart Reimann hinweg, aber auch am Tor vorbei (66). Erst eine Viertelstunde vor Schlusspfiff gelang einem Team etwas Entscheidendes. Einen Abschlag fing Laufens Außenverteidiger Patrick Pickelmann ab und spielte ins Mittelfeld auf seinen Spielführer Florian Hollinger. Pickelmann startete dabei durch und lief in die Spitze hinein, wo er den Ball von Hollinger wieder bekam und im Anschluss Keeper Hell zum 0:1 überwand (75.). Die Freude der Gäste währte allerdings nicht ernsthaft lange.   Nur zwei Minuten später gelang dem Hausherrn der Ausgleichstreffer. Aus 20 Metern zog Martin Niederstraßer einen Freistoß scharf auf das Laufener Gehäuse. Bevor er in den Fünfmeterraum flog, wurde der Schuss unhaltbar von Thomas Ochsenmayer abgefälscht - 1:1. Das Spiel entwickelte sich nun zu einem "Lucky-Punch-Match": Der nächste Treffer würde entscheiden. Michael Hollinger, der oft über die Mitte kam, versuchte sich in der 80. Minute aus der Distanz. Seinen durchaus schönen Schuss konnte Hell jedoch im Nachfassen parieren.   Der "Lucky-Punch" gelang in der 84. Minute zugunsten der Gäste. Christian Höhn setzte sich mit einer Doppelpassaktion mit David Cienskowski in den Strafraum ab und wurde dort von Weildorfs Kapitän Johann Jahn zu Fall gebracht. Jahn kassierte zwar keine Verwarnung, der Strafstoß war aber unvermeidlich. Diesen verwandelte David Cienskowski sicher zum 1:2. Die DJK Weildorf versuchte bis zum Schluss überfallartig die Laufener Defensive zu beschäftigen und vielleicht doch noch den Ausgleich zu erzwingen, doch immer wieder wurden sie entscheidend abgeblockt.   Unrühmlicher Höhepunkt der Partie war ein Feldausschluss für Andreas Aschauer. Aschauer beging bei einer keinesfalls spielentscheidenden Situation an der Mittellinie eine Tätlichkeit an Laufens Gerhard Nafe und musste daraufhin mit der Roten Karte frühzeitig die Dusche betreten. Am Ergebnis änderte dies nichts mehr.

Quelle: rosenheim24.de

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