Saaldorf beißt sich an Inzell-Keeper Schwabl die Zähne aus

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Johannes Hafner versuchte alles, um wenigsten ein Unentschieden zu erreichen, doch Markus Maier hatte den Saaldorfer Kapitän jederzeit gut im Griff

In keiner Weise die Spielanteile spiegelte das Ergebnis das Spitzenspiel der Kreisklasse IV wider, denn der Tabellendritte SC Inzell hatte im Grunde nur eineinhalb Chancen, nutzte diese jedoch in Person von Fabian Zeidler eiskalt aus und schlug den Tabellenführer aus Saaldorf am Ende relativ unverdient. Die Hausherren verkürzten kurz vor Schluß per Strafstoß zwar noch auf 1:2, doch öfter war SC Keeper Sebastian Schwabl nicht zu bezwingen.

Von Beginn an war beiden Mannschaften anzumerken, was in dieser Begegnung auf dem Spiel stand und zunächst war Abtasten angesagt. Die erste gute Aktion vor über 200 Zuschauern gelang den Hausherren in der 14. Minute. Michael Hauser knallte das Leder aus 20 Metern aufs Tor, doch Sebastian Schwabl konnte das Geschoß gerade noch um den rechten Pfosten drehen. Fünf Minuten später versuchte es erneut Hauser aus der Distanz, aber diesmal zischte der Ball am linken Pfosten vorbei. Nach knapp einer halben Stunde probierte es Stefan Pöllner, allerdings scheiterte er mit einem Schuss knapp vor der Strafraumgrenze an Schwabl. Von Inzell sah man bis dahin wenig. Die Biermaier/Dumberger Elf beschränkte sich auf Ballhalten und Torchancen verhindern. Eigene Torraumszenen waren Fehlanzeige.

In der 43. Minute war dann Sebastian Schwabl im Inzeller Gehäuse doch geschlagen. Einen Eckball von der rechten Seite von Stefan Schreyer köpfte Felix Großschädl platziert aufs SC Tor unhaltbar für den Inzeller Torhüter, doch Armin Dumberger schlug den Ball im letzten Moment von der Linie. Nur eine Minute später versuchte es Michael Schreyer mit einem Knaller, doch Schwabl parierte per Faustabwehr. Und so kam es wie so oft im Fußball. Auf der einen Seite werden beste Chancen nicht verwertet und auf der Gegenseite klingelt es. Ein langer Ball von Andi Panitz landete auf der linken Seite bei Fabian Zeidler, der drang in den Strafraum ein und zog aus dreizehn Metern halblinke Position ab, Der Schuss war zwar nicht allzu scharf, dafür aber sehr platziert und der Ball rollte ins lange Eck zum schmeichelhaften 1:0 für die Gäste.

Nach Wiederanpfiff des sehr souveränen Schiedsrichters Markus Putze wollte Saaldorf selbstredend den Ausgleich. Die erste brenzlige Situation hatten die Inzeller in der 55. Minute zu überstehen. Es gab indirekten Freistoß an der Fünferlinie wegen hohem Fuß eines Inzeller Verteidigers. Mit vereinten Kräften und langem Hin und Her konnte diese Situation bereinigt werden. Eine weitere Top Möglichkeit hatten die Hausherren nur drei Minuten später. Der eingewechselte Simon Zebhauser tankte sich auf der rechten Seite durch, legte zurück auf Michi Hauser und der jagt die Kugel aus siebzehn Metern um Zentimeter über den Gästekasten. Nach einer Stunde kam Simon Zebhauser halbrechts relativ frei an den Ball, wollte es aber zu genau machen und schob das Leder am langen Pfosten vorbei. Danach schwanden die Kräfte bei den Hausherren und sie mußten für den hohen Aufwand etwas Tribut zollen.

Der Ballbesitz wurde nun beim SC Inzell mehr und sie konnten auch Kapital daraus schlagen. Michi Rieder schickte auf der linken Seite Fabian Zeidler, der ließ mit einer geschickten Körpertäuschung noch Torhüter und Verteidiger ins Leere laufen ehe er eiskalt den Ball zum 0:2 in die Maschen jagte. Eigentlich wäre es das gewesen, doch Inzells Abwehrchef Martin Söll machte es nochmal spannend, indem er Michael Schreyer im Strafraum von den Beinen holte. Michi Hauser ließ sich diese Chance nicht nehmen (obwohl Schwabl mit den Fingerspitzen noch am Ball war) und markierte den 1:2 Anschlußtreffer. Nun wurde es nochmal hektisch und Saaldorf warf alles nach vorne. Fast wären sie in der 88. Minute dafür belohnt worden. Michi Hauser zog von halbrechts ab, Schwabl parierte meisterlich, Den Abpraller drosch Hans Jürgern Reindl aufs Inzeller Tor, doch Markus Maier klärte im letzten Moment auf Kosten eines Eckballs, der dann nichts einbrachte.

 

So blieb es beim schmeichelhaften Sieg des SC Inzell, der in der Tat in keiner Weise verdient war. Doch so ist nun mal Fußball und der Jubel bei den Inzeller Spielern und den sehr zahlreichen Fans war natürlich riesengroß. Außer Spesen nichts gewesen lautete dementsprechend das Motto bei den Hausherren. Wie angefressen Saaldorfs Trainer Hans Weissenberger nach dem Schlusspfiff war, wurde deutlich, indem er sogar den obligatorischen Handschlag verweigerte. Das zeugt wahrlich nicht von sportlicher Größe, auch wenn die Niederlage noch so schmerzlich war. Dennoch haben die Saaldorfer bei dem sehr leichten Restprogramm weiterhin die überaus große Chance auf Rang zwei und es kann durchaus zu einem weiteren Aufeinandertreffen zwischen Inzell und Saaldorf in dieser Saison kommen, wenn es gilt, die Tabelle zu bereinigen und den zweiten Platz zu fixieren. (hw)

Quelle: rosenheim24.de

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