TSV Wasserburg - ASV Großholzhausen 2:3

Erneuter Nackenschlag für die Wasserburger Löwen

Drei Punkte nahmen die Spieler vom ASV aus Wasserburg mit nach Hause.
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Drei Punkte nahmen die Spieler vom ASV aus Wasserburg mit nach Hause.

Wasserburg - In der entscheidenden Phase der Saison scheint den Wasserburger Löwen die Luft auszugehen. Durch die erneute Niederlage gegen gut konternde Großholzhausener wird das Spiel am nächsten Wochenende in Reichertsheim/Ramsau zum absoluten Entscheidungsspiel.

Für die Wasserburger zählt dann nur ein Sieg, um die Chance auf den direkten Aufstieg zu wahren. Bei einer Punkteteilung müsste man auf einen Ausrutscher der Reichertsheimer in Prien hoffen. Bei einem Sieg der Gastgeber stünden diese bereits vorzeitig als Kreisligameister und Bezirksligaaufsteiger fest. Wasserburg müsste dann in die alles andere als leichten Relegationsspiele.

ASV-Coach Riepertinger musste nach der schweren Verletzung von Flo Lippert aus dem letzten Spiel auf den dynamischen Flügelspieler verzichten. Zudem fiel der zuletzt starke Thomas Antretter ebenfalls verletzungsbedingt aus. Florian Grill und Max Lippert nahmen dafür die Positionen ein.

Schober schießt sein 18. Kreisligator 

Zum Spielverlauf: Wer gehofft hatte, dass die Großholzhausener Spieler nach den Hochzeitsfeierlichkeiten (das Spiel wurde ja wegen einer Hochzeit auf Wunsch von Großholzhausen um einen Tag verlegt) müde seien, sah sich sehr schnell getäuscht. Bereits nach vier Minuten entwischte ein Gästespieler der unsortierten Wasserburger Abwehr, Hamit Sengül ging zu ungeschickt in den Zweikampf und den daraus resultierenden Elfmeter setzte Maxi Schober unhaltbar in die Maschen - sein 18. Kreisligator.

Das 2:0 für die Gäste fiel dann bereits in der 9. Minute. Eine Ecke von Schober auf den langen Pfosten konnte Lippert per Kopf wieder in die Mitte bringen, wo Markus Hacke nur noch den Fuß hinhalten musste und so den Ball über die Linie beförderte.

ASV baut Führung aus

Wasserburg versuchte rasch mit ungestümen Angriffen zurückzukommen. Chancen für Hannes Hain und Dominik Haas nach einem Freistoß seines Bruders Matthias resultierten, aber auch ein erster brandgefährlicher Konter der Gäste. In der 15. Minute dann die Riesenchance für Sengül, seinen Fehler wiedergutzumachen. Sein Schuss wurde aber von einem Verteidiger auf der Linie geklärt. Wenige Minuten später sprang ein Ball von Dominik Haas vom Pfosten zurück in die Arme von Keeper Georg Moller. 

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Und es sollte noch schlimmer kommen. Nach erneuten Chancen für Wasserburg - ein Schuss von Ali Meltl wurde wieder von der Linie für den bereits geschlagenen Torwart geklärt und Michael Pointvogels Schuss zischte knapp am linken Torpfosten vorbei - führte ein weiterer schneller Konter über zwei Stationen zum 0:3. Das dritte Tor fiel in der 39. Minute, als Fabian Riepertinger auf die Reise geschickt wurde und auf Strafraumhöhe quer auf Hacke legte, der per Beinschuss bei Torwart Haas das 3:0 erzielte – Das 12. Saisontor für den Stürmer des ASV.

Fehlentscheidung des Schiris führt zum 3:1

Kurz vor der Pause dann doch noch ein Lichtblick aus Wasserburger Sicht. Nachdem es bereits kurz zuvor zu einer elfmeterreifen Situation gekommen war, zeigte der Schiedsrichter in der 45. Minute nach einem Foul an Dominik Haas auf den Punkt. Den nicht schlecht geschossenen Strafstoß konnte der Torwart mit einer tollen Parade zwar abwehren, der abprallende Ball wurde dann aber von Alex Huber sicher verwandelt. So ging es mit einem 1:3-Rückstand in die Halbzeitpause.

Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters Mayer führte zu diesem Strafstoß für Wasserburg. Mayer kam in der Halbzeit in die Kabine des ASV, räumte seinen Fehler in dieser Situation ein und entschuldigte sich bei den Spielern. Eine großartige Aktion des jungen Schiedsrichters, welche allerhöchsten Respekt verdient und die Klasse von Mayer zeigt – Hut ab von Seiten des ASV.

Wasserburg verkürzt - Spannung bis zum Schluss

Nach der Pause gleich wieder gute Chancen für die Löwen. Ali Meltl verzog knapp nach einer Ecke von Matthias Haas. Meltl war es auch, der in der 61. Minute zur Stelle war und mit dem Kopf auf 2:3 verkürzte. Danach gab es nur noch Spiel auf ein Tor mit mehreren Hochkarätern. Wasserburg brachte viele Flanken und Standards, doch die Abwehr um Riepertinger, Dostthaler, Schober und Grill stand sicher und konnte jede Situation klären. Die Löwen agierten aber insgesamt zu ineffektiv, so dass es, trotz großem Einsatz und einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Spiel in Bruckmühl, bei der bitteren 2:3-Heimniederlage blieb. 

So kommt es nun also am nächsten Wochenende zum „Showdown“ in Ramsau. Die Wasserburger Fans wollen ihre Mannschaft mit einem Bus begleiten und kräftig unterstützen. Mit zwei Siegen an den verbleibenden zwei Spieltagen wäre der direkte Aufstieg immer noch realisierbar.

Beim ASV ist nächste Woche der TuS Prien zu Gast. Dieser steht derzeit auf dem unteren Relegationsplatz und muss unbedingt punkten. Anpfiff ist am Samstag, den 27. Mai, um 15 Uhr an der Sulzbergstraße.

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Pressemitteilungen TSV Wasserburg/ASV Großholzhausen