Buchbach erteilt Freigabe: Rückwechsel perfekt!

Einigung: Mauerkirchner zurück beim SB Chiemgau!

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"Torgarant" Stefan Mauerkirchner ist zurück im Trikot des SB Chiemgau Traunstein! Künftig wird er wieder im Jakob-Schaumaier-Sportpark auf Torejagd gehen.
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Traunstein/Buchbach - Der TSV Buchbach hat am letzten Tag vor Ablauf der Wechselperiode Stürmer Stefan Mauerkirchner doch noch die Freigabe erteilt und den seit Anfang des Jahres ruhenden Vertrag aufgelöst. Der 23-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung zurück zum Landesligisten SB Chiemgau Traunstein, der sich seit Wochen um eine Rückkehr des Angreifers bemüht hatte - und entsprechend glücklich ist, dass in letzter Minute doch noch eine Einigung zustande gekommen ist. Mauerkirchner ist damit sofort spielberechtigt.

Jetzt ist er also doch noch zustande gekommen, der Rückwechsel von Sturmtank und Publikumsliebling Stefan "Maui" Mauerkirchner an die Traun. Auch wir hatten bereits ausführlich über die Verhandlungen und Hintergründe berichtet. Der Durchbruch zwischen beiden Vereinen erfolgte erst am letzten möglichen Tag vor Ende der von Verbandsseite vorgeschriebenen Wechselfrist. Ein Sponsor, der bei beiden Vereinen tätig ist, fungierte letztlich als Mittelsmann, der den Transfer erfolgreich moderierte. Ende gut, alles gut - könnte man also sagen. Doch wie konnte der Last-Minute-Wechsel funktionieren?

„Nachdem wir kurz zuvor mit Merphi Kwatu und Dusan Jevtic zwei offensive Spieler verpflichten konnten, war der Handlungsspielraum da, um Mauerkirchner die Freigabe zu erteilen. Auch wenn die Hoffnung gering war, dass sich an seiner Situation nochmal etwas ändert, haben wir ja gesagt, dass ein Wechsel überhaupt nur möglich sei, wenn wir adäquaten Ersatz bekommen. Das ist uns gelungen - deswegen konnten wir den Vertrag jetzt auflösen und uns mit den Traunsteinern einigen“, so Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier am späten Dienstagnachmittag.

Buchbacher Neuzugänge verschaffen Handlungsspielraum

Mauerkirchner war im August trotz einer langwierigen Muskelverletzung von seinem Stammverein SB Chiemgau Traunstein zum Regionalligisten gewechselt und kam dort vor der Winterpause noch fünf Mal zum Einsatz. Aufgrund gravierender beruflicher und familiärer Veränderungen sah sich der Angreifer aber nicht mehr in der Lage den Aufwand Regionalliga mit samt den langen Fahrtstrecken zum Training zu stemmen. „Wir hätten Maui gerne behalten, weil wir überzeugt waren, dass er seinen Weg bei uns gemacht hätte! Und auch menschlich hätte er gut bei uns reingepasst!“, sagt Hanslmaier.

Der zunehmende Spagat zwischen Beruf, Fußball und Familie sei für den Mittelstürmer aber schon in den letzten Wochen vor der Winterpause zur Belastung geworden, sagt er: „Grundsätzlich bin ich ja so gestrickt, dass ich alles, was ich mache, mit voller Überzeugung und ganzem Herzen machen möchte!"

Mauerkirchner war der Spagat nicht mehr möglich

"Dank Gleitzeit konnte ich bislang immer schon sehr früh in die Arbeit kommen und dann rechtzeitig aufhören, um noch ins Training zu fahren.", so Mauerkirchner, der anfügt, dass dies in nächster Zeit aber nicht immer möglich sein wird, "weil jetzt Besprechungen und Fortbildung auch in den späten Nachmittags- oder Abendstunden stattfinden. Ich bin in Buchbach mit allen gut klar gekommen - aber irgendwie hat das Timing leider nicht gepasst.“

Mauerkirchner, selbst frisch gebackener Familienvater, vertritt ab sofort einen Kollegen, der in Elternzeit geht. Dies ist sowohl mit anderen Zeitabläufen als auch anderem Arbeitsumfang verbunden. Insofern hatte er den Traunsteinern auch bei den ersten Gesprächen Anfang des Jahres bereits mitgeteilt, dass er „auch im Falle einer Freigabe nicht zusagen kann, dass ich immer im Training bin und immer spielen kann. Ich muss erst wieder den Kopf frei haben und Spaß am Fußball haben. In der Landesliga ist es aber sicherlich leichter zu kompensieren, wenn man mal das eine oder andere Training verhindert ist. Buchbach hätte mir diesbezüglich wirklich alle Brücken gebaut - aber der Unterschied zwischen Landes- und Regionalliga ist schon brutal groß!“

Traunsteiner reagieren begeistert!

In Traunstein werden sich jedenfalls sowohl Mannschaft und Trainer als auch die zahlreichen Zuschauer diebisch freuen, dass sie so unverhofft noch in dieser Saison wieder mit Mauerkirchners tatkräftiger Unterstützung rechnen können. "Von unserer Seite ist alles an den Verband gemeldet, da sollte also nichts mehr schief gehen", frohlockt der Pressesprecher des SBC Peter Mallmann: "Wir sind restlos begeistert, dass das jetzt doch noch geklappt hat!"

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Michael Buchholz / cs

Quelle: rosenheim24.de

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