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Vieregg sorgte für die Entscheidung

Sieg der Leidenschaft: Wasserburger Löwen gewinnen Heimspiel gegen Kirchheim

Bilder vom Spiel der Wasserburger Löwen gegen SV Wacker Burghausen
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Feiert mit seiner Mannschaft einen Heimsieg: Wasserburgs Trainer Harry Mayer.

Nach dem Remis gegen den FC Unterföhring legten die Wasserburger Löwen im Heimspiel gegen den Kirchheimer SC nach. Die Mannschaft von Trainer Harry Mayer gewann mit 2:0 und feierte endlich wieder einen Sieg in der Altstadt.

Wasserburg am Inn - Landesliga Südost ist, wenn der geneigte Zuschauer anhand der spielerischen Darbietung nicht zu erkennen vermag, ob gerade der Tabellenfünfte oder der Fünftletzte in der Altstadt gastiert. Im Gegensatz zu Schwaig (Fünftletzter), die an der Landwehrstraße vor sieben Tagen sechs Treffer erzielten, gelang Kirchheim, seines Zeichens Fünfter, gar nicht erst ein Schuss auf das Gehäuse von Andreas Dumpler, den wiederum die Torflut der Vorwoche ins Tor gespült hat.

Die Wasserburger Löwen hatten die ersten Chancen des Spiels

Wasserburg knüpfte nur drei Tage nach dem schweren Auswärtsspiel in Unterföhring an die dort gezeigte Leistung an und war von Beginn an überlegen. Wenn es gefährlich wurde, war meist Luca Wagner beteiligt. Nach einer Viertelstunde schob der 21-Jährige den Ball aus aussichtsreicher Position knapp am Tor vorbei und nach einem Konter über Daniel Kononenko und Michael Barthuber geriet Wagners Schuss zu schwach, um Martin Egner im Kirchheimer Tor zu überwinden (18.).

In der 26. Minute wäre Egner geschlagen gewesen, doch Barthubers Abschluss wurde unglücklich vom eingelaufenen Bruno Ferreira Goncalves geblockt. Die Löwen waren am Drücker und vor allem deutlich leidenschaftlicher in den Zweikämpfen.

Chancenwucher des TSV 1880 Wasserburg

Symbolisch für das wiedergefundene Zweikampfverhalten war eine Grätsche aus dem Lehrbuch von Maxi Höhensteiger, die nicht nur die Zuschauer verzückte, sondern auch eine Großchance durch Wagner einleitete. Von links in den Strafraum eindringend, scheiterte der Stürmer jedoch abermals an Kirchheims Keeper (28.). Eine der Aufgaben für Trainer Harry Mayer wird es in den kommenden Wochen sein, seine Angreifer kaltschnäuziger zu machen, denn Chancen sind in jedem Spiel reichlich vorhanden.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde die erste hundertprozentige Torchance vergeben. Nach Gassenpass von Wagner scheiterte Barthuber frei vor Egner und so mancher an der Landwehrstraße 10 fühlte sich an den Chancenwucher der vergangenen Wochen erinnert, der zu oft vom Gegner bestraft wurde (51.).

Ferreira Goncalves brach den Bahn aus Sicht der Löwen

Nicht so an diesem Freitagabend in der Altstadt. Bruno Ferreira Goncalves, der in der ersten Halbzeit noch der unglückliche Torverhinderer war, brach den Bann und markierte das 1:0. Während sämtliche Kombinationen zuvor ohne Erfolg blieben, wurde nun der geradlinigste Weg gewählt. Lucas Knauer hatte aus der Innenverteidigung einen weiten Ball humorlos zurück in die gegnerische Hälfte gegeben, Janik Vieregg artistisch verlängert und Ferreira Goncalves nach gewonnenem Sprintduell eiskalt versenkt (52.).

Geweckt durch den Rückstand merkte Kirchheim nun auch, dass sie doch etwas in die Offensive investieren sollten, falls sie nicht mit leeren Händen nach Hause fahren wollten. Gefährlicher wurden die Gäste aber erst durch die Hereinnahme von Korbinian Vollmann. Der ehemalige Zweitligaspieler hatte zuletzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, wenn er aber am Ball war und anzog, unterstrich er sofort, weshalb er eine zuvor biedere Mannschaft fast im Alleingang in die Spitzengruppe geführt hat.

Vieregg sorgte für die Entscheidung

In der Kirchheimer Drangphase entschieden die Hausherren jedoch das Spiel. Der eingewechselte Daniel Vorderwestner dribbelte sich auf der rechten Außenbahn durch und bediente mit der Pike (vulgo: Bauernspitz) in der Mitte Janik Vieregg, der ungehindert zum 2:0 einschob (71.).

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In der Schlussphase ließ die Hintermannschaft nichts mehr zu, sodass der Heimerfolg nicht mehr in Gefahr geriet. Bereits unmittelbar nach dem Spiel schwor Harry Mayer seine Spieler darauf ein, dass es jetzt weitergehen muss, ansonsten würde der Schwung des Sieges wieder verpuffen. Der Druck an der Landwehrstraße 10 wird weiter hochgehalten. Schon am kommenden Freitag gastiert mit dem TSV Ampfing der Tabellendritte in Wasserburg.

Die Daten zum Spiel

Wasserburg: Dumpler, Neumeier, Knauer Lucas, Kollie, Kononenko, Höhensteiger, Kerschbaum (ab 75. Müller), Vieregg (ab 82. Stillfried), Ferreira Goncalves (ab 88. Knauer Moritz), Barthuber (ab 65. Vorderwestner), Wagner (ab 90. Dukic)

Tore: 1:0 Bruno Ferreira Goncalves (52.), 2:0 Janik Vieregg (71.)

Schiedsrichter: Dr. Quirin Demlehner (SSV Eggenfelden)

Zuschauer: 250

jah

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