Nach langer Leidenszeit und schwerer Verletzung

Ex-Burghauser Thiel feiert erst sein Comeback - seitdem nicht mehr im Kader

Nach Kreuzbandriss und Meniskus-OP kämpfte sich Maximilian Thiel wieder zurück. Doch das Comeback lief nicht nach Plan.
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Nach Kreuzbandriss und Meniskus-OP kämpfte sich Maximilian Thiel wieder zurück. Doch das Comeback lief nicht nach Plan.

Der Burgkirchener Maximilian Thiel kämpfte sich nach einem Kreuzbandriss und einer Meniskus-Operation lange zurück und feierte Anfang des Jahres sein Comeback in der Startelf des 1. FC Heidenheim. Doch dieses endete früh und seitdem stand der 28-Jährige nicht mehr im Kader. Er kann sich dennoch einen Verbleib vorstellen.

Heidenheim - Maximilian Thiel hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Der gebürtige Burgkirchener, der seit 2017 beim 1. FC Heidenheim spielt, zog sich im Sommer 2019 einen Kreuzbandriss zu. Als er auf dem Weg zurück war und wieder am Mannschaftstraining teilnahm, musste er sich einer Meniskus-Operation unterziehen.

Thiel über das Spiel gegen Sandhausen: „Ich hatte mir das Comeback so schön ausgemalt“

Somit kam der 28-Jährige im Jahr 2020 insgesamt nur auf 22 Einsatzminuten. Diese sammelte er Ende Oktober des vergangenen Jahres gegen Osnabrück und Düsseldorf. In den darauf folgenden Spielen war Thiel, der in der Jugend in Burgkirchen und beim SV Wacker Burghausen spielte, nicht mehr im Kader. Deshalb sollte das Jahr 2021 seines werden und es fing eigentlich gut an.

Gegen Nürnberg war er im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Gegen Sandhausen am 8. Januar stand der Burgkirchener dann erstmals wieder in der Startelf. „Ich hatte mir dieses Comeback so schön ausgemalt“, sagt der Burgkirchener gegenüber heimatsport.de. Doch das Spiel nahm aus Thiels Sicht eine tragische Wendung.

Maximilian Thiel: „Ein rabenschwarzer Tag“

Bereits früh in der Anfangsphase war er an einem Gegentreffer direkt beteiligt und sein Teamkollege Kevin Sessa sieht nach 22 Minuten die Rote Karte. Deshalb nahm Heidenheims Trainer Frank Schmidt früh zwei taktische Wechsel vor, weshalb Thiels erster Startelfeinsatz bereits nach 36 Minuten beendet war. Die Begegnung endete schließlich 4:0 für Sandhausen.

„Ein rabenschwarzer Tag, für mich und die ganze Mannschaft“, sagt der 28-Jährige und verrät: „Ich saß in der Kabine und habe geweint.“ Seit diesem Spiel stand Thiel nicht mehr im Kader beim Zweitligisten. Sein Vertrag endet im Sommer und Thiel kann sich einen Verbleib in Heidenheim vorstellen. „Die nächsten Wochen werden da eine Entscheidung bringen. Da muss man jetzt einfach cool bleiben – und gesund.“

Die Karriere von Maximilian Thiel

Maximilian Thiel feierte 2010 sein Debüt in der 3. Liga für den SV Wacker Burghausen. 2013 ging es für den Burgkirchener weiter zum 1. FC Köln, wo er erstmal in der 2. Liga auflief. Dort wurde er Meister und stieg mit dem Köln in die Bundesliga auf. Doch da er keine Aussicht auf Einsatzzeiten sah, wechselte er auf Leihbasis zu Union Berlin, wo er dann 2015 fest verpflichtet wurde. In der Hauptstadt blieb der Linksaußen zwei Jahre, eher er zum 1. FC Heidenheim wechselte, wo er seitdem unter Vertrag steht.

Kann sich einen Verbleib in Heidenheim durchaus vorstellen: Der Ex-Burghauser Maximilian Thiel.

Thiel kam ingesamt 84 Mal in der 2. Liga (13 Tore) und 76 Mal in der 3. Liga (14 Tore) zum Einsatz. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler stand sechs Mal im DFB-Pokal auf dem Platz.

ma

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