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„Es sind ja nur elf Meter“

Elfmeter-Held aus Mühldorf: Bochums Keeper Riemann verwandelt entscheidenden Elfer

Manuel Riemann avancierte im Pokal mal wieder zum Held.
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Manuel Riemann avancierte im Pokal zum Elfmeterheld.

Diesen Abend wird der Mühldorfer Manuel Riemann nicht so schnell vergessen. Nachdem er in der 119. Minute für seinen Torwartkonkurrenten Michael Esser eingewechselt wurde, zeigte der 33-jährige Torwart seine Nervenstärke vom Punkt und versenkte den entscheidenden Elfmeter für den VfL Bochum gegen den FC Augsburg.

Bochum - Dabei begann der Pokal-Abend für die eigentliche Nummer Eins im Bochumer Tor erst mal ruhig. Trainer Thomas Reis entschied sich, Riemann eine Pause zu geben und setzte Michael Esser in den Kasten.

Schlagabtausch in zweiter Halbzeit

Und es lief auch wirklich gut für den VfL. Milos Pantovic brachte sein Team in der zwölften Minute mit 1:0 in Führung. Pantovic war es auch, der in der 53. Minute nach einem schönen Pass von Christopher Antwi-Adjei von der Strafraumkante zum 2:0 für den VfL traf. Bochum schien das Spiel unter Kontrolle zu haben.

Doch die Augsburger Antwort lies nur zwei Minuten auf sich warten. Reece Oxford kam im Strafraum völlig frei zum Kofpball. Der Anschluss für die Gäste. Augsburg drückte nach dem 2:1 auf den Ausgleich. Drei Minuten später durfte Andi Zeqiri den Ball im Strafraum ohne Gegenwehr annehmen und zu Schuss kommen, Esser konnte den Ball nur zur Seite abwehren, wo Ruben Vargas am schnellsten reagierte und die Kugel im Bochumer Kasten unterbrachte. Der Ausgleich für Augsburg.

„ War nicht abgesprochen, dass ich eingewechselt werde“

In der regulären Spielzeit und der Verlängerung drückte Bochum zwar auf die Führung, konnte die Chancen jedoch nicht mehr verwerten. In der 119. Minute bringt Trainer Reis fürs Elfmeterschießen Riemann ins Spiel. Abgesprochen war der Wechsel nicht: „Ich wusste von dem ganzen Plan gar nichts. Es war nicht vorher abgesprochen, dass ich kurz vorm Elfmeterschießen eingewechselt werde“, wird Riemann auf der Vereinshomepage zitiert.

Im Tor konnte sich der Mühldorfer nicht auszeichnen, die ersten vier Augsburger Elfmeter saßen, doch auch Bochum traf alles. Dann schoss Arne Maier seinen Elfmeter jedoch in den Bochumer Nachthimmel. Riemann übernahm die Verantwortung, schritt als Torwart für den entscheidenden Elfmeter selbst an den Punkt, schob den Ball ins linke Eck und brachte sein Team damit ins Achtelfinale. „Dass ich einen ganz guten rechten Fuß habe, ist glaube ich bekannt. Es sind ja nur elf Meter. Ich war mir ehrlich gesagt ziemlich sicher heute“, ließ Riemann selbst nach dem Spiel keine Zweifel aufkommen.

Von Burghausen über Osnabrück und Sandhausen nach Bochum

Seit 2015 spielt Riemann nun schon beim VfL. Er absolvierte bisher 195 Spiele in denen er 56 mal ohne Gegentor blieb. Der gebürtige Mühldorfer kam aus der Jugend des TSV 1860 Rosenheim nach Burghausen, wo er zum Stammkeeper wurde. Bei Burghausen hatte der junge Torwart auch seine erste Begegnung mit dem DFB-Pokal. Wacker brachte damals den FC Bayern an den Rande einer Niederlage und musste sich erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Auch damals schon konnte Riemann sich mit einem geschossenen und zwei gehaltenen Elfmetern auszeichnen.

Von Burghausen ging es 2010 weiter zum VfL Osnabrück, den er 2013 in Richtung Sandhausen wieder verließ. 2015 verpflichtete ihn dann Bochum als Konkurrent für Andreas Luthe. Ab Mitte der Saison 2015/16 war Riemann dann Stammtorhüter für den VfL. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga zur laufenden Saison spielt der 33-Jährige erstmals auch Bundesliga.

tb

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