"Dümmste Überschrift, die ich jemals gesehen habe"

"Black Friday" - Italienische Zeitung sorgt für Rassismusskandal

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Romelu Lukaku (hier im Duell mit Dortmunds Mario Götze) steht im Mittelpunkt der Rassismusdebatte.
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Rom - Der italienische Fußball hat eh schon ein massives Rassismus-Problem. Nun sorgte die Titelseite einer Sportzeitung rund um den Ausdruck "Black Friday" für Aufsehen. Die Vereine sind empört. Das Blatt verteidigt sich mit einer bemerkenswerten Erklärung.

Die beiden dunkelhäutigen Fußballer Romelu Lukaku und Chris Smalling links und rechts, zwischen ihnen in Versalien die Schlagzeile "Black Friday": Mit einer rassistisch anmutenden Titelseite hat die italienische Tageszeitung "Corriere dello Sport" für Empörung gesorgt. Die Zeitung hob zwar hervor, dass Inter-Stürmer Lukaku und Roma-Verteidiger Smalling vor ihren Wechseln nach Italien in dieser Saison bei Manchester United zusammengespielt haben, sich sehr schätzten und sich immer entschieden gegen Rassismus im Fußball engagiert hätten. Dennoch war der Aufschrei groß.

"Dümmste Überschrift, die ich je gesehen habe"

Lukaku schrieb bei Instagram von der "dümmsten Überschrift, die ich in meiner Karriere je gesehen habe. Ihr Typen befeuert das Negative und das Thema Rassismus." Smalling twitterte, das Titelblatt der Zeitung sei "falsch und höchst taktlos". Inters Stadtrivale AC Mailand schrieb bei Twitter: "Diese Oberflächlichkeit und Ignoranz gegenüber Rassismus sind absolut nicht mehr hinnehmbar." Auch die betroffenen Vereine Inter und Roma sowie der AC Florenz reagierten empört. Milan und Roma teilten in einer gemeinsamen Erklärung darüber hinaus mit, Reportern des "Corriere dello Sport" bis zum Ende des Kalenderjahres den Zutritt zu ihren Vereingelände zu verwehren.

Bemerkenswertes Statement der Zeitung

"Als Italiener schäme ich mich, so eine Überschrift zu lesen", sagte Lukakus Manager Federico Pastorello bei "Sky Sports". Auch die Antirassismus-Organisation Fare kritisierte das Titelbild. "Die Medien nähren den Rassismus jeden Tag", schrieb Fare auf Twitter.

Als Reaktion auf den Aufschrei vor allem im Internet veröffentlichte der Chefredakteur des "Corriere dello Sport" ein bemerkenswertes Statement. Der Ausdruck "Black Friday" sei "eine Lobpreisung auf das Anderssein, der Stolz des Andersseins, der großartige Reichtum des Andersseins", schrieb Ivan Zazzaroni. Eine "unschuldige Überschrift" werde "von jenen vergiftet, die Gift in sich haben". Der Begriff "Black Friday" ("Schwarzer Freitag") stammt aus den USA und kennzeichnet den Startschuss für die Weihnachtseinkäufe.

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dg (mit Material der dpa)

Quelle: rosenheim24.de

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