Mega-Strafe nach Spuckattacke

Nach Ascacibar-Sperre: Das sind die längsten Sperren der Bundesliga-Geschichte

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Santiago Ascacibar sah nach einer Spuckattacke gegen Leverkusens Kai Havertz die rote Karte.
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Stuttgart - Santiago Ascacibar vom VfB Stuttgart sah am Wochenende nach einer Spuckattacke gegen Kai Havertz die rote Karte. Vom Sportgericht erhielt er dafür eine Sperre von sechs Wochen, die Saison ist für ihn beendet. Doch was waren eigentlich die längsten Strafen, die je in der Bundesliga verhängt wurden?

Ganze sechs Wochen muss Santiago Ascacibar zusehen. Für den 22-jährige Argentinier vom VfB Stuttgart ist die Saison nun beendet. Doch gegen die längsten Sperren, die in der Bundesliga je ausgesprochen wurden, wirkt Ascacibars Strafe wie ein gemütlicher Kurzurlaub.

Schiedsrichter getreten und geschlagen: Sechs Monate

Herthas Lewan Kobiaschwili wurde nach einem Faustschlag gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark für sechs Monate gesperrt.

Friedhelm "Timo" Konietzka vom TSV 1860 München ist dabei Rekordhalter. Ganze sechs Monate wurde er gesperrt, nachdem er 1966 einen Schiedsrichter gestoßen, getreten und ihm seine Pfeife aus dem Mund geschlagen hatte. Ebenfalls für sechs Monate musste Lewan Kobiaschwili von Hertha BSC zusehen. Er lief Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem Relegationsrückspiel bei Fortuna Düsseldorf 2012 hinterher und schlug ihm mit der Faust auf den Hinterkopf. Zuvor trennten sich die beiden Mannschaften 2:2-Unentschieden und Berlin stieg in die zweite Bundesliga ab. Zwischenzeitlich musste das Spiel mehr als 20 Minuten lang unterbrochen werden, da mehrere hundert Fans während der Nachspielzeit das Spielfeld stürmten.

Für vier Monate gesperrt wurde Hakan Calhanoglu von Bayer 04 Leverkusen. Der Deutsch-Türke wurde vom türkischen Erstligisten Trabzonspor 2017 erfolgreich wegen Vertragsbruchs verklagt und bestraft. Er bestritt danach kein Spiel mehr für die Werkself und steht seit Sommer 2017 bei AC Mailand unter Vertrag.

Meier für "legendären" Kopfstoß für drei Monate aus dem Verkehr gezogen

1974 wurde Erwin Kremers von Schalke 04 für 14 Wochen gesperrt. Der Grund: Er bezeichnete den Schiedsrichter als "Blöde Sau". Eine fast schon legendäre Szene ereignete sich 2005, als Norbert Meier, damals Trainer vom MSV Duisburg, mit Kölns Albert Streit aneinander geriet. Der Trainer stieß Streit mit dem Kopf und sank darauf selbst zu Boden. Meier erhielt damals eine Sperre von drei Monaten.

Norbert Meier erhielt nach dem Kopfstoß Albert Streit mit anschließender Schwalbe eine Sperre von drei Monaten.

HSV-Keeper Uli Stein war nach einem Gegentor im Supercup-Finale 1987 so frustriert, dass er im Liegen dem Bayern-Spieler Jürgen Wegmann einen Faustschlag ins Gesicht verpasste. Zehn Wochen musste er deswegen zuschauen. Für die selbe Zeit wurde 1993 Axel Kruse vom VfB Stuttgart gesperrt. Er beleidigte den Unparteiischen und schubste ihn sogar noch zu Boden.

Guerrero für nur sieben Woche gesperrt

Für sein Horror-Foul an Sven Ulreich wurde Paolo Guerrero für acht Spiele gesperrt.

Eines der brutalsten Fouls der Bundesliga-Geschichte leistete sich Paolo Guerrero 2012, damals Spieler beim Hamburger SV. Nach einem Sprint über das halbe Spielfeld sprang er dem damaligen VfB Stuttgart-Keeper Sven Ulreich von hinten in die Beine. Gerade einmal sieben Wochen - was aufgrund des Spielplans acht Siele bedeutete - wurde er dafür aus dem Verkehr gezogen, in Anbetracht der "nur" sechswöchigen Sperre von Ascacibar wirkt die Strafe doch sehr harmlos. Guerrero wechselte im Sommer 2012 in seine brasilianische Heimat und spielte dort für Corinthians Sao Paulo und Flamengo Rio de Janiero, seit 2018 steht er beim SC Internacional in Porto Alegre unter Vertrag.

Quelle: rosenheim24.de

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