Über 600 Teilnehmer diskutierten

Was ändert sich in der Zukunft im Jugendbereich?

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In Zukunft könnte sich im Jugendfußball einiges ändern.
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München - Vorschläge und Wünsche zur Weiterentwicklung des Juniorenfußballs in Bayern unterbreiten – von dieser Möglichkeit haben in den vergangenen Monaten Jugendspieler, Trainer, Betreuer und Abteilungsleiter aus ganz Bayern bei den „Junior-Talks“ und „Jugendtrainer-Talks“ (insgesamt über 600 Teilnehmer) Gebrauch gemacht.

Im Rahmen seiner Kampagne "Pro Amateurfußball" veranstaltete der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bayernweit in allen 22 Kreisen 41 „Runde Tische“ zum Thema Jugendfußball und lud alle Interessierten zu einem Dialog auf Augenhöhe und ohne Denkverbote ein. Die ersten Anregungen fanden bereits 2018 Eingang in die Neufassung der Jugendordnung: Beispielsweise die Abschaffung der sogenannten „Gesichtskontrolle“ durch den Schiedsrichter und die damit einhergehende Umstellung des Spielberechtigungsnachweises anhand der Spielerporträts im Elektronischen Spielbericht oder die noch intensivere Zusammenarbeit mit dem FIFA Medical Centre Regensburg, von der nicht nur die Bayernauswahl-Spieler durch Vorsorgeuntersuchungen profitieren, sondern auch die Basis – durch breit angelegte Studien zu Themen wie Prävention von Verletzungen im Amateurfußball oder zu möglichen Gefahren beim Kopfballspiel.

Hier gibt's alle Vorschläge in der Übersicht

Aber auch die weiteren Ideen und Anregungen von Seiten der Spieler und Vereinsfunktionäre verschwanden freilich nicht in der Schublade, sondern wurden vom Verbands-Jugendausschuss unter Vorsitz von Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann sowie unter tatkräftiger Mitarbeit von Manfred Riedl intensiv auf mögliche Vor- und Nachteile sowie die Umsetzbarkeit in der Praxis überprüft. Zu Vorschlägen wie beispielsweise „Lockerung des Montagsspielverbots für U13/U15-Mannschaften“ oder „Ausweitung der Altersgruppen auf drei Jahrgänge“ nahm der Verbands-Jugendausschuss dezidiert Stellung und begründet ausführlich das weitere Vorgehen.

Verband setzt auf Transparenz

„Der Bayerische Fußball-Verband fährt in allen Bereichen einen Kurs der Mitbestimmung und der absoluten Transparenz. Vor allem bei einem Thema wie Änderungen im Jugendspielbetrieb ist es aus unserer Sicht extrem wichtig, von Beginn all diejenigen mit an Bord zu nehmen, die es betrifft: Und das sind die Jugendspieler selbst und deren Trainer und Betreuer. Wer, wenn nicht sie, wissen aus eigener Erfahrung am besten, was gut läuft, wo eventuell der Schuh drückt und an welchen Stellschrauben gedreht werden könnte“, erklärt Jürgen Faltenbacher, BFV-Schatzmeister und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Dialoge Vereine/Verband“ der Kampagne „Pro Amateurfußball“.

"Wollen den Diskurs fördern"

„Dass wir am Ende auf jeden einzelnen Vorschlag individuell eingehen und unsere Gedanken dazu auch jedermann zugänglich machen, ist nur die logische Konsequenz. Sonst könnten wir uns die Runden Tische auch sparen. Für uns sind das elementare Treffen zum offenen Austausch mit aktuellen Themen. Das passiert auch nicht in kleinen Gremien hinter verschlossenen Türen, sondern im direkten Austausch mit den Betroffenen. Zudem ist es ja genau unser Ziel, den Diskurs zu fördern – auch zu Punkten, die aktuell in der vorgeschlagenen Form noch nicht umgesetzt werden können“, so Faltenbacher weiter.

Quelle: rosenheim24.de

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