Kurioses Eigentor und Torwart-Patzer: Aibling schlägt sich im Derby gegen Au selbst

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Symbolisch für die unglücklichen Gegentreffer: Bad Aiblings bester Mann mit der Nummer sechs, Ulrich Raffeiner, am Boden

Mit einer Schweigeminute am Mittelkreis für Florian Reisberger, das 19-jährige Mitglied des ASV Au verunglückte bei einem Skiunfall tödlich, begann das Derby zwischen Au und dem TuS Bad Aibling. Der ASV spielte mit Trauerflor.

Stille. 60 Sekunden Stille als Beweis des Respekts für einen zu jung verstorbenen Menschen: Mit einer Schweigeminute am Mittelkreis für Florian Reisberger, das 19-jährige Mitglied des ASV Au verunglückte bei einem Skiunfall tödlich, begann das Derby zwischen Au und dem TuS Bad Aibling. Danach pfiff Schiedsrichter Martin Gasteiger vom TSV Brannenburg, der später noch in den Fokus des Spielgeschehens rücken sollte, das Flutlichtspiel an. Der ASV spielte mit Trauerflor.

Beide Mannschaften begannen verhalten. Die in der Vorrunde oftmals sehr stark aufspielende Offensive der Auer trat in der Anfangsphase nur wenig in Erscheinung, da die Defensive des Kurstadt-Ensemble sehr diszipliniert und kompakt stand. Äußerst positiv fiel dabei vor allem TuS-Youngster Uli Raffeiner auf, der im zentralen Mittelfeld ein einwandfreies Zweikampfverhalten zeigte und auch in Drucksituationen stets die Übersicht behielt.

Au testet die Beschaffenheit des Aibling-Aluminiums gleich doppelt

Trotzdem kamen die Gäste gegen Ende der ersten Hälfte besser in Schwung und testeten gleich zweimal kurz hintereinander die Beschaffenheit des Aiblinger Aluminiums: Nach einem langen Ball aus dem Halbfeld saugte Manuel Martin den Ball gekonnt innerhalb des Sechzehners aus der Luft, ließ mit einem Haken zwei Aiblinger ins Leere laufen und donnerte das Leder gegen den linken Außenpfosten. Nur wenige Minuten später setzte Franz-Xaver Pelz einen Freistoß aus zentraler Position gegen die Latte. Von der Offensive der Riedl-Truppe war in der gesamten ersten Hälfte nichts zu sehen, und so ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel brachte Moses Riedl mit Sebastian Foidl dann den besten Aiblinger Torschützen, was für frischen Schwung im Aiblinger Offensivspiel sorgte. Trotzdem war es fünf Minuten nach Wiederanpfiff der Kreisliga-Spitzenreiter, der jubeln durfte – allerdings über das Pech des Gegners. Daniel Anemüller rutschte eine Flanke von Pelz im eigenen Strafraum so unglücklich beim Klärungsversuch über den Schlappen, dass der Ball aus 15 Metern im eigenen Netz landete.

Benedikt Stadler beweist Wahrsager-Potential

Doch Aibling stecke nicht auf und erarbeite sich mehr und mehr Torraumszenen. Nach einem Foulspiel an der rechten Strafraumlinie gab es Freistoß für die Hausherren und Benedikt Stadler, Ex-Coach der zweiten Mannschaft des TuS, sagte die folgende Szene exakt vorher: „Freistoß Zoss, Kopfballtor Foidl.“ So kam es dann auch und Aibling glich zum 1:1 aus. Eine Minute nach dem Ausgleich kassierte ASV-Kicker Marinus Müllauer dann noch Gelbrot wegen wiederholtem Foulspiel.

Doch der TuS schaffte es nicht aus dem Überzahlspiel Kapital zu schlagen. So kam es wie es kommen musste: Peter Niedermeier erlief sich einen langen Ball und machte sich auf in Richtung Aiblinger Strafraum. Thomas Markl ging wenige Meter vorm Sechzehner energisch dazwischen, brachte Niedermeier zu Fall und sah dafür die Rote Karte. Eine harte, aber durchaus vertretbare Entscheidung. Pelz brachte den Freistoß scharf aufs Tor, TuS-Keeper Simon Hafner ließ ihn lediglich von seiner Brust abprallen und Christian Will nutzte den Torwart-Patzer eiskalt zur 2:1-Führung aus.

Für Aufregung sorgte dann noch eine Szene in der Nachspielzeit, als sich ein ASV-Defensivspieler nach einem langen Ball auf Daniel Hopf aufstützte und ihn somit im Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Gasteiger ließ zum Entsetzen der Aiblinger weiterspielen und verwehrte ihnen den Foulelfmeter, den es hätte geben müssen. So schlug sich der Tus Bad Aibling im Endeffekt selbst und es blieb beim 2:1-Erfolg des ASV Au.  

Quelle: rosenheim24.de

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