Nach Ausraster nach Kritik an Luxus-Dinner in Dubai

"F***t eure Mütter und Omas": Ribery meldet sich im Netz zurück

+
In der typischen "Saltbae-Pose" durfte Franck Ribéry sein Steak salzen.
Alle Autoren
    schließen
  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
  • Katja Schlenker
    Katja Schlenker
  • Dominik Größwang
    Dominik Größwang

Dubai - FC Bayern-Profi Franck Ribéry ließ es sich am Mittwochabend in Dubai gutgehen. Er bekam von Starkoch Nusret Gökce ein Steak im Wert von 1.200 Euro zubereitet. Als es daran Kritik gab, rastete der Franzose auf Instagram völlig aus. Vom Verein hat er deswegen nun eine satte Strafe aufgebrummt bekommen. Der Spieler will sich hingegen auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren.

UPDATE, 22.50 Uhr - Ribery meldet sich zu Wort

Nach den turbulenten Tagen und den Wirbel um das goldene Steak will sich Franck Ribery ab sofort wieder auf die sportlichen Ziele konzentrieren. In den sozialen Medien meldete sich der Offensiv-Spieler zurück. Über die Schlagzeilen verlor er aber keine Worte. Unter ein paar Fotos aus dem Trainingslager in Doha schreibt Ribery: "Macht euch keine Sorgen, es geht mir gut. Und nun zurück zum ernsten Geschäft, wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Großartige Atmosphäre herrscht im Team hier in Doha, so wie es sein soll."

UPDATE, 12.45 Uhr - So reagiert die Presse

Bild: Das Blatt fordert die Suspendierung des Franzosen. "Wenn man bedenkt, dass die Bayern-Führung ein kritisches Lahm-Interview einst mit 50.000 Euro Geldstrafe sanktioniert hatte, kann jetzt nur eine Suspendierung die Folge sein", lautet die Meinung eines Redakteurs in einem Kommentar. Weiter schreibt er: "Rummenigge und Hoeneß müssen sich an ihren eigenen Worten messen lassen. Ihre Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel."

T-Online: "Ribéry sollte kein Spiel mehr für den FC Bayern machen. (...) Für seinen erneuten Ausraster aber gibt es keine Entschuldigung. Nicht die, dass er in einem sozialen Brennpunkt aufgewachsen ist. Nicht die, dass er eben ein Heißsporn ist. Und auch ob das Steak ein paar hundert Euro weniger gekostet oder ob der Promi-Gast überhaupt nichts dafür bezahlt hat, weil er eingeladen war, mildert die Umstände nicht."

Sport 1: "Mit seinem beleidigenden Ausraster-Tweet hat sich Ribéry nicht nur persönlich einmal mehr ins Abseits gestellt, sondern auch seinen Arbeitgeber. (...) Spätestens seit Samstagmittag hat sich Ribéry eine Vertragsverlängerung aber nicht mehr verdient. Wer sich mit 35 Jahren zu solch einer Wortwahl in den sozialen Medien hinreißen lässt, ist für eine Weltmarke wie den FC Bayern nicht mehr tragbar. Die Bosse werden dies berücksichtigen – müssen", heißt es in einem Kommentar.

Focus: "Wenn die Bayern konsequent sind, streichen sie Ribéry aus dem Kader für die ersten Wochen der Rückrunde." Doch viel mehr schreibt hier der Autor, dass der FC Bayern in einem "moralischen Dilemma steckt". Eine Suspendierung würde nämlich „sehr überraschen, denn für gewöhnlich nehmen es die Münchner Vereinsbosse nicht ganz so genau in Sachen Moral und Anstand – zumindest nicht bei sich selbst."

UPDATE, Sonntag, 10.35 Uhr - Hohe Geldstrafe für Ribéry

Der FC Bayern München hat nun auf den Ausraster seines Stars reagiert. "Leider ist es ihm (Anm. der Red.: Ribéry) an einem Punkt total entgleist. Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern nicht akzeptieren. Ich habe lange mit ihm gesprochen und ihm mitgeteilt, dass er eine sehr hohe Geldstrafe bekommen wird. Und die hat er auch akzeptiert", erklärte Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegenüber der Bild-Zeitung.

Die exakte Höhe wollte Salihamidzic nicht kommentieren, sie werde aber "sehr hoch" ausfallen. Ein Sprecher des Vereins hatte zuvor bereits angekündigt, dass der FC Bayern den Wortlaut von Ribérys Mitteilung nicht billigen werde - auch wenn es um eine private Angelegenheit ginge und der Franzose das Steak nicht selbst bezahlt habe, sondern eingeladen worden sei.

Update, 5. Januar, 17.45 Uhr

Nach einem protzigen Foto seines vergoldeten Steaks bei der Plattform Instagram hat Mittelfeldspieler Franck Ribery vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München sich nun mit einer Verbalattacke gegen Kritiker gewehrt. Diese hatten den Verzehr eines mit 24 Karat Blattgold überzogenen Ribeye-Steaks für 1.200 Euro als dekadent oder unsensibel bezeichnet.

Darauf antwortet Franck Ribery mit folgenden Zeilen: "Beginnen wir mit den Neidern und Hatern, die durch ein löchriges Kondom entstanden sein müssen: F**** eure Mütter, eure Großmütter und euren gesamten Stammbaum." Er schulde den Menschen nichts und habe seinen Erfolg vor allem Gott, sich selbst und seinen Vertrauten, die an ihn geglaubt haben, zu verdanken. "Für die anderen, ihr seid nicht mehr als Kieselsteine in meinen Socken!"

Auch seine Frau Wahiba hat sich geäußert: "Macht euch keine Sorgen, uns geht's gut. Wir sind erfreut zu sehen, dass ihr uns bis in die Küche verfolgt. Ich erspare euch den Rest, ich bin kurz vorm Erbrechen, glaubt mir. Armes Frankreich, dass es so viele Idioten und Arschlöcher gibt", 

Vorbericht

Das besondere an dem Steak, dass für den Bayernspieler zubereitet wurde: Nach der Zubereitung wurde das Stück Fleisch in ein Goldbad getaucht, sodass es am Ende von einer dünnen Goldschicht überzogen war. Auf seinem Instagram-Account hielt der 35-Jährige den Moment fest, als er das Steak in der typischen Pose von Gökce (auch als "Saltbae" bekannt) salzen durfte.

Gökce ist auf der ganzen Welt als "Star-Metzger" bekannt. Seine berühmten Steaks bereitete er schon für Stars wie Diego Maradonna, DJ Khaled oder Lionel Messi zu. Er ist Besitzer von 14 verschiedenen Restaurants in Großstädten auf der ganzen Welt (z.b: New York oder Dubai). Auf Instagram folgen Gökce 18,6 Millionen Personen.

Franck Ribéry ist jetzt mittlerweile mit dem FC Bayer auf dem Weg ins Trainingslager nach Katar. Bis 10. Januar bereiten sich die Profis des Rekordmeisters dort auf die bevorstehende Rückrunde vor. Am 13. Januar steht dann für die Männer von Trainer Niko Kovac der Telekom-Cup in Düsseldorf an, bevor es am 18. Januar zum Rückrundenauftakt zur TSG 1899 Hoffenheim geht.

_

dg

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Magazin

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare