Nach Zufallsfund bei Razzia

Nie abgeschickte Anzeige: Ermittlungen gegen Dr. Rainer Koch eingestellt

Nach dem Zufallsfund bei einer DFB-Razzia wurden die Ermittlungen gegen Dr. Rainer Koch nun eingestellt.
+
Nach dem Zufallsfund bei einer DFB-Razzia wurden die Ermittlungen gegen Dr. Rainer Koch nun eingestellt.

Frankfurt/Main - Nach einer großen Razzia beim Deutschen Fußball-Bund nahm die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main auch Ermittlungen gegen BFV-Präsident Dr. Rainer Koch auf. Diese wurden nun eingestellt.

Im Oktober führte die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main eine groß angelegte Razzia in den Räumen des DFB und in Privatwohnungen einiger Funktionäre durch. Wie damals mehrere Medien übereinstimmend berichteten, fanden die Ermittler im Haus von Ex-Präsident Reinhard Grindel einen Briefumschlag mit einer zwar ausformulierte, aber nicht abgeschickten Anzeige gegen Rainer Koch. Der Grund: Verdacht der Untreue, Bestechlichkeit und des Betrugs.

Ermittlungen gegen Dr. Koch: „Ich warte jeden Tag darauf, dass die Sache für mich beendet ist.“

Anfang Februar teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass man aufgrund dessen Ermittlungen gegen den BFV-Präsidenten aufnahm. Gegenüber der FAZ äußerte sich Koch damals zu den Vorwürfen: „Ich warte jeden Tag darauf, dass die Sache für mich beendet ist. Diese Vorgänge werden auch unter massiver Verletzung von Persönlichkeitsrechten dazu genutzt, um meine Position, solange diese Dinge in der Luft hängen, so zu schwächen, dass ich den Amateurfußball nicht so stark vertreten kann, wie ich das gerne tun würde.“

Ermittlungen gegen Dr. Koch: „Kein hinreichender Tatverdacht“

Nun wurden die Ermittlungen gegen den DFB-Vizepräsidenten eingestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage des Kicker mit. Die zuständige Behörde erklärte sich gegenüber dem Magazin, dass das „gegen Dr. Koch wegen des Verdachts der Untreue und der Begehung von Korruptionsstraftaten eingeleitete Verfahren mittlerweile eingestellt worden ist, da nach Auffassung der StA ein hinreichender Tatverdacht nicht vorliegt.“ Eine Anklage muss Koch also nicht mehr fürchten.

dg

Kommentare