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Raphael Obermair und der Reiz des Profifußballs

"Rosenheim war toll - aber Bayern ist nochmal etwas anderes!"

Raphael Obermair im Trikot der Münchner Bayern gegen seinen Heimatverein 1860 Rosenheim und Ludwig Räuber.
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Raphael Obermair (l.) im Trikot der Münchner Bayern gegen seinen Heimatverein 1860 Rosenheim und Ludwig Räuber (r.).

München - Nach dem Wiederaufstieg des TSV 1860 Rosenheim in die Regionalliga war Raphael Obermair, eines der größten Talente der jüngeren Rosenheimer Vergangenheit, zum jetzigen Ligakonkurrenten FC Bayern München II gewechselt. Ein Wechsel in eine völlig andere Welt – die der professionellen Bedingungen bei der Zweitvertretung des absoluten Topclubs der Bundesliga. Und der gemeinsamen Trainingseinheiten mit der Weltelite des Fußballs. Wie ergeht es dem zurückhaltenden Rosenheimer Jungen in der Landeshauptstadt? Das und einiges zu seiner Zeit bei den Sechzigern erzählte er nun in einem Interview auf der vereinseigenen Homepage der Bayern.

Für den Mittelfeldspieler ist die neue Aufgabe bei den Bayern natürlich eine riesige Herausforderung. Doch genau das machte natürlich für den ambitionierten Youngster, der durch die Rosenheimer Fußballschule gegangen ist – jedoch nie ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) eines Proficlubs von innen gesehen hat – den Reiz aus: sich weiter zu entwickeln, herauszufinden, wie weit er es im professionellen Fußballbereich bringen kann.

Sein Start bei den großen „kleinen Bayern“ verlief dabei unter alles andere als optimalen Rahmenbedingungen. Aufgrund einer Verletzung im Laufe der Relegationsphase mit den Rosenheimer Sechzigern, die sich später als Bruch des Schienbeinkopfes herausstellte, konnte der Neuling die Vorbereitung der Münchner Roten nicht mit der Mannschaft absolvieren.

Stammplatz trotz ungünstiger Startbedingungen

Doch Obermair hat die Herausforderung auch unter diesen Bedingungen optimal angenommen. Er hat sich an der Säbener Straße durchgebissen, durch seine auch schon in Rosenheim sichtbaren und nun noch weiter verbesserten Qualitäten überzeugt. Längst gehört er zum Stammpersonal der Zweiten Mannschaft des FC Bayern.

Nachdem ihm zunächst eine Rolle als Joker von der Bank zukam, stand der erst 20-jährige in den vergangenen vierzehn Partien der Regionalliga überzeugende dreizehn Mal in der Startelf der Bayern. Zuletzt durfte er sogar des Öfteren mit den Profis des FCB trainieren. Im Interview mit fcbayern.com sprach Raphael Obermair jetzt über den Reiz, erste Schritte in Richtung Profifußball zu gehen, seine Ausbildung in Rosenheim und das Training mit den Weltstars Boateng, Hummels, Vidal, Robben & Co.

Der Ausbildung in Rosenheim folgt der Reiz des Profifußballs

Was Raphael letzten Endes dazu bewegt hat, den Schritt von der Heimat Rosenheim in die Metropole München zu gehen? „Der Reiz, in Richtung Profifußball zu gehen. Auch in Rosenheim waren die Strukturen bereits sehr gut, quasi halb-professionell. Für den FC Bayern zu spielen ist aber natürlich nochmal etwas ganz anderes - und da musste ich auch nicht lange überlegen!“, so Obermair.

In Bezug auf die fehlende Erfahrung ein NLZ durchlaufen zu haben, fügt er an: „Ich habe in der Jugend bei mehreren Vereinen Probetrainings absolviert - aber irgendwie hat es nie sein sollen. Und so richtig habe ich den Schalter auch erst mit dem Sprung in den Herrenbereich bei 1860 Rosenheim und unsere sensationelle Aufstiegssaison umgelegt.“.

Obermair hat im körperlichen Bereich zugelegt

Zu seiner Verletzung zu Saisonbeginn und dem damit erschwerten Start in der Landeshauptstadt sagt er im Nachhinein: „Es war vor allem vom Kopf her schwierig! Ich hatte gehofft, in der Vorbereitung bereits Akzente setzen zu können und so gleich zu Beginn in die Mannschaft zu rutschen. Daraus wurde dann ja nichts. Durch meine Verletzung habe ich aber eine ganz andere Vorbereitung absolviert und vor allem im körperlichen Bereich zulegen können. Das war sehr wichtig für mich – einfach um eine bessere Grundlage für die Saison zu schaffen. So gesehen war die Verletzung im Nachhinein vielleicht gar kein so großer Nachteil. Nach der Verletzung habe ich dann gehofft, dass ich erst einmal hin und wieder Spielpraxis sammeln kann. Dass ich mich dann so schnell in die Stammelf spielen konnte, ist natürlich umso schöner!“.

Demzufolge ist Obermair auch – trotz satten sechzehn Punkten Rückstand seiner Bayern auf Regionalliga-Spitzenreiter SpVgg Unterhaching - mit seiner individuellen Entwicklung „sehr zufrieden! Nach meiner Verletzung hatte ich mir bis zum Winter nicht so viel Spielzeit ausgerechnet. Ich denke, dass mir da auch meine Variabilität zugutekommt.“.

Training mit den Weltstars - Auszeichnung und Lehrstunde

Die Möglichkeit ab und an auch Trainingseinheiten mit den Champions-League-erprobten Topstars des Bundesligakaders absolvieren zu dürfen, sind für den Youngster eine besondere Belohnung für die harte eigene Arbeit – und natürlich eine Bestätigung seiner eigenen Klasse. „Das ist eine besondere Auszeichnung - und natürlich nochmal etwas ganz anderes! Man geht mit sehr viel Respekt an die Sache. Aber ich versuche in jedem Training alles zu geben und immer hundert Prozent rauszuhauen.“, so Obermair, der betont, wieviel er aus jeder einzelnen dieser Einheiten mitnehmen kann: "Vor allem die Handlungsschnelligkeit wird dabei nochmal ganz anders geschult! Bevor man den Ball bekommt, muss man bereits wissen, was der nächste Schritt ist - ins Dribbling zu gehen oder zu passen. Bei den Amateuren hat man da schon einen Tick mehr Zeit.“.

Das komplette Interview von Raphael Obermair mit fcbayern.com könnt ihr HIER nachlesen.

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cs

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