Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Beinschuss-Serie: „Menschen hinter den Kulissen“

Buchbachs Stadionsprecher Grill: „Neben 1860-Trainer Köllner zu stehen, war der Wahnsinn“

Stadionsprecher Josef Grill (Mitte) bei der Pressekonferenz nach dem Toto-Pokalspiel gegen 1860 München
+
Stadionsprecher Josef Grill (Mitte) bei der Pressekonferenz nach dem Toto-Pokalspiel gegen 1860 München

Josef Grill ist seit dieser Saison Stadionsprecher des TSV Buchbach und ist mit seinen 18 Jahren der jüngste seiner Zunft in der Regionalliga Bayern. beinschuss.de hat mit Grill über seine Anfänge, seinen Arbeitsalltag und über die Pressekonferenz mit TSV 1860 München Coach Michael Köllner gesprochen.

Buchbach - Man konnte ihn vielleicht nicht immer sehen, doch spätestens wenn ein Tor für seinen Verein fällt, wissen alle, dass er da ist. Er ist die Stimme der SMR-Arena und dabei auch noch der jüngste seines Faches in der Regionalliga Bayern: Der Stadionsprecher des TSV Buchbach, Josef Grill.

Buchbachs Stadionsprecher Grill: „Es war am Anfang schon echt aufregend“

Seid dieser Saison ist Grill nun auch bei der ersten Mannschaft der Rot-Weißen Herr über das Mikrofon und die Lautsprecher, der Chef-Anheitzer auf der Tribüne, sowie der Leiter der Pressekonferenzen. Und es war bislang eine spannende Reise mit dem Höhepunkt des Toto-Pokalspiels gegen die Münchner Löwen und die nachfolgende Fragerunde mit Coach Michael Köllner.

beinschuss.de sprach mit dem Stadionsprecher des TSV Buchbach, Josef Grill, über die Abläufe während eines Spieltags und seine Anfänge in diesem Job.

Hallo Josef, fangen wir mit einer allgemeinen Frage an. Wie bewertest du die Saison deines TSV Buchbach bis jetzt?
Grill: Ich bin bis jetzt sehr zufrieden damit, wie es bisher für uns gelaufen ist. Dafür, dass unsere Mannschaft relativ jung ist, machen sie ihre Sache wirklich gut. Ich glaube, dass auch Aleksandro Petrovic da sehr viel Anteil daran hat, weil er die nimmt unerfahreneren Spieler wirklich gut mitnehmen kann.
Du bist jetzt seit dieser Saison der Stadionsprecher beim TSV. Wie kam es dazu?
Grill: Ich habe ja schon in der Jugend in Buchbach gespielt, da kennt man dann schon einige Leute. Irgendwann wurde dann rumgefragt, ob jemand bei einem Hallenturnier den Sprecher machen will, da hab ich dann mit ein paar Freunden zugesagt. Danach war ich auch der Stadionsprecher für die zweite Mannschaft und als dann unser alter Stadionsprecher aufgehört hat, hat unser Abteilungsleiter Georg Hanslmaier mich gefragt, ob ich mir zutraue, auch die bei der Regionalligamannschaft Stadionsprecher zu machen und da hab ich nicht Nein gesagt.
Dein erstes Spiel war gegen den 1.FC Schweinfurt. Wie nervös warst du vor dem Spiel?
Grill: Die Tatsache, dass ich jetzt bei der ersten Mannschaft Stadionsprecher bin, war eigentlich kein Problem für mich, ich kenne die Jungs ja alle noch von früher und ich kannte den Ablauf von der Reserve. Das einzige, vor dem ich Respekt hatte, waren die Pressekonferenzen, weil ich sowas davor noch nie gemacht hatte.
Wie kann man sich den Arbeitstag eines Stadionsprechers bei einem Regionalligaspiel vorstellen?
Grill: Vor dem Spiel ist es meine Aufgabe, die Anlagen in der Sprecherkabine und vor dem Vereinsheim für die Pressekonferenz aufzubauen und vorzubereiten. Dann kommen Durchsagen über Themen, die mir meist von unserem Abteilungsleiter weitergegeben werden, sowie Informationen zu anderen Spielen und natürlich die Aufstellungen der Teams. Während dem Spiel sage ich dann die Tore und die Wechsel an. Danach kommt noch die Pressekonferenz mit den Trainern.
Du hast die Pressekonferenz schon angesprochen. Wie fühlt es sich an, plötzlich neben berühmten Trainern wie Martin Demichelis und Michael Köllner zu stehen?
Grill: Es war am Anfang schon echt aufregend, weil ich zuvor ja nie Pressekonferenzen gemacht habe und dann stehen da Leute neben dir, die du nur aus dem Fernsehen kennst und man soll sie zum Spiel befragen. Neben Köllner zu stehen war der Wahnsinn. Ich hatte mir davor eigentlich nie wirklich Fragen überlegt, die ich stellen will, das kam immer ganz spontan, meist hab ich ich nur gefragt wie die Trainer das Spiel beurteilen, aber bei dem Spiel gegen 1860 München habe ich mir dann mit der Hilfe von ein paar Leuten einige Sachen zurechtgelegt. Das Spiel gegen die Bayern hab ich leider krankheitsbedingt verpasst
War das Toto-Pokalspiel gegen die Münchner Löwen dann auch dein Highlight bisher?
Grill: Ja auf jeden Fall, die Kulisse war ja auch eine ganz andere als sonst. Das Stadion ist bei den meisten Spielen ja schon ganz gut gefüllt, aber beim Spiel gegen 1860 war es nochmal eine ganz andere Hausnummer, es war komplett voll. Die Stimmung war echt super, es war ja auch ein sehr enges Spiel, da bin ich dann auch richtig mitgegangen und hab versucht, das Publikum nochmal zusätzlich anzuheizen, was auch gut funktioniert hat. Das hat schon echt richtig Spaß gemacht.
Bekommst du für deine Arbeit von den Spielern oder den Fans Feedback oder Wünsche, dass du in deine Arbeit einbauen kannst?
Grill: Ja, da kommen schon immer wieder Wünsche rein, vor allem was die Musik im Stadion angeht. Die Spieler fragen immer wieder an, ob ich nicht dieses oder jenes Lied vor oder nach dem Spiel mal laufen lassen kann und ich bau das dann auch gerne ein. Unsere Einlaufhymne hat sich zum Beispiel Aleksandro Petrovic gewünscht. Aber auch die Zuschauer kommen immer wieder mit Wünschen und Feedback auf mich zu, es ist also ein reger Austausch da.
Du bist ja schon seit der Jugend beim TSV Buchbach. Was macht den Verein für dich besonders?
Grill: Es ist vor allem diese familiäre Art, die den Verein auszeichnet. Jeder hilft jedem, jeder ist gleich wichtig, egal in welcher Position du bist oder welche Arbeit du ausübst. Da macht es einfach Spaß ein Teil davon zu sein.
Zum Abschluss hätte ich gerne einen Tipp von dir: Wie schneiden deine Jungs am Saisonende ab?
Grill: Also was die Amateurmannschaften betrifft sind wir sicher sehr weit vorne angesiedelt, da können wir eigentlich jeden schlagen. Wenn wir zum Saisonende weiter auf Platz Sechs stehen, ist das ein sehr gutes Endergebnis.
Josef Grill, vielen Dank für das Gespräch.

tb

Kommentare