"Kein Verein sollte jetzt überstürzt loslegen"

Training wieder erlaubt: So planen der SV Wacker Burghausen und 1860 Rosenheim

Rosenheim/Burghausen - Offiziell ist Fußballtraining in Kleingruppen und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln seit Montag in Bayern wieder erlaubt. Beinschuss.de hat bei den beiden Regionalligisten SV Wacker Burghausen und TSV 1860 Rosenheim nachgefragt, ob sie wieder auf den Fußballplatz zurückkehren und welche Probleme damit verbunden sind.

Seit Montag, 11. Mai, ist in Bayern das Fußballtraining unter gewissen Einschränkungen wieder erlaubt. So kann in Kleingruppen von maximal fünf Personen und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln trainiert werden. Zudem muss die zuständige Behörde den Trainingsplatz wieder freigeben. „Für alle unsere Fußballer ist diese neue Entwicklung vom heutigen Abend eine gute Nachricht in dieser schwierigen Phase“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch: „Wir wissen, dass es bis zur Rückkehr zur Normalität noch ein weiter Weg ist. Aber der erste Schritt ist gemacht." Beinschuss.de hat bei den beiden Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim und SV Wacker Burghausen nachgefragt, ob sie wieder auf den Fußballplatz zurückkehren und welche Probleme damit verbunden sind.


Rosenheims sportlicher Leiter Hans Kroneck: "Haben noch kein Go von der Stadt"

Der TSV 1860 Rosenheim hat in den vergangenen Wochen mittels Cybertraining von Hans Friedl und sein Team von COROX zusammen trainiert, um den Mannschaftsgeist aufrecht zu erhalten. Nun hofft der Regionaligist auch bald wieder auf dem Platz zu stehen. "Wir haben noch kein Go von der Stadt bekommen", sagt Rosenheims sportlicher Leiter Hans Kroneck auf Nachfrage von beinschuss.de. "Sollte die Stadt die Sportanlagen wieder freigeben, werden wir nach den vorgegeben Bedingungen das Training wieder aufnehmen." Aktuell erarbeitet der Verein ein Konzept, wie das Training umzusetzen ist. Dabei kümmert sich eine Arbeitsgruppe explizit um die Erstellung eines Hygieneplans, um alle Auflagen zu erfüllen. "Erst dann können wir den Trainingsbetrieb in den Jugend- und Herrenmannschaften wieder aufnehmen", so Kroneck weiter. Das dies keine leichte Aufgabe sein wird, ist sich der Sportliche Leiter bewusst. "Für das Trainerteam ist das eine große Herausforderung", betont Kroneck, "es ergeben sich Fragen der Belastungssteuerung und wie in Kleingruppen fußballspezifisch trainiert werden kann." Wann also der Regionalligist, der sich im Abstiegskampf befindet, wieder ins Training einsteigen kann, ist noch offen.

Wacker Burghausens Geschäftsführer Huber: "Kein Verein sollte jetzt überstürzt wieder loslegen"

Auch beim SV Wacker Burghausen hat man sich über das Wochenende mit der Thematik beschäftigt. "Wir werden uns in den nächsten Tagen weiter beraten, inwieweit ein Training bei uns umsetzbar ist", sagt Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber gegenüber beinschuss.de. Dabei geht es neben der Umsetzung der rechtlichen Anforderungen auch um Haftungsfragen. "Wir werden uns im Laufe der Woche mit der Stadt und dem Gesundheitsamt austauschen", so Huber weiter. Wann es allerdings wieder konkret für die Jugend- und Herrenmannschaften losgehen kann, ist auch beim SV Wacker noch nicht sicher. "Da der Spielbetrieb sowieso bis Ende August ruhen wird, können wir auch noch warten", sagt Huber und betont: "Kein Verein sollte jetzt überstürzt wieder loslegen."

ma

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)


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