Vorschau: TSV Buchbach - FC Memmingen

Buchbach will Memmingen nicht aufbauen

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Moritz Moser dürfte nach der Verletzung von Thomas Leberfinger wieder als Innenverteidiger gegen Memmingen starten.

Buchbach - Am Freitag um 19 Uhr sollen weitere Punkte für den Klassenerhalt aufs Konto des TSV Buchbach. Endlich wieder ein Heimspiel für die Rot-Weißen: Nach drei Wochen ohne Auftritt in der SMR-Arena erwartet der TSV Buchbach am Freitag um 19 Uhr den FC Memmingen, der in dieser Spielzeit ähnliche Sorgen hat, wie die Buchbacher in der vergangenen Saison der Regionalliga Bayern.

Vor genau einem Jahr hatten die Buchbacher bei einer schier unüberschaubaren Verletztenliste nach 15 Saisonspielen 15 Punkte auf dem Konto, Memmingen kämpft aktuell auch mit extremen Verletzungsproblemen und hat nach 15 Spieltagen zwölf Zähler aufs Konto gebracht. „Memmingen steigt sicher nicht ab. Das ist ein Vorzeigeverein der Liga, der enorme Qualität hat, wie man an Platz vier im Vorjahr gesehen hat“, sagt Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, der sich jedoch noch gut an den 12. November letzten Jahres erinnert: „Wir hatten in den vier Regionalliga-Spielen bis zu dem Tag immer in Memmingen gewonnen und sind dementsprechend zuversichtlich ins Allgäu gefahren. Wir dachten, dass wir die Wende schaffen würden und sind dann mit 4:0 wegrasiert worden. Das war extrem bitter. Da sind wir unter der Grasnarbe gelegen, eingetreten im Matsch. Das war nicht lustig. Insofern haben wir schon was zum Gutmachen.“

Anders als die Buchbacher, die ihrem Trainerteam damals treu geblieben sind, haben die Memminger vor drei Wochen Erfolgscoach Stefan Anderl entlassen, seither hat Bernd Kunze, bis dato Teammanager, als Interimscoach das Sagen: In der Liga gelangen ihm in drei Spielen immerhin vier Punkte, am Dienstag führte er sein Team im Toto-Pokal zu einem 2:1 in Seligenporten. „Daran erkennt man die Substanz, die Memmingen hat, aber natürlich wollen wir auf uns schauen“, sagt Bobenstetter, dessen Mannschaft bislang eine sehr gute Vorrunde spielt und mit 22 Punkten aus 14 Spielen fünf Zähler plus positivem Torverhältnis vor der Abstiegszone steht. Jetzt schon, bei noch neun ausstehenden Begegnungen, ein Zähler mehr als im Vorjahr zur Winterpause!

Dabei haben die Rot-Weißen auch in dieser Spielzeit immer wieder mit langfristigen Ausfällen zu kämpfen. Nach Maxi Bauer, Stephan Thee und Maxi Drum erwischte es zuletzt beim 3:1 in Bayreuth Thomas Leberfinger schon nach wenigen Minuten: Bei einem Rettungsversuch hat sich der 27-jährige Abwehrspieler einen Innenbandanriss im Knie zugezogen und muss voraussichtlich sechs Wochen pausieren. Dazu kommt ja noch, dass sich Merphi Kwatu wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot eingehandelt hat, insofern muss das Buchbacher Trainerteam natürlich auf zwei Positionen in der Startformation umbauen. Voraussichtlich kehrt Patrick Drofa in die Startformation zurück und Moritz Sassmann könnte zu seinem fünften Saisoneinsatz kommen.

„Angesichts der Punkte, die wir schon gesammelt haben, verkraften wir die Ausfälle natürlich leichter. Aber man muss auch sagen, dass die Jungs Woche für Woche akribisch im Training arbeiten. Da sind wir aktuell gegenüber letzter Saison weiter“, findet der Coach der Rot-Weißen. Unwidersprochen, aber ein Selbstläufer ist’s noch lange nicht, komfortabel wird es erst, wenn bis zur Winterpause 30 Punkte plus auf dem Konto stehen, schließlich rückt in einer 19er-Liga die Marke vor der roten Zone auch höher als sonst.

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Michael Buchholz

Quelle: rosenheim24.de

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