„Die Lage ist angespannt“

Regionalliga Bayern in der Winterpause: Die Reaktionen der Klubs aus der Region

Ein Fußball liegt auf dem Rasen
+
Fußball (Symbolbild)

Buchbach/Burghausen/Rosenheim - Die Regionalliga Bayern hat sich in die Winterpause verabschiedet. Was sagen der TSV Buchbach, der SV Wacker Burghausen und der TSV 1860 Rosenheim zu dieser Entscheidung? Und wie wirkt sich das wirtschaftlich auf die Vereine aus? beinschuss.de hat bei den drei Klubs nachgefragt.

Alle bayerischen Amateurligen haben sich vorzeitig in die Winterpause verabschiedet. Das beschloss der BFV-Vorstand am Montagabend. „Dass wir bereits jetzt mit allen Spiel- und in Altersklassen in die Winterpause gehen, ist sicherlich keine überraschende Nachricht, sondern vielmehr die logische Konsequenz aus dem jetzt verhängten Sportverbot“, sagte Schatzmeister Jürgen Faltenbacher nach der Entscheidung am Montag.

Während in der Regionalliga West weitergespielt wird, diese wird als Profiliga eingestuft , wird auch in der Regionalliga Bayern in diesem Jahr kein Ball mehr rollen. beinschuss.de hat bei den drei Regionalligisten aus der Region nachgefragt, wie sie zu der Entscheidung stehen und ob diese wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen könnten.

SV Wacker Burghausen

Für den SV Wacker Burghausen kommt diese Situation nicht unerwartet. „Wir nehmen es wie es kommt“, sagt Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber gegenüber beinschuss.de. „Wir sind keine Profiliga, vor allem wären die Folge davon nicht absehbar gewesen. Aus unserer Sicht war es die richtige Entscheidung, in die Winterpause zu gehen.“ Der SV Wacker hofft, dass durch die neuen Maßnahmen die Infektionszahlen wieder nach unten gehen.

Was die wirtschaftliche Lage anbelangt, sieht sich der Regionalligist für den zweiten Lockdown gewappnet. „Die Situation ist weiterhin nicht einfach“, so Huber weiter. „Stand jetzt sind aber die Auswirkungen nicht so hoch wie beim ersten Lockdown im März/April.“

TSV Buchbach

Der TSV Buchbach hatte vergangenes Wochenende das erste Geisterspiel in der Vereinsgeschichte gegen den TSV Rain austragen müssen. „Wir wollten das letzte Spiel unbedingt durchziehen“, so Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier auf Nachfrage von beinschuss.de. „Fakt ist aber, dass Geisterspiele Schwachsinn sind. Deshalb blieb uns nicht anderes übrig, als in die Winterpause zu gehen.“ Die Regionalliga Bayern als Profiliga einzustufen, wäre für Hanslmaier ungerecht den anderen Vereinen gegenüber gewesen und er betont, dass die Buchbacher „reine Amateure“ seien.

Zu den Heimspielen in der SMR-Arena waren seit dem Re-Start 400 Zuschauer zugelassen, oft kamen diese aber aufgrund der Unsicherheiten gar nicht. „Dank der sehr starken Unterstützung unserer Sponsoren haben wir diesbezüglich kaum finanzielle Einbußen“, zeigt sich Hanslmaier erfreut. „Zudem haben wir die Kosten minimiert.“ Dadurch sieht sich der TSV Buchbach gut aufgestellt für die weiteren Monate.

TSV 1860 Rosenheim

Auch der TSV 1860 Rosenheim war für den Gang in die Winterpause. „Aus sportlicher und finanzieller Sicht ist das natürlich bitter“, sagt Sportlicher Leiter Hans Kroneck gegenüber beinschuss.de. „Aber jammern hilft nicht. Wir müssen alle positiv bleiben.“ Besonders bitter aus Sicht Kronecks ist, dass die Spieler langsam pyhsisch an die 100 Prozent gekommen sind und nun wieder Schluss ist.

Wie sich die aktuelle Lage wirtschaftlich auf den TSV 1860 auswirkt, kann der Sportlicher Leiter noch nicht abschätzen. „Die Lage ist, wie bei vielen anderen Vereinen, angespannt“, sagt Kroneck. „Wir müssen schauen wie es weitergeht. Dazu müssen wir in den nächsten Tagen und Wochen einen Finanzplan aufstellen.“

Die Corona-Pandemie sorgt bei allen Vereinen aus der Region weiterhin für Planungsunsicherheit. Es bleibt zu hoffen, dass die Klubs gut durch die zweite Aussetzung die Spielbetriebs kommen.

ma

Kommentare