Benjamin Kindsvater hält sich in Burghausen fit

„Ein Sieg ist unser Anspruch“ - Wacker empfängt Tabellenschlusslicht Garching

Hat voll eingeschlagen bei Wacker: Jerome Läubli.
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Hat voll eingeschlagen bei Wacker: Jerome Läubli.

Burghausen - Der SV Wacker Burghausen empfängt am Samstag das Tabellenschlusslicht VfR Garching. Dabei sollen drei Punkte eingefahren werden. Damit würde der SV Wacker die 30-Punkte-Marke knacken.

Nach einer 14-tägigen Pause wegen der Spielabsage in Memmingen steigt auch der SV Wacker Burghausen wieder in den Ligabetrieb ein und erwartet am Samstag um 14 Uhr den VfR Garching, der mit gerade mal 13 Punkten das Tabellenende der Fußball-Regionalliga Bayern einnimmt und am Dienstag nach zweiwöchiger Quarantäne erstmalig wieder im Ligapokal ran durfte.

„Ein Heimsieg gegen das Schlusslicht ist schon unser Anspruch“

„Das soll nicht arrogant klingen, aber wir sagen schon, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, erklärt Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk, der anfügt: „Bei allem Respekt vor dem VfR Garching, aber ein Heimsieg gegen das Schlusslicht ist schon unser Anspruch.“ Fenk bedauert es, dass die Garchinger von der „Corona-Krise so sehr gebeutelt“ wurden und jetzt um ihre Existenz kämpfen: „Das ist sehr schade und extrem bitter, wenn es einen Verein so hart trifft.“

Die Garchinger haben in den Sommermonaten nicht nur einen Großteil ihrer Mannschaft verloren, sondern auch zahlreiche Sponsoren eingebüßt. Der Kader wurde in der Zwischenzeit mit jungen Spielern aus unteren Klassen aufgefüllt, für die das Spiel in Burghausen die Feuertaufe in der Regionalliga Bayern wird. Die finanzielle Situation bei den Garchingern ist weiterhin so angespannt, dass zum Teil nicht einmal mehr Fahrtspesen bezahlten werden können. Doch statt zu resignieren, bittet Trainer Benjamin Flicker seine Youngsters zu Extraschichten, um sie möglichst lange auf dem Trainingsplatz zu haben und so für die Anforderungen der bayerischen Eliteklasse schulen zu können.

Wacker Burghausen würde mit einem Sieg die 30-Punkte-Marke knacken

Als ersten Erfolg dieser Maßnahmen ist sicherlich das 2:2 am Dienstag im Ligapokal beim SV Heimstetten zu bewerten, zumal die Garchinger einen 0:2-Rückstand wettgemacht haben. Mit Kapitän Dennis Niebauer (33), der in der Liga schon acht Mal getroffen hat, haben die Garchinger immerhin auch noch einen sehr erfahrenen Schlachtenlenker in ihren Reihen, der die Jungspunde auf dem Platz anweisen kann und zur Not auch mal ein Spiel im Alleingang entscheiden kann. Auf ihn muss die Mannschaft von Trainer Leo Haas natürlich ein besonderes Augenmerk haben – gelingt es den Kapitän aus dem Spiel zu nehmen, wäre das die halbe Miete auf dem Weg zu einem Sieg, mit dem Wacker die 30-Punkte-Marke knacken würde.

Anders als bei den Gästen haben bei Burghausen, das bis auf Andi Scheidl in Bestbesetzung antreten kann, die Neuen ihre Qualitäten schon unter Beweis gestellt. Georgios Spanoudakis, Jerome Läubli und der Ex-Garchinger Philipp Walter, der seine Gelbsperre verbüßt hat, haben voll eingeschlagen. Und bei Stevie Wächter wusste man ja ohnehin, dass man nichts verkehrt machen kann. Ob jetzt auch noch Benjamin Kindsvater, der sich als Trainingsgast in Burghausen fit hält, wieder zur Truppe stößt, ist indes noch ungewiss.

„Es sind so viele Spieler auf dem Markt wie noch nie“

„Wir sehen da schon eine kleine Chance, aber auf der anderen Seite muss man ja auch wissen, dass Benji mittlerweile 27 Jahre alt ist und wir dann wieder einen jungen Spieler auf die Bank sitzen müssen, wenn wir ihn verpflichten“, sagt Fenk, der zudem auch keinen zwingenden Handlungsbedarf sieht: „Es sind so viele Spieler auf dem Markt wie noch nie. Und eines der wenigen positiven Dinge an Corona ist, dass sich die Preise für die Aufwandsentschädigungen wieder auf einen vernünftigen Rahmen reduziert haben.“ Auf der anderen Seite weiß natürlich auch Fenk, dass Ex-Löwe Kindsvater jeder Regionalliga-Mannschaft gut zu Gesichte stehen würde – vielleicht wird’s ja noch was mit der Rückkehr des nächsten verlorenen Sohnes!

MB         

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