VfR Garching - SV Wacker Burghausen

Wacker Burghausen gewinnt trotz Unterzahl in Garching

+
Flog (wohl) zu Unrecht mit Rot vom Platz: Christoph Schulz.

Burghausen - Mit einem 2:0-Erfolg am Samstag hat der SV Wacker Burghausen Teil eins der Garching-Festspiele mit zwei Aufeinandertreffen innerhalb von vier Tagen erfolgreich bewältigt. Dabei musste die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg, die jetzt seit vier Spieltagen ungeschlagen ist, nach einer höchst umstrittenen Roten Karte gegen Christoph Schulz über 60 Minuten in Unterzahl agieren.

„Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, die bei drückendwarmer Hitze eine Stunde lang mit unglaublicher Leidenschaft jeden Millimeter verteidigt und dabei trotzdem noch versucht hat, schönen Fußball zu spielen“, lobte Teammanager Karl-Heinz Fenk. Auch Schellenberg war von der Leistung seiner Schützlinge angetan: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir mit drei Punkten nach Hause fahren. Garching hatte zwar mehr Ballbesitz, wir haben aber sehr gut verteidigt und wenig zugelassen. Nach der Roten Karte war klar, dass wir uns noch mehr auf die Defensive konzentrieren und auf Konter lauern wollen. Trotz der Unterzahl ist unser Sieg sicherlich nicht komplett unverdient.“

Harte rote Karte für Schulz

Die Partie im Stadion am See nahm sofort Schwung auf und in der fünften Minute hätte Julien Richter nach einem Steilpass fast die Führung erzielt, doch sein Schlenzer ging knapp am Gehäuse vorbei, in der 19. Minute konnten die Gäste dann aber jubeln: Nach einer Ecke stieg eine Spielertraube zum Kopfball hoch und irgendwie erwischte Philipp Walter den Ball so unglücklich, dass er ihn in die eigenen Maschen lenkte. Dann die 30. Minute: Nach scharfem Zuspiel von Richter versprang Schulz die Kugel, im Nachfassen foulte er Mike Niebauer und Schiedsrichter Martin Speckner zückte sofort Rot. „Das war ein Foul, keine Frage, aber nie im Leben Rot. Das hat der gefoulte Kapitän der Garchinger selbst in der Halbzeit zugegeben“, so Fenk, der wenig Verständnis aufbrachte: „Ich finde so etwas unheimlich schade, das muss einfach nicht sein. Auch einige Gelbe Karten waren überzogen.“

Schellenberg reagierte sofort, brachte mit Denis Ade einen Abwehrspieler für Angreifer Eymen Brahim, aber natürlich drückte nun Garching mit Vehemenz auf den Ausgleich: Maxi Berwein, der schon in der 23. Minute ein dickes Ding ausgelassen hatte, traf Sekunden vor dem Pausenpfiff mit einem Lupfer nur den Außenpfosten. Auf der anderen Seite hätte Richter in der 40. Minute für die Vorentscheidung sorgen können, nach einem tollen Dribbling scheiterte er aber an Keeper Dominic Dachs, der zur Pause verletzt raus musste.

Großes Lob an die Wacker-Fans

Nach dem Seitenwechsel war es Felix Bachschmid, der die erste Möglichkeit hatte, doch in Joey Brenner seinen Meister fand (52.), defensiv machte es Burghausen sehr geschickt, verschob immer wieder konsequent und engte so die Räume für die Hausherren ein. Fenk: „Man muss dem Gegner auch ein Lob zollen, die Garchinger haben sauber kombiniert.“ Für die Entscheidung sorgten dann zwei Joker: Nach Zuspiel von Christoph Maier, der von der Grundlinie zurücklegte, war Sammy Ammari mit seinem Premierentreffer für Wacker zur Stelle (75.). Fenk: „Sammy hat vorne die Bälle sehr gut gehalten, das hat für viel Entlastung gesorgt.“

Garching warf zwar noch einmal alles nach vorne, doch das Burghauser Bollwerk hielt dem Druck stand und so blieb Keeper Egon Weber zum vierten Mal in Folge ohne Gegentreffer. „Im Namen der Mannschaft möchte ich mich bei den Fans für die tolle Unterstützung, gerade in der Schlussphase, bedanken“, vergaß Fenk auch die Wacker-Schlachtenbummler nicht. Bezüglich des Pokalspiels am Dienstag um 19 Uhr an gleicher Stelle erwartet der Teammanager eine größere Rotation: „Ich denke, dass auch der zweite Anzug passen wird.“ Sicherlich nicht dabei: Bachschmid der mit einer dicken Beule auf der Stirn und einem Brummschädel raus musste.

_

Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalliga Bayern

Auch interessant

Kommentare