PM: Niederlage erst in der Schlussphase

Burghausens Sturmflaute hält auch in Aschaffenburg weiter an

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Erneutes Lattenpech: Lukas Aigner.

Aschaffenburg - Die Sturmflaute des SV Wacker Burghausen in der Fußball-Regionalliga Bayern hält weiter an: Wie schon zum Frühjahrsauftakt gegen Garching unterlag die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg auch am Samstag beim SV Viktoria Aschaffenburg mit 0:2 – in den letzten vier Spielen ist Wacker gerade mal ein Treffer gelungen.

„Es gibt einfach Phasen, in denen es nicht so gut läuft“, weiß Schellenberg um die Gesetze des Fußballs und fügt an: „Die Niederlage war mehr als ärgerlich. Wir müssen jetzt schauen, dass wir den Turnaround schaffen. Wenn wir unsere Abschlussqualitäten verbessern, dann werden wir auch zügig die notwendigen Punkte wieder einfahren.“ Trotz eines Polsters von zehn Punkten auf die Relegationszone ist Wacker längst noch nicht im sicheren Hafen Klassenerhalt angekommen, das weiß auch der Trainer: „42 oder 43 Punkte wird man schon brauchen, um ganz sicher drin zu bleiben. Die hinteren Mannschaften punkten ja auch kontinuierlich, deswegen schaut man auch nach hinten. Es kann ja sehr schnell gehen, wie einige Negativbeispiele in der Vergangenheit gezeigt haben.“

Insgesamt sah der Burghauser Trainer in Aschaffenburg trotz des Nieselregens und des tiefen Platzes ein „besseres Spiel als gegen Garching“. So sei das Tempo deutlich höher gewesen: „Es war schon ein sehr kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Der Platz war sehr rutschig und deswegen war es für beide Mannschaften sehr schwer technisch guten Fußball zu zeigen.“

Aigner trifft nur die Latte

Julien Richter, der sich im zweiten Spiel nach seiner Verletzung deutlich verbessert zeigte, hatte in der dritten Minute gleich bei einem Kopfball eine erste Gelegenheit, weitere Halbchancen von Lukas Aigner und Thomas Winklbauer folgten, doch in der 25. Minute drohte der Matchplan der Gäste zu platzen: Franco Flückiger konnte Pasqual Verkamp nur noch regelwidrig vom Ball trennen, so dass Schiedsrichter Tobias Schultes sofort auf Elfmeter erkannte, den Björn Schitzer trat. Flückiger ahnte die Ecke und hielt so sein Team im Spiel.

Als Aigner in der 31. Minute nach einer Ecke am langen Pfosten an den Ball kam, bestätigte sich das fehlende Abschlussglück erneut, denn wieder einmal stand das Lattenkreuz im Weg und verhinderte den Führungstreffer für die Oberbayern. Nun ist es ja nicht die primäre Aufgabe von Aigner Tore zu schießen, doch Schellenberg monierte allgemein: „Torschießen ist ja nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch eine Kopfsache. Wir müssen einfach im letzten Drittel wieder ruhiger werden und die Hektik aus den Köpfen bringen.“

Aschaffenburg entscheidet das Spiel in den letzten fünf Minuten

Das gelang auch im zweiten Abschnitt nicht, in dem es lange Zeit keine nennenswerten Möglichkeiten gab. Erst in der Schlussphase, als beide Mannschaften auf die Entscheidung drängten, nahm die Partie wieder deutlich an Fahrt auf und Schellberg wähnte seine Truppe auf der Siegerstraße: „Ich habe mir gedacht, dass wenn noch ein Tor fallen sollte, wir die Mannschaft sein würden, die das Tor erzielt.“ Doch Pustekuchen: Aigner, der eingewechselte Andrija Bosnjak und Stefan Wächter brachten die Pille einfach nicht im Tor unter. Anders die Gastgeber, die in der 85. Minute eiskalt zuschlugen: Der eingewechselte Jonas Fritsch nutzte die Vorarbeit von Schnitzer und Max Grünewald zum Führungstreffer und in der Nachspielzeit zerstörte Clay Verkaj nach Zuspiel von Fritsch alle Burghauser Hoffnungen. Schellenberg hofft nun im kommenden Heimspiel, in dem auch Matthias Stingl wieder frei ist, auf die Rückkehr von Marius Duhnke: „Er sollte bis dahin zumindest für den Kader eine ernsthafte Option sein.“ Vielleicht gelingt ja mit Hilfe seiner Routine aus 154 Regionalligaspielen endlich der erste Treffer des Jahres.

Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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