Eiselfing im Tal der Tränen 

Schloßberg zu stark für den TSV!

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Die Schloßberger freuen sich über den Sieg und die Chance, weiter um den Klassenerhalt zu spielen.

Höslwang - Knapp über 500 Fans fanden am Mittwochabend ins Alpenstadion zu Höslwang. Der TSV Eiselfing empfing den SV Schloßberg-Stepahnskirchen in der ersten Relegationsrunde zur Kreisliga. 

Es war ein lauer Sommerabend bei traumhaften Fußballwetter in Höslwang. In den ersten Spielminuten taten sich beide Mannschaften schwer ins Spiel zu finden. Sowohl der TSV als auch der SVS agierten vorwiegend mit weiten Bällen, die aber selten einen Abnehmer fanden. Grundsätzlich waren die Mannschaften in der Anfangsphase darauf bedacht einfache Fehler zu vermeiden. 


SVS übernimmt Spielkontrolle

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Nach gut einer Viertelstunde war es dann soweit. Simon Marold konnte sich im Sechzehner des TSV in Schussposition bringen und zog aus gut 7 Metern aus halblinker Position ab. Konrad Seidinger reagierte glänzend und konnte den Ball mit seinem rechten Arm zur Ecke klären. Diese Aktion war der Startschuss einer Drangphase des SV Schloßberg. Nur wenige Augenblicke später drang Benedikt Pongratz von der linken Seite in den Strafraum ein, sah den mitgelaufenen Kollegen und legte 5 Meter vor dem Tor quer auf Dominique Dötsch. Der Torwart war schon geschlagen, aber der mit zurück geeilte Wagner konnte den Ball per Grätsche Millimeter vor dem einschussbereiten Dötsch zur Ecke klären. Die nachfolgende Ecke schlug der Kapitän Pongratz mit viel Zug vor den ersten Pfosten, dort sprang der Außenverteidiger Lex am höchsten, verfehlte jedoch das Tor um einen halben Meter. 

Schiedsrichter im Mittelpunkt

Um die 25 Minute, nach dieser Reihe an Chancen für den SVS, raffte sich Eiselfing wieder auf und konnte das Spielgeschehen mehr und mehr in die Hälfte von Schloßberg verlagern. Viele kleine Fouls und Tacklings störten nun den Spielfluss. In der 28. Spielminute war Eiselfings Julian Mayr auf der linken Seite auf und davon und alleine in Richtung Tor des SVS unterwegs, doch dann erklang die Pfeife des Schiedsrichters Peter Reittier, der zusammen mit seinem Assistenten auf Abseits entschied. Dies war wohl die korrekte Entscheidung, wenn es sich auch nur um ein paar Zentimeter handelte. 


10 Minuten vor der Pause wurde der SV Schloßberg nochmals aktiver im Spiel nach vorne. Einen Freistoß aus 23 Metern von Benedikt Pongratz konnte Konrad Seidinger nur seitlich nach vorne klatschen lassen. Simon Marold bedankt sich und schob freistehend zum 1:0 ein - dachten alle - doch auch in diesem Fall entschieden die Unparteiischen auf Abseits. Ähnlich wie auf der anderen Seite eine extrem enge Kiste. 

Glückliches Unentschieden für den TSV zur Pause

So ging es mit 0:0 in die Kabinen. Der SVS war in Hälfte eins die deutlich stärke Mannschaft, konnte jedoch keine seiner zahlreichen Torchancen in Zählbares ummünzen. Der TSV hingegen kam so gut wie nie gefährlich vors Gehäuse des Gegners. Dies änderte sich aber bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff. Eiselfing kam deutlich engagierter und präsenter aus der Kabine. Stefan Schuster fasste sich kurz nach der Halbzeit ein Herz und zog aus gut 20 Metern ab. Der Kapitän setzte den Schuss etwas zu hoch an und so flog das Leder 20 Zentimeter über den Querbalken. 

Eiselfings Torwart fliegt mit Rot

In der 63. Minute stürmte plötzlich Benedikt Pongratz allein auf Konrad Seidinger zu. Der TSV-Torwart kam aus seinem Sechszehner heraus und machte sich vor Pongratz groß. Dieser wollte den Ball am Keeper vorbei lupfen um das 1:0 erzielen zu können. Doch der Torwart stoppte den Ball mit seinem rechten Oberarm und verhinderte somit eine klare Torchance. Folgerichtig stellte der Schiedsrichter den Torwart mit der roten Karte vom Platz. Dem fälligen Freistoß nahm sich Andres Daxer, der vor weniger als 24-Stunden von einer Amerikareise heimkam, an. Aus 22. Metern traf er den Ball nahezu perfekt und zwang den Ersatztorwart Mathias Mühlbauer  zu einer Glanzparade. 

Nun dachten alle das Spiel sei entschieden, aber man bemerkte nur selten, dass der TSV mit einem Mann weniger auf dem Feld verteidigte. Im Gegensatz zum ersten Durchgang konnte sich der SVS nicht mehr im entscheidenden Drittel des Spielfelds durchsetzten. 

Pongratz entschiedet Relegationsspiel

Es dauerte bis zur 83. Minute bis sich der Kapitän Benedikt Pongratz der Sache selbst annahm und den SVS jubeln ließ. Dem Flankenlauf von Maxi Seher folgte eine butterweiche Hereingabe von der rechten Seite. In der Mitte auf Höhe des Elfmeterpunkt stieg Pongratz am höchsten und köpfte den Ball mit enormen Druck per Aufsetzer ins rechte Ecke. Mathias Mühlbauer im Tor war chancenlos. 

In Folge warf der TSV nochmals alles nach vorne um sich doch noch in die Verlängerung retten zu können. Und sie hatten sogar das Glück des Tüchtigen und eine Chance in sprichwörtlich letzter Sekunde. Einen Eckball konnte die SVS Defensive nicht entscheidend klären und so fiel der Ball Markus Pauker 5 Meter vor dem Tor auf den Fuß. Der Angreifer behielt jedoch nicht die Nerven und vergab die Großchance kläglich.

Dann war Schluss im Alpenstadion zu Höslwang. Der SV Schloßberg, um das Trainergespann Scheffl und Steinberger, bejubelte den verdienten 1:0-Erfolg und darf sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Verbleib in der Kreisliga machen. Am Dienstag fordert dann der Sieger aus dem Duell Bad Reichenhall gegen Tüßling den SVS.  Für den TSV Eiselfing geht der Traum vom Aufstieg in die nächst höher Klasse zu ende. Trotz einer tollen Saison können sich die Mannen von Thomas Kölbl am Ende nicht mit dem Aufstieg belohnen. 

Quelle: rosenheim24.de


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