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Sechziger ziehen ohne Probleme in Runde Drei ein

Rosenheim setzt sich in Deisenhofen souverän durch

Die Sechziger aus Rosenheim bejubelten früh den traumhaft schönen Führungstreffer von Michael Denz beim FC Deisenhofen.
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Die Sechziger aus Rosenheim bejubelten früh den traumhaft schönen Führungstreffer von Michael Denz beim FC Deisenhofen.

Deisenhofen – Viertligist TSV 1860 Rosenheim hat seine Aufgabe beim Landesligisten FC Deisenhofen souverän gelöst und zieht in die dritte Runde des Bayerischen Verbandspokals (Toto-Cup) ein. In Oberhaching vor den Toren der Landeshauptstadt München gaben sich die Roten beim Außenseiter keine Blöße und fuhren einen nie gefährdeten Auswärtssieg ein. Jetzt hoffen die Rosenheimer auf ein attraktives und auch finanziell lohnenswertes Los.

Schon nach acht Minuten zeigte der Favorit deutlich, dass er an diesem Abend nicht zu Späßen aufgelegt war – und sich vom Underdog nicht aufs Kreuz legen lassen wollte: Michael Denz bekam nach einer Balleroberung im gegnerischen Abwehrdrittel die Schusschance aus 25 Metern zentraler Position, fackelte nicht lange – und schlenzte das Leder herrlich in den rechten Winkel. Unhaltbar für Deisenhofens Torhüter Lukas Hohenberger – und es stand früh 1:0 für die Sechziger.

Sechzig sofort mit dem Punch - Denz schlenzt in den Winkel

Diesem formidablen Beginn ließen die Rosenheimer einen weiterhin engagierten und vor allem konzentrierten Auftritt folgen. Sie spielten es also so, wie man als klassenhöheres Team im Pokal auftreten sollte, um den Außenseiter von Anfang an wenig Chancen wittern zu lassen.

Die Deisenhofener versuchten es mit für sie ungewohnter Bissigkeit und Zweikampfhärte – zu recht viel mehr als einigen nicklig geführten Duellen Mann gegen Mann führte das aber unter dem Strich nicht. Die ihnen ansonsten eigene feine Klinge und spielerische Linie ließen sie darüber etwas vermissen. Aber - sie behaupteten sich gegen den starken Gegner. In der eigenen Hälfte arbeiteten aber auch sie, obwohl unter ständiger Bedrängnis, umsichtig gegen den Ball – und auch die Räume verengten sie relativ geschickt.

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Ohne das sie irgendetwas Besonderes machten agierten die Rosenheimer ruhig und grundsolide. Sie ließen die Kugel laufen, waren in den Zweikämpfen nicht nachlässig - und so durch ihre Geschwindigkeitsvorteile und größere Handlungsschnelligkeit auch meist Sieger. Dadurch, dass sie den Gegner früh attackierten und weit vorne zustellten unterbanden sie die Spieleröffnung der Blauhemden meist im Ansatz. So kontrollierten sie ohne größere Probleme Ball und Gegner.

Rosenheim kontrolliert Ball und Gegner - Köhler trifft per Lupfer

In die Spitze konnten sie sich zwar nicht so regelmäßig durchsetzen, aber das ließ sie auch nicht ungeduldig oder überhastet werden. Kurz vor der Halbzeitunterbrechung erkannte Danijel Majdancevic die sich ergebende Überzahlsituation blitzschnell, war eher am Ball als sein Gegenspieler und spitzelte ihn in den Lauf von Robert Köhler, der halbrechts aus dem Rückraum im Vollsprint angestürmt kam. Köhler kam vor Hohenberger, der weit aus seinem Kasten geeilt war, hin – und lupfte das Spielgerät in hohem Bogen über diesen hinweg ins Netz der Heimelf (39.). 0:2 – die Sechziger waren auf Kurs.

Von diesem kamen sie auch nicht mehr ab. Zu abgeklärt traten sie hier auf – präsentierten sich deutlich als Regionalligist, der bei einem Landesligisten antrat, ließen hinten rein gar nichts zu und spielten ihre im Kollektiv überlegenen Fähigkeiten ohne großes Aufheben aus. Einzig, dass sie sich - gegen einen Gegner, den sie vollkommen kontrollierten - vielleicht nicht genügend Möglichkeiten herausspielten und demzufolge mit Treffern etwas geizten, konnte man als kleines Manko geltend machen.

Auch in Hälfte Zwei bleibt 1860 überlegen und konzentriert

Die Defensivabteilung funktionierte und harmonierte – der FCD hatte in der ersten Halbzeit keine einzige nennenswerte Tormöglichkeit. Das Geschehen setzte sich auch im zweiten Durchgang einer Partie, welche aus Favoritensicht durch ihre Einseitigkeit zu Gefallen wusste, nahtlos fort. Es war ein souveränes Spiel des Viertligisten - ohne größere Höhepunkte.

1860 Rosenheim absolvierte dieses Pokalspiel clever, ohne sich mehr Mühe geben zu müssen, als nötig – und mit zunehmender Spieldauer auch darum bemüht der Verletzungsgefahr in hart geführten Zweikämpfen dadurch zu entgehen, dass sie sie weitestgehend durch ihre Spielanlage vermieden.

Sechzig lässt nichts zu - aber auch keiner weiteren Tore folgen

Nach vorne konnten sie sich jetzt öfter einmal durchsetzen – etwas Zählbares heraus sprang dabei allerdings auch nicht. Ihre Feldvorteile waren aber weiterhin deutlich. Ohnehin meistens in Ballbesitz, ließen sie nicht zu, dass ihr bemühter, aber im Endeffekt chancenloser Gegner hier irgendein Ticket bekam.

In der 56. Minute zog Sebastian Weber nach Balleroberung auf links mit viel Tempo nach innen, machte dem Abwehrverbund der Oberhachinger Druck – und setzte mit einem blitzsauberen Anspiel in die Spitze Majdancevic halblinks im Strafraum der Einheimischen in Szene. Der Goalgetter der Rothemden war frei vor Hohenberger und wollte einschieben – scheiterte aber am FCD-Keeper.

Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es Majdancevic selbst, der prima vorbereitete. Vom linken Flügel aus zog er eine halbhohe Flanke mit viel Schnitt in die Mitte – wo Bruno Ferreira Goncalves sieben Meter vor dem Gehäuse in zentraler Position hineinrutschte – allerdings lediglich gerade noch so mit der Fußspitze an den Ball kam und diesen weit über den Kasten setzte (58.).

Die Vorentscheidung: Deisenhofen dezimiert sich selbst

Nach gut einer Stunde hatte die härtere Gangart der Hausherren dann Folgen. Deisenhofens Sebastian Lattermann, der bereits kurz vor dem Seitenwechsel verwarnt worden war, ließ sich ein weiteres Mal bei einem gelbwürdigen Foulspiel im Mittelfeld erwischen – und bekam vom Schiedsrichter die Ampelkarte vor die Nase gehalten. Im Endeffekt war dies bereits die Vorentscheidung. Gegen dezimierte Gastgeber, die sich nun vollends auf das Verteidigen konzentrieren mussten und kaum Entlastungsangriffe fahren konnten, die irgendwie gefährlich geworden wären, hatten die Rosenheimer leichtes Spiel.

Wie bereits erwähnt. machten sie daraus vielleicht ein bisschen zu wenig Zielstrebiges. In der Schlussphase setzte sich Korbinian Linner über halbrechts energisch durch und schloss knapp innerhalb des Sechzehners ab – aber jagte die Kugel über die Latte (83.).

Kurz vor Schluss treffen die Blauhemden Aluminium

Da die Sechziger es verpassten frühzeitig zwei, drei weitere Treffer nachzulegen, gab es ganz spät im Spiel sogar noch einen kleinen Schreckmoment, den sie sich hätten ersparen können. Mit ihrer ersten wirklichen Torchance des gesamten Matches wurden die Platzherren brandgefährlich:

Bei einem der wenigen Vorstöße der Blauhemden fasste sich Deisenhofens Andreas Markmüller aus etwa zwanzig Metern halbrechter Position ein Herz – und versuchte sich mit einem feinen Schlenzer aufs lange Eck. Der Ball wurde immer länger, Dominik Süßmaier im Kasten der Roten war mit den Fingerspitzen noch dran – das Leder klatschte an die Latte (86.). Ein Glück für die Rosenheimer – wenn der reingefallen wäre, hätten ihnen völlig unverhofft vielleicht noch einmal bange Minuten bevorgestanden.

Alle hoffen auf ein Auswärtsspiel im Grünwalder

So aber war kurz darauf Schluss und der TSV 1860 Rosenheim hochverdienter Sieger im Pokalduell mit dem FC Deisenhofen. Der Einzug in Runde Drei könnte dem Verein von der Jahnstraße im Optimalfall einen hübschen Batzen nicht eingeplantes Geld in die Kassen spülen. Denn jetzt wartet ein Lostopf von vier Vereinen aus Oberbayern, der die Münchner Löwen (7:0 beim Bezirksligisten TSV Dorfen) und mutmaßlich auch die SpVgg Unterhaching (spielt am Mittwoch in Heimstetten) beinhaltet. Der Jackpot hieße logischerweise „Auswärtsmatch im Grünwalder Stadion“. Was das bei geteilten Zuschauereinnahmen bedeuten würde, kann sich jeder ausmalen.

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