Pokalspiel im Allgäu betroffen

Wegen Coronavirus: Erster Regionalligist muss Geisterspiel austragen

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Der FC Memmingen muss sein Pokalhalbfinale gegen den TSV 1860 München vor leeren Rängen austragen.

Memmingen - Es ist das bisherige Highlight der Saison für den Regionalligisten FC Memmingen: Das Toto-Pokal-Halbfinale gegen den TSV 1860 München. Die Verantwortlichen rechneten mit einem ausverkauften Stadion, nun muss das Spiel aber wohl vor leeren Rängen ausgetragen werden.

Hintergrund ist das in Bayern jetzt ausgesprochene Verbot, bis 10. April Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern durchzuführen. "Der Rechtsdirektor der Stadt Memmingen Thomas Schuhmaier hat uns zudem mitteilt, dass die Durchführung des Spiels auch mit einer Zuschauerbegrenzung unter 1000 Personen nicht möglich ist", teilte FCM-Präsident Armin Buchmann am Dienstagvormittag mit. Wie der FC Memmingen aber in einer Pressemitteilung schreibt, hat der Verein bereits Kontakt mit dem Bayerischen Fußballverband aufgenommen, ob der Pokaltermin verlegt werden kann, zumal der ursprüngliche Zeitpunkt im Rahmenkalender ohnehin um den 21. April herum gewesen wäre.


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Wie der Verein mitteilte sind bereits 2500 Tickets für den Heimbereich abgesetzt, dazu eine Anzahl an Karten für den Gästeblock. Der weitere Vorverkauf ist vom FCM bereits am Montag vorsorglich vorerst ausgesetzt worden. Die Verantwortlichen hatten mit einer mit 5000 Zuschauern ausverkauften Arena gerechnet. Sobald der FCM selbst genauere Informationen hat, werden diese unverzüglich weitergegeben. Der FC Memmingen wartet zudem noch auf eine Antwort der Stadt, ob die Regionalliga-Punktspiele am 20. März gegen den SV Wacker Burghausen und am 3. April gegen den FC Schweinfurt in der Arena ausgetragen werden können. Wenn die gleiche Regelung in Sachen Zuschauer wie im Pokalspiel zur Anwendung kommt, könnten diese Begegnungen allenfalls als "Geisterspiele" ohne Zuschauer ausgetragen werden.

Bereits am Montag veröffentlichte der Bayerische Fußballverband eine Pressemitteilung, in der Vereinen empfohlen wird, Spieler, die in den letzten Wochen im Krisengebiet waren, vom Trainings- und Spielbetrieb auszuschließen. Generell will der Verband aber Spiele vor leeren Rängen verhindern.


"Die Spielverlegung hat hierbei Vorrang. Eine Ansetzung sogenannter „Geisterspiele“ steht für den bayerischen Amateurfußball aktuell nicht zur Debatte."

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dg

Quelle: rosenheim24.de




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