Türkgücü München - SpVgg Unterhaching

Zwei Tore in der Nachspielzeit: Irrer Pokalfight zwischen Türkgücü und Unterhaching

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Die Ernüchterung bei den Türkgücü-Verantwortlichen nach der Pokalniederlage war groß.
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Heimstetten - Einen irren Pokalfight haben die Spieler des Regionalligisten Türkgücü München und des Drittligisten SpVgg Unterhaching hinter sich. Nachdem die Gastgeber in der Nachspielzeit den vielumjubelten Ausgleich schafften, schlug der Favorit nur kurz später zu und zog in die nächste Runde ein.

Zur Halbzeit schien das Achtelfinalspiel des bayerischen Totopokals eigentlich schon entschieden. Die 1559 Zuschauer - das Spiel musste aufgrund des hohen Andrangs zehn Minuten später angepfiffen werden - sahen einen souverän auftretenden Drittligisten, der hier unbedingt eine Runde weiter kommen wollte. So hatten die Gastgeber nach 20 Minuten Glück, als Stephan Hain einen Lupfer über Ex-Burghausen-Keeper Franco Flückiger hinweg nur an die Latte setzte. Fünf Minuten später war es dann aber soweit, Lucas Hufnagel setzte Jim-Patrick Müller perfekt in Szene, der blieb cool und verwandelte zum 1:0-Führung (25.).

Eigentlich hatte Unterhaching die Partie dann weitestgehend im Griff, auf einmal tauchte jedoch Mario Erb frei vor Steve Kroll auf, welcher den Schuss aus elf Metern glänzend parieren konnte (38.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam es dann bitter für Türkgücü. Die Defensive der Hausherren war ein wenig zu offen, was die Hachinger eiskalt ausnutzten. Einen Konter über Florian Dietz konnte Hufnagel am Ende zum 2:0 im Netz unterbringen. Danach pfiff der Ameranger Zweitligaschiedsrichter Michael Bacher den ersten Durchgang ab.

Türkgücü schafft den Ausgleich - Haching schlägt in letzter Sekunde zu

In der zweiten Halbzeit hatte sich der Regionalligist noch einmal viel vorgenommen und machte gehörig Druck. Haching schaffte es über die kompletten 45 Minuten nicht, den Deckel drauf zu machen. So vergab Maximilian Krauß bereits in der 77. Minute freistehend vor Flückiger die Chance zur Entscheidung. Auf der Gegenseite machte der eben erst eingewechselte Ex-Wacker-Spieler Stefan Wächter den Hausherren wieder Hoffnung, als er den Ball zum 1:2-Anschluss über die Linie drücken konnte (78.).

Die Fans der Münchener, die aus dem Sportpark in Heimstetten schon das ganze Spiel über in einen Hexenkessel verwandelt hatten, schrien ihre Mannschaft nun immer weiter nach vorne. Scheinbar ging die Euphorie auch in die Spieler über: In der Nachspielzeit schaffte es Unterhaching nicht, den Ball zu klären und so konnte Benedikt Kirsch den Ausgleich erzielen, nun kannten die Zuschauer gar kein Halten mehr - der Regionalligist schien sich ins Elfmeterschießen gerettet zu haben (90.+1). Allerdings hatte er die Rechnung ohne Paul Grauschopf gemacht. Der 21-Jährige tauchte Sekunden vor dem Schlusspfiff nach einer Ecke frei vor Flückiger auf und konnte zum 3:2-Siegtreffer einköpfen (90.+3). Es war die letzte Aktion des Spiels, Haching zieht ins Viertelfinale ein.

Türkgücü konnte sich also nicht für einen tollen Kampf belohnen. Auf den Tag genau vor einem Jahr tat sich Unterhaching im Übrigen schon eimal sehr schwer gegen einen Regionalligisten, auch damals waren Stefan Wächter und Franco Flückiger schon auf der Gegenseite aktiv. Gegen den SV Wacker Burghausen stand es nach 90 Minuten 0:0, im Elfmeterschießen vergab dann Felix Bachschmid und der Drittligist war eine Runde weiter.

Am kommenden Samstag geht es für den Türkgücü bereits in der Liga weiter, dort geht es ebenfalls im Sportpark Heimstetten gegen den TSV 1860 Rosenheim. 

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dg

Quelle: rosenheim24.de

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