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DEL-Finale: Augsburg im Ausnahmezustand

Larry Mitchell (l.) ist der Vater des Panther-Erfolgs
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Larry Mitchell (l.) ist der Vater des Panther-Erfolgs

Augsburg/Hannover - Das erste Endspiel der DEL-Geschichte in Augsburg elektrisiert die Anhänger des 132 Jahre alten Clubs wie nie zuvor. Die halbe Stadt steht Kopf. Selbst der Panther-Trainer ist völlig baff.

40 000 Eishockey-Fans wollten kommen, doch nur 7774 Glückliche haben im altehrwürdigen Curt-Frenzel-Stadion Platz.  Binnen drei Stunden waren die heiß begehrten Tickets verkauft. “Die Stadt Augsburg hat lange gewartet auf so etwas. Das ist eine einmalige Geschichte“, sagte Panther-Coach Larry Mitchell vor der zweiten Partie am Freitag (19.30 Uhr/Sky) gegen die Hannover Scorpions.

Die Unterstützung ist allerdings auch dringend nötig - bei einer weiteren Niederlage nach der 1:3-Auftaktpleite in Hannover könnte es schon das letzte Finale auf eigenem Eis in dieser Serie und womöglich für viele Jahre gewesen sein. “Wir sind absolut heiß und wollen das Ding holen“, versprach Augsburgs Verteidiger Floran Kettemer.

Falls die Scorpions von Trainer-Altmeister Hans Zach so kühlen Kopf bewahren wie am Dienstag und erneut gewinnen, könnte Hannover schon am Sonntag (14.30 Uhr/Sky) in eigener Halle den größten Triumph der Vereins-Geschichte perfekt machen. Zach käme ein Augsburger Sturmlauf durchaus gelegen. “Weil wir dann unsere Chancen bekommen“, erklärte der 61-Jährige. Augsburgs Manager Max Fedra verglich die Scorpions mit einer Isar-Bachforelle: “Erst haben sie still in der Strömung gestanden ­ und dann plötzlich zugeschlagen.“

Die Niedersachsen, die am Donnerstag per ICE nach Augsburg reisten, befürchten eine aufgeheizte Atmosphäre. “Meistens werden die Schiedsrichter beeinflusst“, meinte Scorpions-Stürmer David Wolf. Ex- Nationalspieler Klaus Kathan dachte an das Referee-Gespann Rick Looker und Martin Reichert: “Da braucht man starke Unparteiische.“ Zach stellte nüchtern fest: “Wer die diszipliniertere Mannschaft ist, hart arbeitet und sich nicht von Begleiterscheinungen beeinflussen lässt, hat eine gute Chance.“

Der Glaube an den größten Triumph des heimischen Eissport-Vereins ist in Augsburg ungebrochen. “Wenn man so nah am Meistertitel ist, will man definitiv mehr“, betonte Mitchell. Die Eishockey-Euphorie wird nicht einmal von den Aufstiegsambitionen der Zweitliga-Fußballer gedämpft. “Das motiviert auf jeden Fall. Hannover muss sich da erst mal zeigen“, tönte Kettemer.

Mitchell versucht aber auch, für Lockerheit beim Vorrunden-Achten zu sorgen. “Der einzige Druck, den die Augsburger Panther haben, ist der Druck, den wir selbst ausüben, bei all dem, was wir schon gezeigt haben“, sagte der 42-Jährige. Andererseits will und muss der Panther- Dompteur noch mehr herauskitzeln und versprach: “Wir wollen den nächsten Schritt machen. Wir sind jetzt schon bereit.“

dpa

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