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Starbulls: Nur noch drei Heimspiele?

OVB
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Schrecksekunde als Claus Dalpiaz vom Puck getroffen wurde. Gleichzeitig lag Schiedsrichter Seckler wenigstens in dieser Szene richtig, als er den Arm hob, um Hilfe anzufordern.

Rosenheim - Ist man Pessimist oder Realist, wenn man prophezeit, dass den Starbulls wohl nur noch drei Heimspiele bis zur langen Sommerpause ins Haus stehen werden?

Nämlich nächsten Sonntag gegen Dortmund und die Mindestanzahl von zwei Heim-Play-off-Auftritten?

Leider wohl eher Realist, denn durch das erste Null-Punkte-Wochenende seit Anfang Februar 2009 (damals jeweils 2:5 gegen Kaufbeuren und in Peiting) gegen die unmittelbaren Tabellennachbarn hat das Steer-Team nicht nur die Chance auf Play-off-Heimrecht so gut wie eingebüßt, sondern vermittelt den Fans auch wie zum Saisonende letztes Jahr irgendwie das Gefühl: Das war's, da geht nichts mehr.

Selbst nach einem tollen Start, einem Klassetor von Nico Ackermann, sonst nicht so für Offensivleistungen berühmt, und einer verdienten 2:0-Führung nach knapp sieben Minuten flaute gegen Bad Nauheim der Schwung nach und nach ab, und der Gegner vermochte das Spiel zu drehen. Auch wenn viel Pech und ein (Un?-)Parteiischer namens Roland Seckler eine große Rolle spielten, muss doch eine Mannschaft mit Aufstiegs-Ambitionen so etwas überwinden können. Wie man einen Vorsprung verteidigt, konnten die Starbulls am Freitag in Landsberg verfolgen. Immer wenn sie nach dem frühen 0:3 couragiert aufholten, legten die Gastgeber wieder nach. Der Drei-Tore-Rückstand nach 15:22 war übrigens der schlimmste Spielauftakt seit dem 2. März 2008, als man gegen Deggendorf zu Hause schon nach 14:11 Minuten 0:3 zurücklag, am Ende aber mit 6:5 dennoch alle drei Punkte behalten konnte. Schneller als nach 6:49 Minuten wie am Freitag hatte man in der laufenden Saison erst zweimal geführt, nämlich in Herne (nach 5:08 Minuten) und in Grafing (nach 3:42 Minuten). Beide Spiele gingen in die Verlängerung, beide verloren die Starbulls.

Was aber besonders bedenklich stimmt für die Playoff-Runde, ist die Tatsache, dass der einzig wirklich überragende Aspekt, den Newhook & Co. die Saison über boten, nun ebenfalls verblasst: Das Penalty-Killing. In den ersten 33 Spielen kassierten die Starbulls nur in fünf Spielen mehr als ein gegnerisches Powerplaytor und führten nicht zu Unrecht diese Tabelle zeitweise mit großem Abstand an. Vor dem Wochenende war dieser Quotenvorsprung auf vier Prozentpunkte geschrumpft, und sollte sich das Unterzahlspiel auch im letzten Vorrunden-Wochenende nicht stabilisieren, dürfte die einzige Rosenheimer Spitzenposition passé sein. In den letzten fünf Spielen gelangen den Starbulls zwar (sehr untypisch) drei Unterzahltore, gleichzeitig hatte man aber in elf von 29 Unterzahlphasen von 43:26 Minuten Länge das Nachsehen - ein massiver Einbruch der Effektivität!

Was dagegen Hoffnung macht: Konträr zum Vorjahr, als Dylan Stanley einen Großteil der Vorrunde überragend scorte und zum Ende hin abtauchte, scheint dies heuer anders zu sein. Nach ziemlichen Anlaufproblemen nach der Rückkehr zeigte Stanley mit sieben Treffern in den letzten vier Begegnungen, darunter drei Zwei-Tore-Spiele nacheinander, wieder den alten Torinstinkt. Das hatten weder er noch sein Sturmpartner Ron Newhook in der letzten Saison geschafft, Rekord ist es allerdings nicht. Stanleys Vorgänger als Rosenheimer "Kult-Scorer", Ryan Smith, hatte in den drei Spielen gegen Bad Tölz, Peiting und Erfurt um Weihnachten 2007 herum insgesamt achtmal (!) eingenetzt.

Noch eine Randnotiz aus der Serie "Statistiken, die man nicht braucht", die es aber wert ist, aufgrund ihrer Kuriosität erwähnt zu werden: Die drei Rosenheimer Tore in Landsberg fielen in der 20., 36. und 46. Minute. Was daran so besonders ist? Zum Beispiel das: In keinem einzigen der vorangegangenen 36 Spiele hatten die Starbulls in diesen drei Spielminuten auch nur ein einziges Mal getroffen. Nun fehlen in dieser - zugegeben seltsamen - Rubrik nur noch die 8., 21. und 24. Minute für die Starbulls-Offensive. Ganz nebenbei: Die erfolgreichste Rosenheimer Phase sind die letzten drei Minuten des Mittelabschnitts, wo die Starbulls selbst schon neunmal trafen und dabei keinen einzigen Gegentreffer zuließen.

Manfred Eder/Oberbayerisches Volksblatt

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